WikiDer > Landkreis Solms-Lich
Solms-Lich war einer der Oberrheinische Kreits gehörenden Landkreis innerhalb der Heiliges Römisches Reich.
778, in Licht eine Kirche gebaut. 1255 erben die Herren von Falkenstein Burg und Ort von den Herren von Hagen-Münzenberg. Nach ihrem Aussterben kommt Lich zu den Gräbern von Solms.
Die Gründung der Grafschaft im Jahr 1420
Danach Kreis Solms Am 28. Mai 1420 wurden Lich, Laubach und ein Teil von Münzenberg aus dem Erbe der Grafen von Falkenstein erweitert, die Brüder Bernhard II. und Jan V. van Solms beschlossen, den Besitz zu teilen. Die Teilung wird in einer Reihe von Verträgen (erster 17. Juni 1420, letzter 22. März 1436) festgelegt.
- Bernhard II. bekommt die Burgen Braunfels und Greifenstein, die Stadt Hungen und Wölfersheim. Das macht es Landkreis Solms-Braunfels gebildet.
- Jan V. bekommt Hohensolms, Laubach und Lich.
Somls-Lich bis zur Abspaltung von Solms-Laubach(1420-1548)
Durch die Heirat Jan V. mit Elisabeth van Kronberg-Rödelheim erbt deren Sohn Kuno 1461 Rödelheim, Anteile in Assenheim, Niederwöllstadt, Petterweil, Dreeichenhain, Niederursel, einen Anteil an der Burg Vilbel. Dadurch verlagerte sich der Schwerpunkt der Besitzungen in die südliche Wetterau, wo Rödelheim für längere Zeit Verwaltungssitz wurde.
1479 werden 1/4 des Amtes und die Stadt Butzbach aus dem Gut Eppstein-Königstein und 1479 das Amt Niederweisel von den Herren von Eppstein gekauft. 1494 werden die Untertanen von Gerichtsbarkeiten außerhalb der Grafschaft befreit. Der Anteil an der Burg Vilbel wurde 1503 an die Herren von Eppstein-Königstein abgetreten. 1507 werden Bergrechte erworben.
Auch die Grafen erweitern ihren Besitz mit Gütern über die Gegenwart hinaus Hessen. Insbesondere im Osten Deutschlands werden Flächen erworben. 1517 eröffnete der Kurfürst von die Aussicht auf die Herrschaft Pouch Sachsen verliehen, 1537 die Herrschaft Sonnenwalde in Niederlausitz kaufte und 1544 den Glory Pouch at Bitterfeld.
Nach dem Tod von Graf Philips 1544 teilen sich seine Söhne 1548 den Besitz:
- Reinhard I bekommt Lich und Hohensolms mit 5/48 von Münzenberg.
- Otto bekommt Laubach, Rödelheim, Assenheim, Sonnenwalde und Pouch. Damit ist es Landkreis Solms-Laubach gebildet.
Solms-Lich bis zur Wiedervereinigung mit Solms-Hohensolms (1548-1718)
Die Reformation wird 1562 im reduzierten Solms-Lich eingeführt. Nach dem Tod des Grafen Reinhard I. 1562 geht die Zersplitterung weiter, als sich 1579 drei seiner Söhne wieder teilen:
- Ernst I. erhält das Amt von Lich (ausgestorben 1718)
- Eberhard erhält das Amt Hohensolms (ausgestorben 1600)
- Hermann Adolf bekommt den Anteil am Büro Butzbach
Nach dem Tod von Eberhard van Hohensolms im Jahr 1600 wurde sein Territorium dem seines jüngeren Bruders in Butzbach hinzugefügt, der später den Namen Solms-Hohensolms annahm.
Der Dreißigjährige Krieg und Solms-Hohensolms
In dem Dreißigjähriger Krieg Graf Philips Reinhard I. von Solms-Hohensolms ist ein Berater der schwedischen Regierung. Die schwedischen Niederlagen wirken sich daher auf die Grafschaft aus. Am 30. Oktober 1628 soll das Amt Königsberg übernommen werden Hessen-Darmstadt abgetreten werden, wogegen Hessen auf seine Ansprüche an Hohensolms verzichtet. 1637 nahm der Kaiser sogar das Lehen Solms-Hohensolms zurück. In Artikel 4 Absatz 33 des Osnabrücker Friedensvertrages von 1648 wird der Besitz an die Familie zurückgegeben.

Die Wiedervereinigung der Ländereien von Solms-Lich
Nach dem Aussterben von Solms-Lich im Jahr 1718 werden alle Länder des Hauptzweiges Solms-Lich unter dem jüngsten Zweig Solms-Hohensolms vereint. Diese Grafen tragen heute den Titel Graf von Solms-Lich und Hohensolms.
Solms-Lich-Hohensolms nach 1718
Am 14. Juli 1792 wird der Graf zum Reichsfürsten erhoben.
Die wenigen linksrheinischen Besitzungen der Grafen wurden 1797/1801 von Frankreich annektiert Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 werden sie entschädigt: die Fürsten und Grafen von Solms für den Verlust der Herrschaften Rohrbach, Kratz-Scharfenstein und Hirschfeld und für ihre Ansprüche an die Abtei Arensburgen und das Amt Kleeberg: die Abteien Arensburg und Altenburg.
In Artikel 24 der Rheinanleihengesetz das Amt Hohensolm wird unter die Hoheit des Herzogs von Nassau-Usingen und der Prinz von Nassau-Weilburg und die anderen Besitzungen unter denen des Großherzogs von Hessen-Darmstadt: die Mediatisierung.
Am 31. Mai 1815 schließt das Herzogtum Nassau einen Vertrag mit der Königreich Preußen Abtretung des Hohensolmser Amtes an Preußen.
Eigentum
- Amt Hohensolms mit den Orten Hohensolms, Ahrdt, Altenkirchen, Altenstädten, Bellersdorf, Bermel, Blasbach, Erda, Mudersbach und Oberlemp
- Büro Lich mit den Orten Lich, Ober-Bessingen, Münster, Ettingshausen, Hattenrod und Södel
- Büro Nieder-Weisel (= 5/48 von Münzenberg) mit den Orten Nieder-Weisel, Oes, Hausen, Eberstadt und Ober-Hörgern
Regenten
| Regierung | Name | geboren | verstorben | Familie |
|---|---|---|---|---|
| 1409/32 | Jan V | 1457 | Sohn von Otto von Solms | |
| 1457-1477 | Kuno | 3-5-1477 | Sohn | |
| 1477-1544 | Philips | 1468 | 3-10-1544 | Sohn |
| 1544-1562 | Reinhard I | 12-10-1491 | 23-9-1562 | Sohn |
| 1562-1590 | Ernst I | 17-8-1527 | 17-8-1590 | Sohn |
| 1590-1596 | Reinhard II | 14-2-1562 | 4-9-1596 | Sohn |
| 1596-1602 | Georg Eberhard | 30-7-1563 | 2-2-1602 | Bruder |
| 1602-1619 | Ernst II | 30-7-1563 | 24-8-1619 | Bruder |
| 1619-1632 | Otto Sebastian | 24-10-1614 | 13-1-1632 | Sohn |
| 1632-1650 | Louis Christof | 6-10-1618 | 27-1-1650 | Bruder |
| 1650-1718 | Hermann Adolf Maurits | 12-9-1646 | 5-7-1718 | Sohn |
| 1718-1744 | Friedrich Wilhelm | 13-2-1682 | 17-1-1744 | aus Solms-Hohensolms |
| 1744-1803 | Karel Christian | 16-4-1725 | 22-3-1803 | Sohn |
| 1803-1806 | Charles Louis August | 7-4-1762 | 10-6-1807 | Sohn |