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Friedrich Flick (Ernsdorf (at Kreuztal), 10. Juli1883 - Konstanz, 20. Juli1972) war ein Deutsche Unternehmer, der Nürnberger Prozesse wurde verurteilt. Flick war einige Zeit der reichste Deutsche.
Friedrich Flick war bescheidener Herkunft. Nach dem Abitur begann er in der Stahlindustrie zu arbeiten und studierte Betriebswirtschaftslehre und Allgemeine Volkswirtschaftslehre an der Handelshogeschool in Köln. In dem Erster Weltkrieg Flick begann mit dem Aufbau seines Unternehmensimperiums.
In den Jahren zwanzig und der anfang der jahre dreißig durch Sponsoring baute er gute Kontakte zu verschiedenen politischen Parteien auf. Nach dem Aufstieg der NSDAP er konzentrierte sein Sponsoring auf diese Party und knüpfte gute Kontakte zu Hermann Göring auf. Durch diese Kontakte machte Flick gute Geschäfte: Er erhielt Aufträge im Rahmen der deutschen Aufrüstung und nutzte die Arisieren von jüdischen Firmen, die er zu einem geringen Preis übernehmen konnte. 1937 hatte die Flick-Gruppe 85.000 Mitarbeiter. Während des Zweiten Weltkriegs setzte Flick in großem Umfang Zwangsarbeiter ein: Zahlen sprechen von 50.000 Zwangsarbeitern, von denen mehr als 10.000 starben. Nach dem Krieg wurde Flick verhaftet und in Nürnberg vor Gericht gestellt. Er wurde in 1947 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, aber 1951 freigelassen.
Nach dem Krieg baute Flick erneut enormes Vermögen auf. 1955 besaß er bereits 100 Unternehmen und am Ende der Jahre sechzig Flick war der reichste Mann in West Deutschland. Bei seinem Tod 1972 hinterließ Flick eine Gruppe von 330 Unternehmen und 300.000 Mitarbeitern.
Kunstsammlung
Mit seinem Vermögen baute Friedrich Flick auch eine riesige Kunstsammlung auf. Diese wurde von seinem Enkel Friedrich-Christian geerbt und weiter ausgebaut und bildet die Kunstsammlung Friedrich-Christian Flick.