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Ferguut
Historisiert Initiale D: ein Ritter zu Fuß mit Schild und Schwert im einzig erhaltenen FerguutManuskript, Universitätsbibliothek Leiden, Ms. Brief 191-1 (um 1330)
'Fragment aus 'Ferguut'

Das Fragment beginnt in Zeile 3402.
Ferguut hat gerade eine Ladung zu Pferd bekommen
hingerichtet und die Hexe mit seiner Lanze erstochen,
aber es stört sie nicht.
Von einem Schlag seines Schwertes
auch nicht auf dem kopf.
Dann beißt die Hexe durch seine Rüstung
in seiner Schulter und Ferguut fällt vom Pferd:

Varie funkeln wieder,
Er sprang schnell wieder auf sein Pferd
Mit beiden Händen schlampig;
und schlug sie mit beiden Händen both
Metten swerde hallo ihr droech
hackte sie mit dem Schwert
Vanden buke die rechte Hand
vom Rumpf die rechte Hand weg
Datsi wurde wahnsinnig.
also ist es in den sand gefallen
Ferguut Warze Reh hart Bide
Ferguut hat sich damals sehr gefreut
Ende gab ihr eine Tötung mit nide,
und gab ihr einen wütenden Schlag
Dass hier auf den Kern reagiert hat
Also hat er sie an der richtigen Stelle getroffen
Und die sloech toten Zähne dürre.
und spalte ihren Kopf
Also machte Pantasale weiter.
So ist Pantasale tot geblieben
Ferguut von sinen orsse doe scoet
Ferguut ist dann vom Pferd gestiegen
Beende ihn auf Third Shire.
und sprang schnell zu Boden
Hallo sach vore ihm dieses torre tier
Vor sich sah er das liebe Schloss
Daer in diesem weißen Scilt.
Der weiße Schild hing darin
Diese schreckliche Schlange, dieser Griff,
Dieser schreckliche Drache, der ihn bewachte
Lache vor dem Turm und schlief.
lag vor der Burg und schlief en
Ferguut bis scilde rannte,
Ferguut ging auf den Schild zu
Hallo Namen und Höllen sere
Er drückte es fest an sich
Ende danke onsen hier
und dankte unserem Herrn
Dass er das Scilt erhalten hat.
Dass er den Schild erhalten hatte
Ane sinen neck hat sie ertragen.
Er hängte es sich um den Hals.

Das Ferguut alias Der Ritter mit dem weißen Schild ist ein mittelniederländischer nicht-historischer Artus-Roman, geschrieben in Mittelniederländisch Epos gewöhnlich gepaarte Reime Verse, vermutlich im dritten Viertel des 13. Jahrhundert. Das Ferguut ist eine Übersetzung/Anpassung des altfranzösischen Artusromans in Versen Fergus alias Le Chevalier au Biel Escu (ca. 1200?) ab Guillaume le Clerc, die aufgrund ihrer Sprache und kontinentalen Toponyme ("Namur" und "Dinant") mit ziemlicher Sicherheit aus den südlichen Niederlanden stammt (Wallonien), vermutlich aus dem Landkreis Namur/Namur oder so Fürstbistum Lüttich/Lüttich. Das Fergus eng verwandt mit Romanen von Chretien de Troyes: Erec und Enide, Cligés, Yvain ou le Chevalier au Lion, aber vor allem die Conte du Gral, besser bekannt als die Perceval, nach der Hauptfigur, und ist einer der Höhepunkte der Artusromane, die in Nachahmung und/oder als Reaktion auf die Romane des Schöpfers des Genres: Chrétien de Troyes geschrieben wurden.

Überlieferung

Das Mittelniederländisch Roman umfasst etwa 5600 Verse. Es ist einer der wenigen vollständig erhaltenen Artusromane. Etwa die Hälfte davon ist eine leicht abgekürzte Übersetzung des Altfranzösischen Roman de Fergus. Auffallend ist, dass der Übersetzer ab etwa Zeile 2590 viel entspannter mit seiner Quelle umgeht und die Übersetzung in eine freie Bearbeitung übergeht. Es wurde daher vorgeschlagen, den zweiten Teil der Ferguut wurde von jemand anderem als der erste Teil geschrieben. Die einzige Handschrift des Ferguut wird in der aufbewahrt Universitätsbibliothek Leiden, Frau. Ltk 191. Die Abkürzung ltk spart am Gesellschaft für niederländische Literatur deren Manuskripte in Leiden aufbewahrt werden.

Geschichte

Fergus oder Ferguut ist der Sohn eines Bauern, aber seine Mutter ist edel. Auf dem Land aufgewachsen, kennt er sich nicht mit Rittern und Abenteuern aus, bis er eines Tages einen Ritter trifft. Nach diesem Treffen will Ferguut nur noch Ritter werden. Er macht sich zunächst darüber lustig, indem er auf alle möglichen Arten patrouilliert, erhält dann aber etwas Training und beschließt, den Schwarzen Ritter zu besiegen. Inzwischen verliebt sich die schöne Galiëne in Ferguut, und sie versucht offen, ihn zu verführen. Ferguut weist dies jedoch zurück. Galiene schämt sich so sehr, dass sie flieht.

Ferguut besiegt den Schwarzen Ritter und erkennt erst dann seinen Fehler gegen Galien. Ferguut verliebt sich nun auch in sie und beschließt, sie zu suchen. Das hat wenig Erfolg und Ferguut wird immer entfremdeter und wilder. Schließlich trifft er auf einen Zwerg, der ihn „heilt“ und ihm einen neuen Auftrag gibt, nämlich die Suche nach dem weißen Schild. Dieses Suche hebt seinen Stern, und nach einem erfolgreichen Turnier gewinnt Ferguut seine Galiene und wird König eines großen Reiches.

Textfragment

Im nächsten Fragment offenbart Galiëne Ferguut ihre Liebe. Ferguut weist sie zurück, indem er sagt, dass er zuerst kämpfen muss (battaelgie). Er verspricht, wiederzukommen.

"Ay! Ihr Ritter, und Secges nehmen:
Ghi habe mein Herz, gi liegt falsch.
Ghi haben qualijc omm gesehen,
Dass du mich fliegen kannst.
Si es tuwen service lude ende silent.
Ghi kann deinen Willen mit mir machen.
Ic und wurde nemmer bide
Ohne dich zu jeder Zeit.
An Sie bin ich in größerer Anmerkung:
Ghi hat mein Leben und mein Leben."
Während er so sprac lächelt, Ferguut:
"Joncfrouwe, om ein anderer dinc ben ich ut,
Dann omm dusdane Saken, komm.
Habe eine Battaelgie genommen,
Dieser Eiskübel muss sich treffen.
Joncfrouwe, mein Glück,
Tote du Salic umgedreht..."

Externe Links

Literatur

  • Ferguut, herausgegeben mit Einleitung und Anmerkungen von E. Rombauts, N. de Paepe und M.J.M. de Haan, Den Haag, 1976 (1982²)
  • M.J.M. Hahn, Fergut. Ein Faksimile der einzigen erhaltenen mittelniederländischen Handschrift (Leiden, Universitätsbibliothek, Ms. Letterkunde 191), Leiden, 1974
  • William Cooper, Die Riddere metten Witten Scilde. Herkunft, Tradition und Urheberschaft der Mittelniederländer Fergut, gefolgt von einer diplomatischen Ausgabe [...], Amsterdam, 1989
  • Roel Zemel, Auf der Suche nach Galene. Über die alten Franzosen Fergus und die Mittelniederländer Ferguut. Teil 1, Amsterdam, 1991
  • Ferguut oder der Ritter mit dem weißen Schild (Übersetzung Willem Kuiper), Amsterdam, 2002. Griffioen, Niederländische Literatur vor 1850
  • Willem Kuiper (und Geert Claassens), 'Fergus'/'Ferguut', in Höfischer Roman in Vers und Prosa. Germania Litteraria Mediaevalis Francigena (GLMF) V. Herausgegeben von René Pérennec und Elisabeth Schmid. Editorial Nils Borgman, Berlin/New York, 2010, S. 311-329
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