WikiDer > Eichelwürmer

Eikelwormen
Eichelwürmer
Eichelwurm
Taxonomische Klassifikation
Reich:animalia (Tiere)
Unterwelt:Eumetazoa (Orgeltiere)
Super-Stamm:Deuterostomie
Klasse
Enteropneusta
Gegenbaur, 1870
Bilder aufWikimedia CommonsWikimedia Commons
Eichelwürmer aufWikispeziesWikispezies
(und) Weltregister der Meeresarten
Portal  Portalsymbol  Biologie

Eichelwürmer (Enteropneusta) sind Würmer, die in einer Meeresumwelt leben[1], die Klasse gehört dem Kragenträger (Hemichordaten).[2]

Beschreibung

Der Körper von Eichelwürmern ist unsegmentiert, röhrenförmig und hat mehrere Dutzend Kiemenschlitze. An der Kopfseite befindet sich ein eichelförmiger "Stamm" (Rüssel) und 'Kragen'. Die Körperlänge von Eichelwürmern variiert zwischen 5 cm und 2,5 m.[1]

Lebensraum

Eichelwürmer leben in U-förmigen Röhren im Sand oder Schlamm auf dem Meeresboden. Man kann Arten auf der Küste beobachten, aber auch andere finden sich in der Tiefsee Wetter.[1]

Ökologie

Eichelwürmer fressen alle möglichen Dinge organischer Abfall. Einige Futter auf Bodenmaterial, andere verwenden Schleim um ihren Rüssel, um Nahrungspartikel aus dem Wasser zu extrahieren und zum Mund zu transportieren.[1]

Reproduktion

Bei Eichelwurmarten werden die Geschlechter getrennt, aber einige Arten können sich ungeschlechtlich vermehren. Das Weibchen legt die Eier auf dem Boden in einer gallertartigen Masse ab, woraufhin sie außerhalb des Körpers von den Samenzellen befruchtet werden. Das Larve entwickelt sich zu einem erwachsenen Organismus, setzt sich am Boden ab und gräbt ein Loch in den Boden. Einige Arten haben keine Larvenstadien und schlüpfen als kleiner Wurm aus dem Ei (direkte Entwicklung). Bei den meisten Arten sind die Larven planktonisch (tornaria) und sie können schwimmen mit Zilien.[1]

Evolution

Im Eichelwurm Saccoglossus kowalevskiic sind da, trotz ihrer Primitivität nervöses System, haben spezialisierte Zellgruppen gefunden, die die Gehirnentwicklung bei höheren Tieren regulieren. Das soll nicht heißen, dass Eichelwürmer tatsächlich ein Gehirn haben, sondern nur die Signalzentren, die genetische Prozesse regulieren. Dieser Fund deutet darauf hin, dass die Vorfahren der Würmer ein stärker entwickeltes Gehirn hatten, diese jedoch in der Evolution verloren gegangen sind.[3][4]

Taxonomie

Weltweit wurden 90 Arten beschrieben.[1]