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Frants Beyer
Frants Beyer
Frants Beyer, um 1900
Allgemeine Information
Vollständiger NameFrants Diecke Cappelen Beyer
GeborenBerge, Der 9. Mai1851
VerstorbenOslo, 10. November1918
StaatsangehörigkeitFlagge von Norwegen Norwegen
BerufRechtsanwalt, Schadenregulierer, Amateurkomponist
Bekannt ausKorrespondenz mit Edvard Grieg

Frants Beyer (Berge, Der 9. Mai1851Oslo, 10. November1918) war ein norwegisch Rechtsanwalt und Schadenregulierer bei Schiffsunfällen (allgemeiner Durchschnitt). Bekannt ist er jedoch hauptsächlich als Resonanzboden für Edvard Grieg.

Hintergrund

Frants Diecke Cappelen Beyer wurde in die Familie des Richters Morten Beyer (1822-1880) und Kirsten Christine Jeanette Cappelen (1827-1851) hineingeboren. Er ist nach seinem Großvater Frands, Großmutter Diecke und Mutter Cappelen benannt. Großvater Frands Dekke Beyer (1784-1849) war Chef und Namensgeber der ältesten norwegischen Buchhandlung F. Beyer (vorher gab es im selben Gebäude eine Holger Enevoldsen Buchhandlung, die Buchhandlung existiert noch 2015). Frants Beyer heiratete Anna Marie Smith ( Rufzeichen Maisen, 1852-1929). Er studierte von 1869 bis 1874 Rechtswissenschaften an der Universität Oslo (Universitetet i Kristiania). 1880 wurde er dann Schadenregulierer für Schiffsunfälle, war aber auch Leiter des Finanzamtes in Bergen. Auffallend ist, dass sich die beiden Bergener Beyer und Grieg im Oslo von 1871 (damals Christiania). Sie blieben Freunde fürs Leben, besonders als Beyer und Maisen nach ihrer Rückkehr nach Bergen zu Nachbarn wurden Troldhaugen, die Heimat von Edvard und Nina. Grieg hatte es schon am 16. Mai 1877 Organ gespielt von der Gamle Aker Kirke während der Hochzeit von Beyer und Smith. Umgekehrt sorgte Beyer dafür, dass die Streitigkeiten zwischen Edvard und Nina Grieg 1883 beigelegt wurden. Beyer und Grieg spazierten stundenlang durch die norwegische Natur, manchmal in Begleitung von Julius Röntgen, der niederländische Komponist. Julius nannte seine Söhne Edvard Frants Röntgen und Frants Edvard Röntgen zu diesen Treffen. Der umfangreiche Briefwechsel zwischen Beyer und Grieg sowie Röntgen ist im Staatsarchiv Norwegens aufbewahrt. Ebenfalls vorhanden sind einige Manuskripte mit Kompositionen von Grieg und anderen.

Von links nach rechts Röntgen, Beyer und Grieg um 1900

Musik

In seiner Kindheit erhielt Beyer Klavierunterricht und das Klavierspielen blieb eine seiner Leidenschaften. Sein musikalisches Engagement beschränkte sich nicht auf das Klavierspielen. So war er von 1902 bis 1913 Vorsitzender von Harmonien, dem Vorgänger der Bergener Philharmoniker, damals schon eines der besten Orchester Norwegens. Sie hatten nur einen Rivalen, das Orchester der Nationaltheater geführt von einem anderen Bergener Johan Halvorsen. Er hat auch ein bisschen komponiert. Von ihm sind etwa fünfundzwanzig Lieder bekannt, von denen 2015 noch bekannt sind:

  • Opus 1: Sex til danske og norske digte, einschließlich Opus 1.6: Drivdalen (1882)
  • opus 2; Sexlied (herausgegeben von Wilhelm Hansen)
  • opus 3: Fem sange (für Singstimme und Klavier) (Nocturne, Efter solnedgang, Efter solnedgang II, Folkevise und Sporgsmaal, erschienen bei Brodrene Hals
  • Opus 4: Feuergesang (det var ei nat, det var ei dag; Draugen;Ku-lokk; Raadlaus)
  • opus 5: Tre sange

Er war auch ein Sammler norwegischer Musik und war eine Quelle für Grieg bei der Lieferung seiner Nitten mürrischer Folkeviser (S. 66).