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Villa Lila
Schwulenhaus Villa Lila während Pink Saturday 2005 Nijmegen

Villa Flieder war zwischen 1985 und 2011 eine Heimatbasis für die Nijmeegse. lgbtBewegung und befindet sich an der In der Betouwstraat 9 im Center von Nimwegen. Als Nachfolger wurde 2012 die Rosa Haus Nijmegen am Sint Anthoniusplaats 1 wurde in Betrieb genommen.

Geschichte

1980 ergreift die regionale pastorale Arbeitsgruppe Homofilie die Initiative für ein Schwulenhaus in Nijmegen, um die damals rund dreißig lokalen Organisationen der LGBTI-Bewegung unterzubringen. Die Stichting Beheer Homohuis Nijmegen (SBHN, 1982) wurde gegründet und kaufte im März 1984 ein Gebäude in der In de Betouwstraat Nijmegen. Nach einer Renovierung öffnet die Villa Lila am 25. Mai 1985 offiziell ihre Pforten.

GACH (Gelders Beratungsstelle für Homosexualität), Lesbenarchiv Nijmegen[1] und COC-Region Nimwegen waren Dauermieter. Pinkeltje-Stiftung (später DAS!) lebte mit COC, zog aber schnell in ihre eigenen Räume. Auch andere Nimwegener LGBTI-Organisationen, politische Parteien und das Management der Villa Lila selbst organisierten Treffen und Ausstellungen. Neben einer großen Halle, a Empfangshalle und Büroflächen verfügte die Villa Lila über eine Ladenfläche auf der Straßenseite, wo der Mieter COC seinen „COC walk-in shop“ einrichtete. Mehrere Personen waren bei der Stiftung aus dem kommunalen Stellen- und Ausweisprogramm beschäftigt. Villa Lila wurde zu einem beliebten Lernarbeitsunternehmen, in dem Dutzende von Studenten von HAN und ROC ein Praktikum absolvierten.

Nijmegen hat eine reiche Kampfkultur und Villa Lila war zu ihrer Zeit der rosa Nährboden. Flikkertejater 'The Men from Daarnet' probten dort, traten vor eigenem Publikum auf und gingen dann aufs Land. Theater AanZ und Mindmix waren hauptsächlich in Schulen tätig. Der Schwulenchor Cantus Obliquus besuchte jede Woche die Villa Lila, nahm an Chorfestivals im In- und Ausland teil und sang in der Villa Lila nach dem Nijmegen Heldengedenktag am 4. Mai. Side Step, die bundesweit erste Tanzschule für „Damen mit Damen mit Herren mit Herren“ (unter der Leitung von Marischka Bours und Hans van Oppenraaij) übte fanatisch in der Villa und organisierte Der Verein der erste offizielle Tanz für schwule Paare.

Bildende Künstler aus dem In- und Ausland stellten in der Villa Lila aus. Es begann sanft mit Schwulen-, Lesben- und Frauenkunst. Es folgten umfangreiche Gruppenausstellungen und hochkarätige Kunstprojekte. Talkshow Pluijm! (mit Cees van der Pluijm als Gastgeber) sorgte Anfang der 1990er Jahre in der Villa Lila für Furore: Die LGBTI-Bewegung Tout Nijmegen und national bekannte Theatermacher, Schauspieler, Sänger, Schriftsteller und Aktivisten kamen gerne nach Nijmegen, um sich mit Cees van der Pluijm auszutauschen.

Verkauf

Das Gebäude an der In de Betouwstraat war für Behinderte kaum zugänglich. Anpassungen erwiesen sich als unerschwinglich. Die Ansprüche der LGBTI-Bewegung an das Wohnen haben sich geändert. Ein Versuch, dem durch die Übernahme der Schwulendisco De Mythe an der Platenmakersstraat (2004-2006) zu begegnen, erschöpfte die Reserven. Ein Plan, das ehemalige Kino Cinemariënburg zusammen mit einer Reihe verwandter Institutionen zu nutzen, erwies sich als nicht realisierbar. Während der städtischen Kürzungen im Jahr 2010 verlor die Villa Lila alle ihre Fachkräfte. Die Interessengruppen und Mieter COC Nijmegen und Dito! befürchteten Sichtbarkeitsverlust. Eine weitere Verwertung erwies sich als unmöglich und am 1. März 2011 wurde das Gebäude verkauft.[2]
Das Telefonteam der GACH war bereits aufgelöst und der Förderfonds Stichting Vrienden van GACH nach Maastricht umgezogen. Das Lesbenarchiv Nijmegen ist im Februar 2010 in einen eigenen Raum im Nijmegen-Viertel Bottendaal umgezogen. Die vielen Kulturnutzer fanden in anderen Institutionen Unterschlupf.

Rosa Haus Nijmegen

Nationaldenkmal Sint Anthoniusplaats 1, seit 2012 das Pink House Nijmegen.

Ein eigens gegründeter Think Tank begann mit der Suche nach alternativen Wohnmöglichkeiten für die Nimwegener LGBTI-Bewegung. Im Oktober 2012 unterzeichnete der Vorstand der neuen Pink House Nijmegen Foundation einen Mietvertrag für das Erdgeschoss des Gebäudes Sint Anthoniusplaats 1, das der Gemeinde Nijmegen gehört. EIN Nationaldenkmal wo sich von 1982 - 2011 das frauendokumentationszentrum (vdc) De Feeks befand.
Bereits Ende 2012 ziehen die COC Region Nijmegen und die schwule Jugendorganisation DITO um! zum Anthoniusplaats 1. Nach einigen Renovierungsarbeiten wird das Erdgeschoss des Sint Anthoniusplaats 1 am 31. Mai 2013 von Bürgermeister Bruls als Roze Huis Nijmegen offiziell eröffnet.

Externe Links