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Giuditta
Giuditta
Aufführung von Giuditta am Seefestspiele Mörbisch ab 2003
UrspracheDeutsche
KomponistFranz Lehar
LibrettoFritz Lohner und Paul Knepler.
Erster Auftritt20. Januar 1934
Ort der ErstaufführungWiener Staatsoper
Menschen
  • *Giuditta (Sopran)
  • Offizier Octavio (Tenor)
  • Anita, Fischermädchen (Soubrette)
  • Pierrino, Gemüsehändler, Liebhaber von Anita (Tenor)
  • Manuele Biffi, Ehemann von Giuditta (Bass)
  • Leutnant Antonio, Freund von Octavio (Bass)
Portal  Portalsymbol  Klassische Musik

Giuditta ist eine "musikalische Komödie" in fünf Szenen von Franz Lehar. Es Libretto von Fritz Lohner und Paul Knepler. Es war das letzte Operette die Lehár komponierte, und auch sein Werk, das der Klassik am ähnlichsten war Oper.

Die Uraufführung fand am 20. Januar 1934 im Wiener Staatsoper im Wien, angeführt von Clemens Krauss. Die Hauptrollen wurden gesungen von Jarmila Novotna als Giuditta und Richard Tauber als Octavio.

Die Uraufführung der französischsprachigen Fassung war am 17. Mai 1935 im Müntschouwburg von Brüssel, in Anwesenheit des Komponisten. Der Dirigent war Maurice Bastin, aber Lehár selbst dirigierte den symphonischen Teil der vierten Szene.[1] Der französische Text ist von André Mauprey (1881-1939).[2]

Geschichte

Die Handlung spielt in Süditalien und dem von Italien besetzten Libyen in den 1930er Jahren.

Giuditta ist eine Frau von feurigem Temperament, die mit der viel älteren Manuele verheiratet ist und sich in ihrer Ehe langweilt. Als sich der junge Offizier Octavio in sie verliebt, verlässt Giuditta ihren Mann und folgt Octavio nach Libyen. Sie verlangt, dass er alles für sie tut, aber als Soldat muss er sie zurücklassen, als er zum Marschbefehl kommt. Giuditta arbeitet dann als Tänzerin in einem Nachtclub in Tripolis und wirft sich allen möglichen Männern in die Arme. Als Octavio schließlich von seinem Militärdienst zurückkehrt, findet er Giuditta im Nachtzimmer vor, die sich jedoch nicht mehr für ihn interessiert. In letzterem Akt arbeitet Octavio als Barpianist in einem Hotel. Zufällig trifft Giuditta dort ein, begleitet von einem weiteren reichen Liebhaber. Ihre Leidenschaft für Octavio flammt wieder auf, doch der verbitterte Octavio will nichts mehr von ihr.