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Erich Köhler (Erfurt, 27. Juni1892 – Wiesbaden, 23. Oktober1958) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war Präsident des Ersten Bundestages, von 1949 bis um 1950.
Leben
Erich Köhler promovierte 1919, nach Abschluss seines Militärstudiums während der Erster Weltkrieg hätte unterbrechen sollen, in Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Kiel. Er machte Karriere beim Kieler Arbeitgeberverband. Während der Nazi-Zeit er musste wegen seiner Ehe mit a jüdisch Frau, seine Position als Geschäftsführerin des Vereins aufzugeben. 1945 entging er aufgrund einer schweren Krankheit nur knapp einer Überstellung in ein Konzentrationslager.
Nach dem Ende der Zweiter Weltkrieg Im Juni 1945 wurde er Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden.
Erich Köhler starb nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren am 23. Oktober 1958 in Wiesbaden.
Politik
In dem Weimarer Republik war Erich Köhler zu 1933 Mitglied von Deutsche Volksparte (DVP) und gehörte dem Bundesvorstand an.
Im September 1945 legte er in Wiesbaden den Grundstein der CDU. Er war Mitbegründer der CDU in Hessenund wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er war Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung des Landes (später Landes) Hessen und wurde 1946 im ersten Landtag gewählt. Am Landtag wurde er Fraktionsführer.
Von 1947 bis 1949 war er Vorsitzender des BizoneWirtschaftsrat in Frankfurt.
Erich Köhler wird als Abgeordneter des Wiesbadener Wahlkreises direkt in den ersten Bundestag gewählt (Direktmandat). In seiner konstituierenden Sitzung am 7. September 1949 wurde er mit 346 von 402 Stimmen der erste Präsident der Vereinigten Staaten Bundestag gewählt. Aus seiner Dankesrede stammt der Satz "Wir wollen den Armen und Bedürftigen dienen, wir sollen die Selbstsüchtigen in Schranken halten und wir wollen den Schwachen vor dem Starken schützen" (Deutsch: Wir wollen den Armen und Bedürftigen dienen, wir müssen die Egoisten eindämmen und wir wollen die Schwachen vor den Starken schützen).
Köhler sah sich schnell Kritik an seiner Amtsführung (es führte sogar zu einem Vertrauensvotum) und einem sich verschlechternden Gesundheitszustand. Nachdem klar wurde, dass er auch die Unterstützung seiner eigenen Gruppe verloren hatte, legte der Köhler am 18. Oktober 1950 sein Amt nieder. Ihm folgte Hermann Ehlers.
Erich Köhler blieb Abgeordneter und wurde 1951-1952 stellvertretender Vorsitzender eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der die Berufungspolitik im Auswärtigen Amt auf Missbrauch untersuchte.
1953 wurde Erich Köhler erneut in den (zweiten) Bundestag gewählt, diesmal im Wahlkreis Obertaunus. Sein Mandat wurde jedoch von seiner schweren Krankheit überschattet, so dass eine politische Arbeit nahezu unmöglich war. 1957 kandidierte er nicht mehr für den Dritten Bundestag.