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Frauenroman oder Wohnzimmerroman ist ein abwertend Begriff für einen bestimmten Typ Roman. Die Bezeichnung wurde hauptsächlich von Kritikern in der Zwischenkriegszeit.
Hintergrund
Der Begriff entstand in den 1920er Jahren, als eine neue Generation auftauchte Kritik, die Wertschätzung für psychologisch-realistische Werke ging zurück. Diese Geschichten – meistens Romane, aber auch Kurzgeschichten und Novellen – erschien in der Dämmerung des Naturalismus und wurden in der Regel von weiblichen Autoren geschrieben. Die ausgeprägtesten naturalistischen Züge wurden in diesen Geschichten so abgeschwächt, dass eine oft gut lesbare, realistische Darstellung der Höhen und Tiefen eines Hauses entstehtFamilie blieb, mit Themen wie Liebe, Ehe und Familienleben. In den Geschichten wurde viel Wert auf ausführliche Detailbeschreibungen und psychologische Exkurse gelegt.
Beispiele
Beispiele für Autoren solcher Romane sind: Jo van Ammers-Küller, Top Naeff, Ina Boudier-Bakker und Margo Antink.[1] Es gab auch männliche Schriftsteller, die so schrieben, wie zum Beispiel Herman Räuber und Johannes der Meister.[2]
Rezeption
Das Forum-Generation wandte sich gegen diese aus ihrer Sicht abgenutzte Schreibweise. Mit Ausnahme von Carry van Bruggen die damaligen Autorinnen sind damit in Vergessenheit geraten.[3]
In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nahm das wissenschaftliche Interesse an Autorinnen zu. Auch der Grund für diese Denunziation wurde untersucht. Erica van Boven sieht zeitgenössische Ansichten über Frauen als die Hauptursache dafür.[4] Die Frau ist emotional, wird von Liebe beherrscht, hat ein eingeschränktes Bewusstsein, kann nicht logisch denken, kann nicht erschaffen, ist nicht originell usw. Dies führte zu Aussagen wie:
Wenn das Forum verschwindet, wird die Situation für Schriftsteller unserer Generation sehr prekär. Dann gibt es nur noch eine Option: Großraum Niederlande... Was für ein Abstieg vom Forum in einem Magazin voller Frauen!' (Menno ter Braak).[3]
Andere Bedeutung
Der Begriff Damenroman wird auch verwendet für Liebesromane: trivial, oft serialisierte Bücher mit einer einfachen, romantischen Intrige.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
Verweise
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