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Es dorotheum ( [ˌdoːʀoˈteːʊm] (Info/Erklärung)) ist die größte Auktionsgruppe in Mitteleuropa und dem deutschsprachigen Raum mit Hauptsitz in Wien und Vertretungen in Brüssel, Düsseldorf, München, London, Mailand und Rom. Sie organisiert durchschnittlich 600 Auktionen pro Jahr in 40 Kategorien. Die kommerziellen Hauptaktivitäten sind; Auktion, Pfandhaus, Schmuckhandel.
Geschichte
Als Pfand- und Darlehensamt wurde es 1707 von Kaiser Joseph I. mit einer nachdrücklichen sozialen Funktion zur Bekämpfung des Wuchers im bestehenden Pfandwesen geschaffen. Das Amt hatte die Lizenz, die baufälligen Gebäude zu versteigern, der Erlös kam dem Wiener Armenhaus zugute. Dieser zog 1788 um Versatz und Fragamt an seinen jetzigen Standort, den ehemaligen Kloster Dorothy woraus später der Name abgeleitet wurde. Das heutige Gebäude wurde 1901 an gleicher Stelle in der Wiener Innenstadt eröffnet.[1]
Privatisierung
Kurz nach dem Zerfall der Großen Koalition (ÖVP und SPÖ) im Jahr 2000 war die Privatisierung des Dorotheums eine von vielen lange aufgeschobenen Reformmaßnahmen, und 2001 wurde das Eigentum, darunter die Immobilien in den österreichischen Bundesländern und in der Wiener Innenstadt, des österreichischen E-Commerce-Konzerns OneTwoSOLd, in dem die beiden Familien Dichand und Soravia vertreten sind. Im Jahr 2002 wurde das Objekt weiterverkauft, wodurch das Dorotheum nicht mehr Eigentümer, sondern Mieter seiner Standorte wurde.[2]
Der zweite Weltkrieg
Die Privatisierung 2001 brachte Schwung und erlaubte es, ein heikles Thema anzusprechen, nämlich die Rolle des Dorotheums während des Zweiten Weltkriegs. Zwischen 1938 und 1945 war die Leitung des Dorotheums aktiv an der Versteigerung enteigneter Kunst im Auftrag des NS-Regimes beteiligt.[3]
Nur in privater Hand konnte dieses besteuerte, immaterielle Erbe offen behandelt werden. Ein wesentlicher Teil des Erlöses aus dem Gruppenverkauf ging als symbolische Geste an den Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus. Zur Erarbeitung einer kritischen Studie zum Thema aus den Dorotheum-Archiven wurde eine Historikerkommission eingesetzt, die im Jahr 2006 gipfelte Schweizer Staat und Wirtschaft. Das Dorotheum im Nationalsozialismus. Der neue Direktor Martin Böhm hat eine bemerkenswerte öffentliche Entschuldigung abgegeben[4] Außerdem wurde eine zweiköpfige Abteilung für Provenienzforschung zu NS-Raubkunst eingerichtet.
Externer Link
- (und) (das) Offizielle Website
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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