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Doktor Faustus | ||||
Erstausgabe, 1947 | ||||
| Autor(en) | Thomas Mann | |||
| Übersetzer | Thomas Graftdijk | |||
| Land | Deutschland | |||
| Sprache | Niederländisch | |||
| Ursprache | Deutsche | |||
| Herausgeber | Athenäum-Polak & Van Gennep | |||
| Ursprünglicher Verlag | Fischer | |||
| Problematisch | 2012 | |||
| Ursprünglich veröffentlicht | 1947 | |||
| Seiten | 626 | |||
| ISBN-Code | 978-90-253-6951-4 | |||
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Doktor Faustus (Deutsche: Doktor Faustus) ist ein Roman des deutschen Schriftstellers Thomas Mann, veröffentlicht in 1947.
Intrigen
Im philosophischen Roman Doktor Faustus Hinter der Maske des bürgerlichen, etwas pedantisch-humanistischen Klassikers Serenus Zeitblom erzählt Mann das Leben des fiktiven dämonischen Komponisten Adrian Leverkühn, der wie Faust verkauft an den Teufel, um perfekte Kompositionen zu schreiben. Leverkühn steckt sich mehr oder weniger bewusst an Syphilis um bei Krankheitsbeginn an kraftvoller Inspiration teilzuhaben. In einer pathologisch zu deutenden Vision begegnet er ab einem gewissen Punkt auch dem Teufel persönlich.
Erläuterung
Im Doktor Faustus Mann geht der Idee nach, dass die Hingabe an die Kunst zu einem Vertrag mit dem Teufel ausarten kann, und versucht damit auch den romantisch-musikalischen, aber nihilistischen Faktoren innerhalb der deutschen Tradition Rechnung zu tragen. Durch die Komposition des Buches auf zwei Zeitebenen, der Erzählzeit und der erzählten Zeit, ist Leverkühns Schicksal auch mit der (für Zeitblom) aktuellen Geschichte Deutschlands verknüpft. In gewisser Weise kann das Buch daher als eindringliche Analyse der „faschistisch-dämonischen Züge der deutschen Natur“ verstanden werden.
Einblick in die Hintergründe von Doktor Faustus Thomas Mann selbst sorgt in seinem Entstehung des Doktor Faustus (1949). Interessant ist seine große Vertrautheit mit der deutschen Musik des 19. Schönbergschule. Nach Meinung einiger liegen die literarischen Höhepunkte daher nicht in den politischen Teilen des Buches, sondern in der Beschreibung des Musikerlebnisses. Stilistisch bedient sich Mann einer raffinierten Schnitttechnik und einer Chronik, die den altdeutschen Stil verfremdet, der in anderen Werken seiner realistischen Erzähltechnik gegenübersteht.
Doktor Faustus gilt als das komplexeste und am wenigsten zugängliche Werk Manns, gilt aber im literarischen Sinne für viele Mann-Enthusiasten als Höhepunkt seines Schaffens. Das Werk wurde 1999 von 99 Literaturexperten unter die Zehn gewählt besten deutschen Romane des 20. Jahrhunderts.
Übersetzung
Das Buch wurde 1985 übersetzt von Thomas Graftdijk und im Jahr 2012 von Athenäum - Polak & Van Gennep unverändert neu aufgelegt.
Zitat
"Gibt es etwas Böseres als das 'rein Geistige'? Es war den charakterlosen Weltreligionen vorbehalten, 'Gebet' zu machen, vena verbo zu sitzen, zu betteln, zu verzeihen, 'ah Herr' und 'Gott erbarme dich'" < .. >. "Gebet", sagte Dr. Breisacher beendet unaufhaltsam seinen Satz, "ist die vulgarisierte und rationalistisch verwässerte Spätform von etwas sehr Energischem, Aktivem und Starkem: der magischen Beschwörung, des Zwanges zu Gott".
Literatur und Quellen
- A. Bachrach et al.: Enzyklopädie der Weltliteratur. Büsum, 1980-1984. ISBN 90-228-4330-0
- T-Mann: Die Entstehung des Doktor Faustus. Roman eines Romans, Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-596-29427-4 .