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Djef Anten
Entlang der Demer von Djef Anten in Das Stadtmuseum in Hasselt

Josephus (Djef) Gregorius Fidelius Adam Anten (Hasselt, 18. Juni1851 - Dort, 24. Februar1913) war ein flämischMaler der sich auch als Dramatiker, Politiker und Historiker durchsetzte. Der Schwerpunkt seines Lebens war jedoch die Malerei.

Lebenszyklus

Allgemeines

Als Sohn des Kaufmanns Joannes-Petrus Anten und von Anna-Christina Wagemans stieg Anten nach der Grundschule schnell in das Familienunternehmen ein, u.a China-Shop. Eine Weiterbildung war nicht vorgesehen. Später gelang es ihm, einen Großteil dieses Defizits im Selbststudium aufzuholen. Nach seiner Heirat am 7. Mai 1874 mit Maria Swolfs aus Lüttich im Haus „De dry Leliën“ am Botermarkt in Hasselt betrieb er mit seiner Frau einen Porzellanladen. Es war vor allem Antens Frau, die die Sache ernst nahm. Auch in Hasselts Vereinsleben tauchte Anten voll ein, vor allem in den Amateurtheater beim Katholischen Kreis Minerva. Er schrieb auch mehrere Theaterstücke für diese Kompanie. Anten war sehr gesellig und hatte mit der Zeit einen breiten Freundeskreis. So kam er in die Politik (Katholische Partei) und wurde Stadtrat (1895) und Schiffe (1900-1909) der Stadt Hasselt. Er wurde auch Provinzrat (1892) und Ständiger Stellvertreter des Provinz Limburg (1909). Anten hatte ein großes Interesse an der lokalen Geschichte. Als leidenschaftlicher AmateurHistoriker er sammelte viel Material über Hasselt und Hasselt, insbesondere im Zusammenhang mit dem Genealogie, es Prägung und der Ortsname. In der Zeitschrift „L'Ancien Pays de Looz“ veröffentlichte er dazu mehrere Beiträge.

Als Maler

Er ist jedoch hauptsächlich als Maler bekannt geblieben. Seine Ausbildung erhielt er an der Städtischen Akademie Hasselt at Michel Geraets und Jules Couroit. Zu Genk, wo eine Art Künstlerkolonie um die Figur des Joseph Coosemansfreundete er sich mit diesem Künstler an, den er sehr bewunderte. Bei Coosemans hat er sich sporadisch zusätzliches Fachwissen angeeignet. Ab 1880 trat Anten mit Ausstellungen im traditionellen Künstlerkreis: die Triennale Salons aus Antwerpen, Brüssel und Gent sowie die kleineren Ausstellungen in Brügge, Mechelen, Lüttich u.a. Antens Landschaften spiegeln im Allgemeinen die Umgebung der Limburger Zentren wider: Einzahlungslöhne, Tongeren, Hasselt, Genk, Zonhoven, Dachboden. In seinen Arbeiten zeigt er Bilder des ländlichen Kempen von vor der Industrielle Revolution: Wälder, Heide, Landwirtschaft. Er porträtierte auch gerne malerische Ecken in Hasselt. Stilistisch malte Anten ab etwa 1880 mehr oder weniger in Anlehnung an Joseph Coosemans, entwickelte sich aber ab 1890 zu einem gemäßigten Impressionismus. 1902 wurde er zum Direktor der Hasselt-Akademie. Sein wichtigster Schüler war dabei Lucien Nolens. 1946 und 1992 wurden Anten bzw. 1992 Retrospektiven gewidmet. im Raum „Unter dem Turm“ und im Stedelijk Museum.

Ikonographie

Van Anten ist eine Porträtskulptur (Büste) von Emile Cantillon (Verd. Prov. Limburg) und ein gemaltes Porträt von Djef Swennen. Ein Porträtfoto findet sich in der Mai-Juni 1913-Ausgabe von „L'Ancien Pays de Looz“ mit einem „In Memoriam“ von J. Gessler. Das Städtische Museum Stellingwerff-Waerdehof von Hasselt heißt derzeit Het Stadsmus. In ihrer Sammlung haben sie 2 Schwarz-Weiß-Fotos von Djef Anten, gemacht von Henri Blanckart.

Museen und öffentliche Sammlungen

  • Limburger Landesregierung
  • Brügge, Groeningemuseum
  • Hassel, Stadt. Museum Stellingwerff-Waerdehof
  • Hasselt, Nationalmuseum Jenever
  • Maaseik, Sted. Sammlung
  • Sint-Truiden, Sted. Sammlung
  • Tongeren, Stadt. Sammlung
  • Brüssel, Kon. Sammlung

Literatur

  • J. GESSLER, Djef Anten, in: L'Ancien Pays de Looz, 17 (1913).
  • J. GEURTS, Djef Anten, in: Unsere Leute sind wach, 5, 15, (12. April 1913).
  • Retrospektive Maler Djef Anten (Ausstellungskat.), Hasselt, 1946.
  • S. HOUBART-WILKIN, Joseph Anten, in: Biographie Nationale, vol. XXIX, Brüssel, 1957.
  • W. G. FLIPPO, Lexikon der belgischen omantischen Maler, Antwerpen, 1981.
  • Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Bd. IV, München-Leipzig, 1992.
  • Djef Anten (Ausstellungskat.), Hasselt (Stedelijk Museum), 1992.
  • Le dictionnaire des peintres belges du XIVième siècle à nos jours, Brüssel, 1994.
  • N. HOSTYN, Djef Anten, in: Nationalbiographisches Wörterbuch, Teil 15, Brüssel, 1996.
  • P. PIRON, Belgische bildende Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, Brüssel, 1999.
  • W. & G. PAS, Biographisches Lexikon der plastischen Kunst in Belgien. Maler - Bildhauer - Grafiker 1830-2000, Antwerpen, 2000.
  • P.M.J.E. JACOBS Visual Benelux. Biographisches Handbuch, Tilburg, 2000.
  • W. & G. PAS, Dictionnaire biographique arts plastiques en Belgique. Peintres-Bildhauer-Graveur 1800-2002, Antwerpen, 2002.
  • P. PIRON, Dictionnaire des artistes plasticiens de Belgique des XIX et XXe siècles, Lasne, 2003.
  • K. REULENS, Auf den Spuren des Meisters. Joseph Coosemans und Studenten in Genk, Stadt Genk: Emile Van Dorenmuseum, 2012.