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De Nederlandsche Filmliga

Die Niederländische Filmliga (1927-1933) war ein Kollektiv von Filmemachern und Enthusiasten, das reines und innovatives Kino förderte.

Startpunkt

Die Gründer der Filmliga, Menno ter Braak, Joris Ivens, L. J. Jordanien, Henrik Scholte und Constant van Wessem, wollte die Niederlande auf den europäischen vorbereiten Avantgarde Film und für Filme aus dem Sovietunion. Insbesondere Ter Braak lehnte die (amerikanisch) Unterhaltungsfilm, der seiner Meinung nach der Entwicklung des Films zu einer Kunstform im Wege stand. Mit speziellen Vorführungsabenden versuchte die Filmliga, alle Arten von „experimentellen“ Filmen dem Publikum näher zu bringen. Die Abteilung Amsterdam bildete den Landesvorstand. Die Filmliga hatte Unterabteilungen in Rotterdam, Utrecht, Groningen, Delft, Den Haag und Arnheim.

Die 1927 gegründete Nederlandsche Filmliga wurde 1929 stark verbunden mit dem Kino de Uitkijk in Amsterdam. Ziel der Filmliga war es, dem Publikum die Avantgarde-Filme der Zeit vorzustellen, die nicht in regulären Kinos gezeigt wurden. Die Filmliga versprach, diese Theater auszugleichen.

Anfangs wurden die Filme im Centraal-Kino in der Amstelstraat gezeigt, aber nach zwei Jahren sah die Gesellschaft für Kinematographie die Gelegenheit, die Sonderfilme in De Uitkijk zu zeigen. Nach der Anmietung des Anwesens wurden bei der Eröffnung am 9. November 1929 vier Filme gezeigt: Rammen von Joris Ivens, Regen und Luxemburg-Garten von Joris Ivens und Mannus Franken und als Spielfilm La Passion de Jeanne d'Arc von Carl Theodor Dreyer.

Nach zwei Jahren wurde die Zusammenarbeit zwischen der Filmliga und dem Uitkijk wieder abgebrochen. Zwischen 1927 und 1931 wurde das progressiv gestaltete Magazin von Ter Braak, Ivens, Jordaan, Scholte und Van Wessem herausgegeben. Die Filmliga problematisch.

entmythologisieren

Im 1999 die umstrittene Studie erschien Es geht um den Film!: eine neue Geschichte der niederländischen Filmliga in dem die Autoren versuchen, den „Mythos der Filmliga“ zu entlarven. Laut den Autoren war es eine Erfindung der Ligamitglieder, dass die regulären Kinos „nur Müll“ zeigten und die Filmliga allein ein künstlerisches Filmklima in den Niederlanden schuf. Untersuchungen zeigen, dass Filme aus der Sowjetunion (Panzerkreuzer Potjomkin, Oktyabr) liefen damals in regulären Kinos (und waren dort auch sehr erfolgreich). Menno ter Braak wird auch als jemand dargestellt, der Film eigentlich nicht mochte und kaum Filme sah: "Film war für ihn vor allem ein theoretisches Thema und seine Filmkritik eine Waffe gegen die Moderne"[1].