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Ernst von Hessen-Rheinfels | ||
| 1623-1693 | ||
| Landgraf von Hessen-Rheinfels | ||
| Zeitspanne | 1649-1658 | |
| Vorgänger | Mauritius | |
| Nachfolger | Assoziation mit Hessen-Rotenburg | |
| Landgraf von Hessen-Eschwege | ||
| Zeitspanne | 1655-1676 | |
| Vorgänger | Friedrich | |
| Nachfolger | Karel | |
| Landgraf von Hessen-Rheinfels-Rotenburg | ||
| Zeitspanne | 1658-1693 | |
| Vorgänger | Er selbst (als Landgraf von Hessen-Rheinfels) Ihr Mann (als Landgraf von Hessen-Rotenburg) | |
| Nachfolger | Willem | |
| Vater | Moritz von Hessen-Kassel | |
| Mutter | Juliana von Nassau-Dillenburg | |
Ernst von Hessen-Rheinfels-Rotenburg (Kassel, 8. Dezember1623 - Köln, 2. Mai1693) war Landgraf von 1649 bis 1658 Hessen-Rheinfels, von 1655 bis 1676 Landgraf von Hessen-Eschwege und von 1658 bis zu seinem Tod Landgraf von Hessen-Rheinfels-Rotenburg. Er gehörte zu den Haus Hessen-Kassel.
Lebenszyklus
Ernst war der sechste Sohn von Landgraaf Moritz von Hessen-Kassel und seine zweite Frau Juliana von Nassau-Dillenburg, Tochter des Grafen Johannes VII. von Nassau-Siegen.
Nach seinem Abschluss machte er einen große Tour durch Frankreich und Italien. Während der Dreißigjähriger Krieg er nahm an den Kriegszügen von Hessen-Kassel teil: im August 1645 kämpfte er in der Schlacht bei Alerheim und 1647 war er an der Rückeroberung der Landkreis Katzenelnbogen.
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde Ernst 1649 der Untergrafschaft Katzenelnbogen zugeteilt. Damit begründete er die Linie Hessen-Rheinfels. Die Hoheit über Hessen-Rheinfels behielt jedoch die Landgrafschaft Hessen-Kassel. In den folgenden Jahren wurde das Verhältnis zwischen den Linien Hessen-Kassel und Hessen-Rheinfels in verschiedenen Hausverträgen festgelegt, was regelmäßige politische und finanzielle Auseinandersetzungen zwischen den beiden Häusern nicht verhinderte. Als Wohnsitz wählte er die Rheinfels Burgbur in der Stadt St. Goar, die er zu einer imposanten Festung ausgebaut hatte. Er trug auch maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung des im Dreißigjährigen Krieges schwer getroffenen Hessen-Rheinfels bei.
Am 6. Januar 1652 wurde der konvertierte Calvinist Ernst erhob sich zum Katholizismus. Er gab sich als religiös toleranter Herrscher aus, hatte aber eine klare Meinung zu den religiösen Konflikten seiner Zeit. 1654 veranlasste er die Gründung katholischer Gemeinden in Sankt Goar, Nastätten und Langenschwalbach möglich.
Nach dem Tod seiner Brüder Friedrich 1655 und55 Ihr Mann 1658 erbte Ernst den Landgrafen Hessen-Eschwege bzw. der Landgraf Hessen-Rotenburg. Fortan ließ er sich Landgraf von Hessen-Rheinfels-Rotenburg nennen. 1676 überließ er Hessen-Eschwege seinem zweiten Sohn Karel.
Ernst starb im Mai 1693 im Alter von 69 Jahren. Er wurde auf dem Wallfahrtsfriedhof in . beigesetzt Bornhofen, während sein Herz im beigesetzt wurde Heilige Maria in der KupfergasseKölner Kirche.
Heirat und Nachkommen
Im Juni 1647 heiratete Ernst Maria Eleonora (1632-1689), Tochter des Grafen Philipp Reinhard I. van Solms-Lich. Sie hatten zwei Söhne:
- Willem (1648–1725), Landgraf von Hessen-Rheinfels-Rotenburg
- Karel (1649–1711), Landgraf von Hessen-Wanfried
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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