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Ditte Wessels
Ditte Wessels
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persönliche Daten
GeborenAmsterdam, 28. Juli 1937
GeburtslandDie Niederlande
StaatsangehörigkeitNiederländisch
Beruf(e)Künstler
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Ditte Wessels (Amsterdam, 28. Juli 1937) ist Niederländerin Künstler. Zusammen mit ihrem Lebenspartner Marian Bakker, nahm sie an der internationalen Wanderausstellung "Lesben ConneXions" und viele andere Ausstellungen mit dem Ziel, Lesben und Lesbentum sichtbar zu machen. Zentrales Thema ihrer fotografischen Arbeit ist die Suche nach der eigenen (lesbischen) Identität, vor allem in Selbstporträts.[1]

Biografie

Wessels wurde 1937 als ältestes von vier Kindern geboren und wuchs während der Zweiter Weltkrieg. Wegen des Krieges zog sie während ihrer Kindheit von Amsterdam nach Santpoort, zurück nach Amsterdam und während des Hungerwinters zu Bekannten in Limmen. Nach dem Krieg kehrte die Familie Wessels nach Santpoort zurück, ihr Vater arbeitete im Büro des Schifffahrtsverbandes Noord in Amsterdam.

In ihrer Jugend war sie an der Liberales christliches Jugendzentrum Jeugd (VCJC). In einem Interview sagte sie, dass sie sich schon als Kind anders gefühlt habe und lieber ein Junge wäre.[2] Ab ihrem 15. Lebensjahr ging Wessels an die HBS in Haarlem und studierte anschließend Soziale Arbeit an der Sozialakademie in Amsterdam.

Zum Abschluss ihrer Ausbildung an der Sozialakademie absolvierte Wessels ein Praktikum im Kinderheim Ellinchem in Ellecom im Gelderland. Dort arbeitete sie noch etwa 15 Jahre. Im Oral History Interview spricht sie über ihre Arbeit bei Ellinchem und ihre erste Beziehung mit einer Frau. Wessels erzählte von der (Konversions-)Therapie (Therapie mit dem Ziel, ihre sexuelle Orientierung zu ändern), die sie aufgrund dieser Beziehung verfolgt. Später beginnt Wessels in Teilzeit an der Social Academy Amsterdam zu arbeiten, wo sie ihre sexuellen Vorlieben nicht verbergen musste.

Ab 1975 arbeitete Wessels hauptberuflich in Amsterdam und ab 1978 im Kopse Hof in Nijmegen. In Nimwegen engagiert sie sich in der Frauenbewegung. Wessels beendet schließlich seine Lehrtätigkeit und absolviert ab 1984 ein Abendstudium in der Künstlerausbildung an der Gymnasium für Kunst, in Arnheim, wo sie sich auf die Fotografie konzentrierte. 1989 schloss sie ihr Studium ab.

Im Februar 1990 nahm sie mit ihrer Arbeit an der Ausstellung 'Der wandernde Blick“, eine Ausstellung lesbischer Künstler. Dort lernte sie ihren späteren Lebenspartner, den Fotografen, kennen Marian Bakker. Sie haben viel zusammen ausgestellt. Sie lebten abwechselnd in Amsterdam und Arnheim. Nach einer langen Beziehung von zwanzig Jahren zogen sie 2009 in Arnheim zusammen.[2]

Arbeit

Zentrales Thema im Werk von Ditte Wessels ist die Suche nach der eigenen Identität. Fragen wie: "Inwieweit gibt es eine lesbische Identität?" und: "Gibt es lesbische Kunst?" eine Rolle spielen. Sie macht unkenntlich verkleidete, maskierte, aber auch verletzliche Selbstporträts.[2] Eines ihrer ersten Kunstprojekte war die Ausstellung 'Der wandelnde Blick' von lesbischen Künstlerinnen im Milchstraße in Amsterdam.

Wessels stellte vor allem in schwul-lesbischen Kreisen aus, etwa auf der großen internationalen Fotoausstellung "Lesben ConneXions" und allein oder zusammen mit ihrer Partnerin Marian Bakker bei Ausstellungen in Villa Flieder, Nijmegen und auf Lesbenfestivals und in Galerien in Brüssel, Paris und Berlin. u.a. während der Lesbenwoche in Berlin (1990), in der Galerie Silberblick in Berlin (1995) und in der Galerie Artemys in Brüssel (1999).[3] Gemeinsam mit Bakker organisiert Wessels in den Folgejahren viele Projekte, darunter die internationale Fotoausstellung "Lesbian ConneXions", die erstmals in Amsterdam während der Schwule Spiele 1998. 56 Fotografen aus 16 europäischen Ländern nahmen teil, darunter 16 aus den Niederlanden.[1][4]

Mit "Lesbian ConneXions" bereisten Wessels und Bakker verschiedene Länder Europas, in das ehemalige Jugoslawien und den Balkan. Sie arbeiteten mit lokalen Lesbenorganisationen zusammen. Während der Ausstellung gaben sie Fotoworkshops, in denen lesbische Identität und Sichtbarkeit im Mittelpunkt standen.[2][5]

Publikationen und Medien

  • Auge für Frauen, Ausstellung von Marian Bakker (und Ditte Wessels).[6]
  • „Marian Bakker und Ditte Wessels: Sichtbarkeit und Emanzipation stehen immer an erster Stelle“ (2019)[7]
  • Queering-Art-Ausstellung. Maas Künstlerresidenz.[8]
  • Lesbische Verbindung/en - Galerie[9]
  • Lesbische Frauenbewegung - Ditte Wessels - Oral History Interview; Interviewer: Stam, Dineke Zeitraum: 1937-2016, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert - Aufnahmedatum: 30.03.2016, Arnheim, Dauer: 04:51:14