WikiDer > Gerrit van Malsem
Gerrit van Malsem (1682-1733?) wurde 1711 als Maler im neu gegründeten Porzellanfabrik im Meißen, zusammen mit seinem Stiefvater Christoph Rühle, dem Manager. Zuvor arbeitete Van Malsem in einer Ziegelbäckerei in Dresden.
In der Porzellanmanufaktur, die auch von August der Starke eingerichtet worden war, gab es viele Probleme, vor allem bei der Auszahlung und beim Personalabgang. Nach dem Tod von Johann Friedrich Bottger (?) Van Malsum gab in Dresden auf. Gerrit van Malsem wurde 1720 als Pförtner im Amsterdam und heiratete Aagje Kleijn. Er etablierte sich als Maler (mit Laden?) in der Leidsestraat. Vielleicht war er derjenige, der die bemalten Fliesen und Tableaus aus der Fliesenfabrik geschaffen hat Alter Prinz, im Besitz von Cornelis van der Kloet und seiner Mutter, unterzeichnet mit (GVM) (J.D. van Dam).
Christoph Ruhlea (1669-17??), ein "Ziegelmacher", aus Brandenburg, heiratete 1696 in Amsterdam die Witwe von Bartholomeus van Malsem, Margrite Liegier aus Bremen. Sie lebten auf dem Anjeliersgracht, unweit der Fliesenfabrik de Alter Prinz, am Anfang der Anjeliersstraat. Unter der Leitung des damaligen Besitzers Willem van der Kloet exportierte die Fabrik um 1700 gigantische Tableaus, die für einen Palast in Lissabon. 1708 leitete er a Töpferbäckerei in Dresden. Bei der Produktion ging etwas schief und 20.000 Kacheln waren wegen der Glasur. Gleeson und Walcha geben fälschlicherweise an, dass er der Schwiegervater von Gerrit van Malsem war.
Sonstiges
Fliesen wurden auch aus den Niederlanden (Rotterdam und Harlingen) nach Russland (die Menschikow-Palast) und nach Deutschland (Brühl).
Im Jahr 1798 wurde ... eine außergewöhnlich große Gruppe aus blauen, lila und anderen Steinen mit bemalten Figuren, Geschichten, Landschaften, Blumen usw. sowie eine Gruppe aus zerstörten, weißen Steinen... aufgrund des Konkurses der renommierten Fabrik verkauft.
Quelle
- Dam, J. D. van (1999) Delft aus der Provinz. Keramik aus niederländischen Fliesenfabriken. In: Formen aus dem Feuer (166/167), S. 24, 35, 43.
- Gleeson, J. (1998) Das Arkanum. Die fantastische wahre Geschichte von der Erfindung des europäischen Porzellans, S. 70.
- Walcha, O. (1975) Meissner Porzellan, p. 20.
- Stahl, S. (1976) Deutsche Fliesen, p. 29