WikiDer > Gempe
Weiler in Belgien | |||
| Ort | |||
| Region | |||
| Provinz | |||
| Gemeinde | Tielt-Winge | ||
| Koordinaten | 50° 55′ N, 4° 51′ O | ||
Detailkarte | |||
Fotos | |||
| Gempe im Jahr 2000 | |||
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Gempe ist ein Weiler von Saint George Winge, Untergemeinde von Tielt-Winge (Flämisch-Brabant, Belgien).
Geschichte
Gempe entstand an der Kreuzung der alten Straßen zwischen Löwen, Diest und holen. Um diese Kreuzung herum, ungefähr auf halbem Weg zwischen Leuven und Diest und zwischen Zehner und Aarschot, entstand im Mittelalter ein pulsierendes Zentrum mit einem Gasthaus (die Taverne 'de Drie Heringe'), einer Brauerei, einer Wassermühle (heute Gempemolen genannt) und eine Schmiede. Etwas weiter in Richtung Leuven mussten die Reisenden einer sumpfigen Hohlstraße trotzen. Der Weiler war ein idealer Ort, um zu übernachten, die Pferde auszuruhen und die Ausrüstung reparieren zu lassen. Die Verbindungsstraßen im Spätmittelalter waren mit den heutigen nichts zu vergleichen.
Ritter Renier van Udekem, Herr von Kaufen und Lubbeek, gegründet in 1219 ein Norbertinerkloster in seinem Garten Pellenberg seine sieben Töchter darin unterzubringen. Das Kloster konnte dort nicht bleiben, weil nach den Regeln der Norbertiner zu nah an der Park-Abtei im Heverlee legen. Hendrik I, Herzog von Brabant schenkte der Klostergemeinschaft ein Grundstück mit der Wassermühle in Gempe und verhinderte so die Aufhebung des Klosters. So kam es dazu Kloster Gempe, die den schönen Namen "'s Hertogen Eiland" trug. Das Kloster befand sich ursprünglich irgendwo in Gempe selbst, wurde aber 1252 etwa 600 Meter nach Süden in das Tal des Molenbeek verlegt.
Das Portal „de Drie Heringe“ befand sich in der Nähe der Brücke des Molenbeek. Das Gebäude aus dem frühen 17. Jahrhundert war ein schöner Bau mit einem Stockwerk und zwei Stufengiebeln. Die symmetrische Fassade hatte neun Fenster mit weißen Steinkreuzrahmen und eine zentrale Bogentür. Im Anbau entstand ein niedrigerer Seitenbau von 1773 im gleichen Stil (noch vorhanden, siehe Foto). Auf der anderen Straßenseite, ebenfalls am Molenbeek entlang, befanden sich die Ställe und eine Scheune, die die Wassermühle vor dem Blick verbargen.
Gempe verdankt seinen heutigen Charakter dem Bau der Straße Leuven - Diest in den Jahren 1783-1785. Diese asphaltierte Straße führte direkt durch das Klostergelände, 500 Meter südlich des Weilers. Ein langer rechteckiger Teich in der Nähe des Klosters musste teilweise verlegt werden, wodurch er seine heutige V-Form erhielt. Das Kloster wurde zehn Jahre später von den Französische Revolution und wurde weitgehend abgerissen. Der Weiler wurde isoliert. Es verlor seine wirtschaftliche Bedeutung und wuchs danach nicht, ganz im Gegenteil. Es wurden kaum Häuser gebaut. Mehrere Häuser begannen zu verfallen. Das Gasthaus wurde in den Jahren nach 1945 nicht als Denkmal eingestuft, da das Dach in Eternit mit Wellblech gedeckt wurde. Das Heck begann gefährliche Risse zu zeigen. In den 1970er Jahren stürzte das Gebäude allmählich ein. Derzeit ist nur das Nebengebäude erhalten. Die Stallungen und Schuppen des Spannens stürzten Anfang der 1960er Jahre ein.
Zum Glück ist noch nicht alles verloren. Eine Reihe alter Häuser entlang des Oude Leuvensesteenweg und der Gempemolen wurden in den 1960er Jahren restauriert. De Gempemolen wurde 1991 von einer Brauerei gekauft und gründlich renoviert. Das Mühlenhaus ist heute eine Taverne. Gemeinsam legen sie Zeugnis von Gempes Vergangenheit ab.
Etymologie
Der Name 'Gempe' wäre von keltisch Herkunft und bedeutet „Zusammenfluss“. Vier große Ströme fließen zusammen: die Sassenbeek, der Molenbeek, der Wingebeek und der Crowwinkelbeek.
Geboren in Gempe
- Georgius Colvenerius (1564–1649), Theologe und Kanzler der Universität Douai