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eID-stelsel
Infografik eID-System
Die unterschiedlichen Domänen der Authentifizierungsmittel im eID-System
Erkundung des eID-Systems ab 2012
Systemdiagramm mit den verschiedenen Komponenten des Systems und den wichtigsten Schnittstellen

Es eID-System ist ein niederländisches System und ermöglicht es Bürgern und Unternehmen, (staatliche) Dienstleistungen sicher online zu kaufen oder ihre Angelegenheiten (mit der Regierung) digital zu regeln.[1] Social Logins, wie die von Facebook und Google, werden von diesem System nicht abgedeckt. Nicht zu verwechseln mit dem belgischen Personalausweis, E-Mail-ID.

Was beinhaltet das eID-System?

Um es Bürgern und Unternehmen zu ermöglichen, (Staats-)Dienstleistungen sicher online zu erwerben oder ihre Angelegenheiten mit der Regierung digital zu regeln, müssen sie ihre Identität durch sogenannte Authentifizierungsmittel nachweisen können, wie z DigiD oder eErkennung.

Um die Grenzen bestehender Authentifizierungsmethoden zu überwinden, wurden in den letzten Jahren mehr oder weniger unabhängig voneinander verschiedene (Entwicklungs-)Prozesse gestartet, an denen verschiedene Ministerien beteiligt sind:

  • Öffentliche eID-Ressourcen

Die Regierung selbst entwickelt eine Reihe von Authentifizierungsmethoden, die als öffentliche eID-Mittel bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um neue Versionen sogenannter WID-Dokumente (Legal Identification Document), die mit einem geeigneten Chip versehen sind. Dazu gehören die Authentifizierungsmittel eNIK (elektronischer niederländischer Personalausweis) und eFührerschein. Dafür ist der Minister des Innern und der Königreichsbeziehungen zuständig.

Dies betrifft Authentifizierungsmittel unter den Markennamen eHerkenning und Idensys, die auf einer öffentlich-privaten Partnerschaft basieren. Dabei handelt es sich um ein System von Vereinbarungen, an dem verschiedene (private) Anbieter von Authentifizierungsmitteln und Diensten teilnehmen. Gemäß der Verordnung über die Kontrolle elektronischer Zugangsdienste ist der Minister der EZ (2015) für dieses Vereinbarungssystem zuständig.

  • Bereitstellung von Bankressourcen im öffentlichen Bereich

Dazu gehört auch die Anwendung von Bankauthentifizierungsmitteln (Markenname: iDIN) zugunsten der Steuerbehörden. Dadurch ist es möglich, anstelle von DigiD auch Bank-Login-Mittel zur elektronischen Abgabe von Steuererklärungen zu verwenden. Die Funktionsweise ist vergleichbar mit der Verwendung von iDEAL für Zahlungen. Dafür ist der Staatssekretär für Finanzen zuständig.

Inzwischen BZK (Logius) und der Abteilung für Straßenverkehr (RDW) in einem Pilotprojekt zur Stärkung von DigiD. Mit dem Einsatz eines Chips auf dem Führerschein (eDriving License) und der Anwendung von RDA (Remote Document Authentication) wird zuverlässiger gearbeitet als bei DigiD im aktuellen Setup.[2]

All diese Prozesse und Ressourcen sind im weiteren Sinne Teil des eID-Systems.

Die rechte Abbildung zeigt die verschiedenen Domänen und die (bestehenden und neuen) Authentifizierungsmethoden für:

  • Bürger und/oder Unternehmen;
  • private Online-Dienste (z.B. elektronische Bestellung bei Webshops) und/oder öffentliche Online-Dienste (wie beispielsweise die Beantragung von Leistungen).

Unzureichend

Im Bereich der Kontrolle (Governance), der geschäftlichen Begründung (Business Case) und der Aufsicht müssen hinsichtlich des eID-Systems einige wesentliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Das Rechnungshof kam im Frühjahr 2016 zu dem Schluss, dass eine Reihe von Voraussetzungen (noch) nicht erfüllt sind:

  • Die Zuständigkeiten für das eID-System sind nicht eindeutig verteilt und die Governance-Struktur ist kompliziert.
  • Zu wesentlichen Teilen des eID-Systems müssen noch Entscheidungen getroffen bzw. ausgearbeitet werden.
  • Ein aktueller integrierter Business Case und die Betrachtung von Alternativen fehlen derzeit.
  • Es gibt keine integrierte Vision zur Organisation der Aufsicht für das eID-System.

Damit das Abgeordnetenhaus fundierte Entscheidungen über die definitive Ausgestaltung des eID-Systems treffen kann, ist es wichtig, dass die Regierung diese Voraussetzungen klärt.

Inzwischen wurde die politische Verantwortung für die digitale Identifizierung von Bürgern und Unternehmen erhöht businesses BZK komm zu liegen. Dazu gehört das öffentlich-private Vereinbarungssystem für elektronische Zugangsdienste ETD (einschließlich eHerkenning und Idensys), der Teil der Europäischen eIDASRegulierung, die sich mit elektronischen Identitäten befasst, und die Koordinierung der europäischen Politik dazu.[3]

Siehe auch