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Georg Solti
Georg Solti im Jahr 1975

Herr Georg Soltic (ursprünglicher Vorname György) (Budapest, 21. Oktober1912 - Antibes, 5. September1997) war ein ungarischDirigent und Pianist.

Werdegang

Solti studierte Klavier und Komposition bei berühmten Namen wie Ernő Dohnanyic, Zoltan Kodaly und Bela Bartok am Budapester Konservatorium. Sein erstes Konzert gab er im Alter von zwölf Jahren, zunächst als Assistenzdirigent an der Budapester Oper und dort Musikdirektor (1934 bis 1939). Bei der Salzburger Festspiele er hat geholfen Arturo Toscanin, ein Treffen, das Solti tief beeindruckte.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zog er in die Schweiz, wo er seine Karriere als Pianist wieder aufnahm. Nach dem Krieg nahm seine Karriere richtig Fahrt auf: 25 Jahre lang widmete er sich hauptsächlich dem Dirigieren Oper in München, Frankfurt am Main, London (Covent Garden) und Wien.

1969 wurde er Dirigent des Chicago Symphony Orchestra und begann seine zweite Karriere als Dirigent für symphonische Musik. Er arbeitete bis ins hohe Alter mit namhaften Orchestern, darunter dem Royal Concertgebouw Orchestra, in wunderschönen Produktionen. Besonders im spätromantischen, deutschen Repertoire brillierte er. Solti wurde auch für seine vielen Aufnahmen bekannt. Darunter insbesondere seine Aufnahme von WagnersDer Ring der Nibelungen mit dem Wiener Philharmoniker benennen.

Er ist der Rekordhalter für die meisten Won Grammys (siehe unten). Neben dem Gewinn von 30 Grammys für separate Plattenproduktionen erhielt er auch den Grammy Lifetime Achievement Award (1996) und den Grammy Trustees Award (1967). Neben diesen Grammys wurde Solti noch lange nach seinem Tod 74 Mal für weitere Auszeichnungen nominiert.

Unter Musikern war Solti bekannt für seine absolute Tonhöhe, technische Perfektion und seine risikolose Angewohnheit, Taktstöcke ins Orchester zu werfen und dabei leidenschaftlich zu dirigieren. Er starb 1997 im Alter von 84 Jahren während eines Urlaubs in Antibes.

Grammy Awards

Georg Solti hat nicht weniger als 31 Grammy Awards gewann den wichtigsten amerikanischen Musikpreis. Die Zahl von 31 Preisen ist ein Rekord. Er gewann alle Preise in den klassischen Kategorien.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über seine gewonnenen Grammys:

  • 1962: "Verdi: Aida" (Kategorie: Beste Opernaufnahme)
  • 1966: "Wagner: Die Walküre" (Beste Opernaufnahme)
  • 1972: "Mahler: Symphonie Nr. 8 Es-Dur (Symphonie der Tausend)" (Beste Choraufführung)
  • 1972: "Mahler: Symphony no. 7" (Beste klassische Aufführung - Orchester)
  • 1972: "Mahler: Symphony no. 8 In Es-Dur (Symphony Of A Thousand)" (Bestes klassisches Album)
  • 1974: "Berlioz: Symphonie Fantastique" (Beste klassische Aufführung - Orchester)
  • 1974: "Berlioz: Symphonie Fantastique" (Album des Jahres, Klassik)
  • 1975: "Beethoven: Symphonies (9) Complete" (Album des Jahres, Klassik)
  • 1976: "Strauss: Also Sprach Zarathustra" (Beste klassische Aufführung - Orchester)
  • 1977: "Verdi: Requiem" (Beste Choraufführung)
  • 1978: "Beethoven: Missa Solemnis" (Beste Choraufführung)
  • 1979: "Brahms: Ein deutsches Requiem" (Beste Choraufführung)
  • 1979: "Brahms: Symphonies (1-4)" (Beste klassische Orchesteraufnahme)
  • 1979: "Brahms: Symphonies (1-4)" (Bestes klassisches Album)
  • 1980: "Brückner: Symphonie Nr. 6 in A" (Beste klassische Orchesteraufnahme)
  • 1981: "Mahler: Symphony No. 2 in c-Moll" (Beste klassische Orchesteraufnahme)
  • 1981: "Mahler: Symphonie Nr. 2 in c-Moll" (Bestes klassisches Album)
  • 1982: "Berlioz: La Damnation de Faust" (Beste Choraufführung)
  • 1983: "Haydn: The Creation" (Beste Choraufführung)
  • 1983: "Mahler: Symphonie Nr. 9 in D" (Beste Orchesteraufnahme)
  • 1983: "Mahler: Symphony No. 9 in D" (Bestes Klassik-Album)
  • 1983: "Mozart: Le Nozze di Figaro" (Beste Opernaufnahme)
  • 1985: "Schönberg: Moses und Aron" (Beste Opernaufnahme)
  • 1986: "Liszt: A Faust Symphony" (Beste klassische Orchesteraufnahme)
  • 1987: "Beethoven: Symphonie Nr. 9 in d-Moll" (Beste Orchesteraufnahme)
  • 1988: "Bartók: Sonate for Two Pianos and Percussion" (Beste Kammermusikaufführung)
  • 1988: "Wagner: Lohengrin" (Beste Opernaufnahme)
  • 1991: "Bach: Messe in h-Moll" (Beste Aufführung eines Chorwerkes)
  • 1992: "R. Strauss: Die Frau ohne Schatten" (Beste Opernaufnahme)
  • 1997: "Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg" (Beste Opernaufnahme)

Literaturverzeichnis

  • Paul Robinson: Georg Soltic, Rüschlikon: Albert Müller, 1983. 316 p. ISBN 3-275-00786-6