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Eddy Walis, geb. Eduard Weiszfisz (Den Haag, 16. August1900 - Santa Monica, Kalifornien, 19. Oktober1966)[1] war ein niederländischer Geiger und Orchesterleiter für Jazz und Popularmusik, der anfangs Deutschland und im dann Tschechoslowakei durchgeführt, aber dann in Die Niederlande, Israel und der Vereinigte Staaten gespielt.
Biografie
Walis wurde in Den Haag geboren, wohin seine jüdischen Eltern aus Polen ausgewandert waren. Er studierte Violine an der Wintergarten von Amsterdam. In den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts zog er nach Berlin, wo er als freier Musiker in einem Kabarett auftrat. 1927 gründete er sein eigenes „Jazz Symphony Orchestra“ und hat mit diesem Orchester Aufnahmen mit Jazzeinflüssen für Plattenfirmen wie Audiphon, BuScha, Clangor, Hertie, Phonycord Flexible, Sonora und Tempo gemacht.
Von 1927 bis 1932 spielte Walis hauptsächlich für das Label "Artiphon" von Hermann Eisner und dessen Submarken in Berlin, wo er mit dem Chorsänger Eric Helgar (zB "Kleine Frau warum bist du nicht meine Frau"), Erwin Hartung ( zB "Siboney Rhumba") und Eugen Rex. Con Conway spielte englische Lieder (zB "Pardon Me Pretty Baby"). Das ungarische Duo Lakos und Mocsanyi, das auch in Berlin unter dem Künstlernamen "Two Jazzers" auftrat, hat mit seinem Orchester auch Aufnahmen gemacht (z.B. "Herr Ober, Zwei Mokka!" oder "Das erste Mal fällt dir das Küssen schwer" ) .
Er nahm auch für die tschechische Firma RWHM (Record Werke Hermann Maassen) von Hermann Maassen in auf Horný Žleb (deutsch: Obergrund), wo er die Sänger Karel Hrušky, Jára Pospišil und Jaroslav Zlonický begleitete. Eddy Walis und sein Orchester spielten Tanz- und Filmmusik sowie Opern- und Operettenmelodien. Unter den von ihm aufgenommenen Songs waren die internationalen Hits "Singin' in the Rain", "Little Pal", "I'm in the Seventh Heaven", "Waiting for You" und "Oh! Mo'nah" sowie Hits von Deutsche Tonfilme (zB "Wenn ich Sonntags in mein Kino geh'" (Film "Ich bei Tag und du bei Nacht") oder "Was kümmert mich die ganze Welt, wenn mir ein Mädel gefällt" (Film "Das Blaue vom Himmel ") ).
In Deutschland nahm Walis auch Platten für das Label "Brillant" auf. Dort trat er unter dem Künstlernamen "Joe London" auf (zB "Goodnight Sweetheart"). Außerdem nahm er für Moritz Lewins Berliner Firma „Lukra“ auf, die sich mit ihren Marken „Lukraphon“ und „Semer“ auf jüdische Künstler spezialisierte.
1932 wurde die Band von Eddy Walis als Residenzorchester im Eden Hotel in Berlin engagiert. Sie ersetzte das Orchester von Oscar Joost.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 zog sich Walis in die Niederlande zurück. Im Rotterdam er gastierte im Café Caland, war im Radio in Hilversum und 1934 in Luxemburg. Während dieser Zeit trat seine Band unter Namen wie "Fantasia Orkest", "Esmeralda Orkest" und "Rosian Orkest" auf. Walis gelang es, die Pianistin Isja Rossican und die Trompeterin Clara de Vries als Solisten in sein Orchester einzubinden.
Als die deutsche Wehrmacht in die Niederlande einmarschierte, wurde Walis im jüdischen Viertel von Amsterdam festgehalten. Dort arbeitete er mit seinen jüdischen Musikkollegen, dem Geiger Paul Godwin, der Posaunist Heinz Lachmann und der pianist Martin Römer. Walis hat die shoah überlebte und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 spielte sein Jazzorchester wieder im Hilversumer Rundfunk. 1947 arbeitete er in einem Restaurant in bussum. 1952 trat er im Café "Tifereth" in . auf Jerusalem (Israel). Danach zog er endgültig in die USA.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Bibliographische Informationen |
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MusikBrainz:df97adc1-2289-4e0b-b929-3f6dbb62f2a5 |