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Erdogat, auch bekannt als die Böhmermann-Affäre, war eine politische Spannung zwischen den Türkisch Präsident Recep Tayyip Erdoğan und europäische Kritiker von Erdoğan in 2016.
Jan Böhmermann
Im März 2016 veröffentlicht Jan Böhmermann im Programm zusätzliche 3 ein Lied mit dem Titel Erdowie, Erdowo, Erdogan (Niederländisch: Erdo-wie, Erdo-wo, Erdogan). Dieses Lied kritisierte Menschenrechtsverletzungen in der Türkei unter Erdoğans Herrschaft. Die türkische Regierung reagierte mit Wut auf Böhmermanns Veröffentlichung.[1] Als Antwort las Böhmermann ein kritisches Gedicht. In diesem Gedicht nannte Böhmermann Erdoğan einen Missbraucher von Kurden und Christen und ein Ziegenbock.[2] Die Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes ist in Deutschland strafbar.[3] Böhmermann tat dies bewusst, um deutlich zu machen, was der Unterschied zwischen Kritik und Schmähkritik (Anstößige Kritik).[4] Zwanzig Personen in Deutschland haben gegen Jan Böhmermann Anzeige erstattet und auch Erdoğan selbst hat Anzeige erstattet.[5] In dem Bundestag wurde über die mögliche Verurteilung Böhmermanns abgestimmt. Das SPD vehement gegen die Verurteilung Böhmermanns, wie auch viele Parteimitglieder der Bundnis 90/Die Grünen, die Verbindung und der FDP. Trotzdem wurde dafür gestimmt.[6]
Unter anderem griechisch Finanzminister Yanis Varoufakis, Bürgermeister von TübingenBoris Palmer, Anführer der Piratenpartei DeutschlandBruno Kramm und der niederländische Komiker Hans Teeuwen sprach offen über ihre Unterstützung für Jan Böhmermann. Auch die deutsche Bevölkerung stand weitgehend auf der Seite Böhmermanns. Eine Minderheit fand das Gedicht laut einer Umfrage von . unangemessen YouGov.[7]
Ebru Umar
Im April 2016 forderte das türkische Konsulat in Rotterdam türkische Organisationen auf, Personen, die Erdoğan beleidigen, der türkischen Regierung zu melden.[8] Dies löste Empörung aus. Metro-KolumnistEbru Umar äußerte ihre Kritik in einem Artikel in der Metro und weiter Twitter. Später im April wurde Ebru Umar festgenommen, als sie Kusadası war in der Türkei. Grund dafür war Kritik an Erdoğan.[9] Während sie in der Türkei festgehalten wurde, war ihr Zuhause in Amsterdam eingebrochen und vandalisiert. Umar konnte später in die Niederlande zurückkehren.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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