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EIN Traumvision ist ein Literarisches Genre, literarischer Kunstgriff oder literarische Konvention, bei der der Erzähler einschläft und träumt. Im Traum gibt es meist einen Führer, der dem Träumer Wissen (oft über Religion oder Liebe) vermittelt, das er anders nicht hätte lernen können. Nach dem Aufwachen beschließt der Erzähler normalerweise, dieses Wissen mit anderen zu teilen.
Die Traumvisionskonvention war in der europäischen Literatur bis ins fünfzehnte Jahrhundert populär, zunächst in Latein und später zum Beispiel in Mittelenglisch, französische und italienische Texte. Wenn es im Traum ein lebloses Objekt gibt, das als Führer fungiert, dann Redewendung des Prosopopee.
Beispiele
Der mittelenglische Dichter Geoffrey Chaucer schrieb mehrere Werke mit Traumvisionen: Die Legende von guten Frauen, Haus des Ruhms, Buch der Herzogin, Parlament der Hühner. Chaucers Zeitgenosse William Langland war wohl der Autor der allegorischen Traumvision Die Vision von William über Piers the Plowman, oder kurz Piers Pflüger erwähnt.