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Stechlin | ||||
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Titelseite der Erstausgabe | ||||
| Originaler Titel | Der Stechlin | |||
| Autor(en) | Theodor Fontane | |||
| Übersetzer | Wilfred Oranje, Theo Kramer | |||
| Land | Deutschland | |||
| Sprache | Niederländisch | |||
| Ursprache | Deutsche | |||
| Herausgeber | Atlas | |||
| Problematisch | 2007 | |||
| Ursprünglich veröffentlicht | 1898 | |||
| Seiten | 430 | |||
| ISBN-Code | 978-90-450-0071-8 | |||
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Der Stechlin ist ein Roman von Theodor Fontane. Das Buch wurde von 1895 bis 1897 geschrieben und 1897 als . veröffentlicht seriell im Magazin veröffentlicht Über Land und Meer. Die erste Buchversion erschien 1899. Der Stechlin ist Fontanes letzter großer Roman. Die Hauptfigur, der alte Dubslav von Stechlin, trägt den gleichen Namen wie der nahegelegene See, der tatsächlich existiert und launisch in der Brandenburger Tor Land. Der Roman spielt in der Zeit, in der er geschrieben wurde. Unbeschwerte Gespräche und tiefe Gespräche evozieren die Melancholie einer Spätzeit, voller Skepsis, aber ohne Aggression. Der sympathische Protagonist trägt Züge seines Schöpfers, der im Jahr nach der Veröffentlichung starb.
Inhalt

Das Buch handelt von der alten brandenburgischen Adelsfamilie Von Stechlin, die auf der Großer Stechlin in dem Land Ruppin. Der Roman hat wenig Action. Fontane selbst beschrieb die Aktion im Buch ironisch: Am Ende stirbt ein alter Mann und zwei junge Leute heiraten; – das ist alles, was auf 500 Seiten passiert."
Auf Schloss Stechlin lebt der etwa 65-jährige Major und Witwer Dubslav von Stechlin. Er habe einen freundlichen Charakter und "höre gerne eine offene Meinung, je offener und extremer, desto besser." Sein einziger Sohn Woldemar, Wachoffizier in Berlin, stattet ihm einen Besuch bei seinen Armeefreunden Rex und Von Czako ab. Immer mehr Leute kommen herein, darunter auch Dubslavs Schwester Adelheid, die zehn Jahre älter ist als sie Dame Marker führt in das nahegelegene Kloster Wutz[1], und Pfarrer Lorenzen, so dass viele Gespräche geführt werden. Wo Adelheid in der Lehre relativ streng ist, zeigt Lorenzen sozialdemokratisch Ansichten und zeigt sich als Anhänger des portugiesischen DichtersErzieherJoão de Deus. Es werden aktuelle Ereignisse diskutiert und vor allem die alten konservativen Positionen gegen die neuen, liberalen und sozialdemokratischen Strömungen abgewogen. Auf der Rückreise nach Berlin besuchen die Gäste und Dubslav seine Schwester im Kloster Wutz.

Graf Barby, ebenfalls Witwer, lebt mit seinen beiden Töchtern in Berlin. Melusine ist über 30 und nach kurzer Ehe geschieden, die ihr den Nachnamen Ghiberti einbrachte. Sie ist gut entwickelt und verteidigt ihre eigene Meinung mutig und mit Humor. Ihre jüngere Schwester Armgard ist still und tritt selten in den Vordergrund. Woldemar besucht regelmäßig die Familie, fasziniert sowohl vom Grafen, der ihn an seinen Vater erinnert, als auch von den beiden jungen Frauen. Melusine interessiert sich für Dubslav und die mysteriösen Geschichten um den Stechlinsee. Sie lädt Woldemar zu einer Fahrt mit dem Raddampfer zum Wirtshaus "Eierhäuschen" am Spree, zusammen mit ihrem Vater, ihrer Schwester und einem Adelspaar, das die Familie Barby besucht. Am Ende der Reise deutet Melusine an, dass eine Verlobung unmittelbar bevorsteht.
Kurz darauf wird Dubslav bei einer Wahlveranstaltung in Stechlin als konservativer Kandidat für einen vakanten Sitz in der Reichstag. Die Wahlen finden im Wahllokal in statt Rheinsberg. Sie enden mit einem klaren Sieg des sozialdemokratischen Kandidaten. Dubslav ist insgeheim erleichtert, dass er verloren hat und kehrt nach Stechlin zurück.
Bei einem Gegenbesuch bei Graf Barby berichtet Woldemar, er sei für eine "Mission" beim britischen Königshaus ausgewählt worden. Da Earl Barby und seine Töchter schon lange in England leben, können sie sich mit ihm austauschen. Woldemar fliegt für einige Wochen nach England. Nach seiner Rückkehr besucht er erneut die Familie Barbie. Armgard fühlt sich Woldemar bereits verlobt, nachdem sie gefragt wurde, ob sie die Königin bevorzuge Elisabeth oder auf Maria Stuart, wählte den Heiligen Elisabeth. Sie verloben sich ein paar Tage später. Am zweiten Weihnachtsfeiertag reisen Melusine, Armgard und Woldemar nach Stechlin. Dort feiern sie die Verlobung mit zahlreichen Gästen. In einem privaten Gespräch bittet Melusine Lorenzen, Woldemar von nun an „Stütze und Zufluchtsort“ zu sein. Die Hochzeit findet Ende Februar im Haus von Earl Barbie statt.

Nach der Rückkehr aus Berlin erkrankt Dubslav schwer, während Woldemar und Armgard auf Hochzeitsreise gehen. Adelheid besucht ihren Bruder, der auch auf dem Sterbebett sein fröhliches Gemüt bewahrt, und lässt ihn aufgeregt zurück. Schließlich stirbt Dubslav. Earl Barby und Melusine nehmen an der Trauerfeier teil, die von Reverend Lorenzen geleitet wird. Das Brautpaar lernt weiter Capric dass Dubslav gestorben ist und nach Stechlin zurückkehren. Danach leben sie für kurze Zeit in Berlin, sehnen sich aber danach, nach Stechlin zurückzukehren und dort zu leben. Das letzte Wort gehört Melusine, die ihn in einem Brief an Lorenzen an ihr Gespräch in Stechlin am zweiten Weihnachtsfeiertag erinnert, als sie sagte: "Alle Alten, soweit sie behaupten können, müssen wir lieben, aber das wahre Leben muss" uns für das Neue."
Interpretation
Im Roman steht nicht die Handlung im Vordergrund, sondern die unzähligen Dialoge, die die gesellschaftliche Realität im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert zeigen. Typisch für Fontane ist, dass er, wie in allen seinen Werken, die Schwächen seiner Zeit kennt und in seiner literarischen Beschreibung nicht wegwischt. Dennoch auch hier seine große Sympathie für alles, wofür der Adel in Brandenburg steht. Dies zeigt seine Charakterisierung des alten Dubslav von Stechlin, dessen Tod auch den Abschied von der alten Welt symbolisiert.
Das Neue wird im Roman durch die Sozialdemokratie repräsentiert. Der Roman erkennt die guten Rechte dieser Bewegung an, zeigt aber gleichzeitig ihre Schwächen. Die folgenden Worte von Pfarrer Lorenzen mögen das Hauptthema des Romans ausdrücken: "Nicht unbedingt nur das Neue. Vielmehr das Alte, solange es dauert, und das Neue, soweit es nötig ist."
Fontane über Der Stechlin

Während der Arbeit an dem Buch schrieb Fontane unter anderem Folgendes über das Buch:
- "Im Winter habe ich einen politischen Roman geschrieben (Der Adel wie dieser bei uns sollte sein ist dagegen, wie sie ist).“ (8. Juni 1896)
- Nach seinem Roman Vor dem Sturm: Der Stechlin "ist auch patriotisch, schneidet aber auf der anderen Seite der Wurst und neigt eher zu einer Zucht von August Bebel oder Adolf Stöcker dann zum alten sehen und Blücher." (29. November 1897)
- "Mein neuer dickbäuchiger Roman, auf den Sie freundlicherweise verweisen, beschäftigt sich fast ausschließlich mit dieser Frage; Reichsfamilie, Regierung, Adel, Armee, die wissenschaftliche Welt, alle sind aufrichtig davon überzeugt, dass gerade wir Deutschen eine Hochkultur repräsentieren; bestreite diese Ansicht..." (14. Mai 1898)
Editionen
- Der Stechlin, im: Über Land und Meer (Reihe erschienen von Oktober bis Dezember 1897)
- Der Stechlin (Berlin: F. Fontane & Co., 1899) (erste Buchausgabe)
- Klaus-Peter Möller (Hrsg.), Der Stechlin [=Große Brandenburgische Ausgabe, Das erzählerische Werk Teil 17] (Berlin: Aufbau-Verlag, 2001)
- Stechlin. Roman von Alt- und Neupreußen (Amsterdam: Bakker, 1997; 2. Auflage: Amsterdam: Atlas, 2007) Wilfred Orange; das Vorwort zur ersten Ausgabe ist von Hans Ester, das zur zweiten von Theo Kramer.]
Filmanpassung
1975 wurde der Roman von der veröffentlicht Norddeutscher Rundfunk gefilmt.
Externe Links
- (das) Der Stechlin in der deutschen Wikisource.
- (das) Der Stechlin im Projekt Gutenberg.
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise Die Originalversion dieses Artikels ist eine leicht gekürzte Übersetzung dieser Version des Artikels auf der deutschen Wikipedia. |
