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Glen Wilson | ||||
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Glen Wilson (GreenvilleIllinois, 1952) ist ein niederländischer Cembalist und Dirigent amerikanischer Abstammung.
Lebenszyklus
Wilson begann sein Musikstudium an der Juilliard-Schule im New York. Anschließend ging er in die Niederlande, wo er von 1971 bis 1975 bei Gustav Leonhardt. 1975 wurde er Cembalist der Niederländisches Kammerorchester. 1980 wurde er Zweiter Preis beim Internationalen Cembalo-Wettbewerb im Rahmen der Festival Musica Antiqua im Brügge und auch Zweiter Preis für Basso continuo.
1982 begann er seine Lehrtätigkeit an der Utrechter Konservatorium und widmete sich auch ganz der Lehrtätigkeit in Meisterkursen und einer Karriere als Solist oder als Interpret in Kammermusikensembles. 1988 wurde er Lehrer an der ältesten Musikhochschule Deutschlands, der von Würzburg und zog nach Bayern.
Wilson hat in mehr als dreißig Ländern Konzerte auf Cembalo, Pianoforte, Clavicord und Orgel gegeben. Er trat zusammen mit auf: Gustav Leonhardt, Emma Kirkby, René JacobsAlice Harnoncourt, Max van Egmond, Wieland Kuijken, Michael Chance, mit der niederländischen Gambistin Mieneke van der Velden und mit dem Geiger François Fernandez. Er war Mitglied des Quadro Hotteterre und Gründer des Amsterdam Fortepiano Trios, zusammen mit Lucy van Dael und Wouter Möller. 1989 und 1992 war er Jurymitglied beim Internationalen Cembalowettbewerb in Brügge.
Für den Dutch World Service produzierte er „Excursions in Early Music“, 65 Programme, die in den USA, Kanada und Australien ausgestrahlt wurden. Als Continuospieler wirkte er an Projekten des Leonhardt Consort mit, Concentus Musiker Wien, La Petite Bande und der Concertgebouw-Orchester Amsterdam. Biene Die niederländische Oper spielte und assistierte 20 Jahre Cembalo Nicolaus Harnoncourt in Mozarts Zyklusda PonteOpern.
Dirigent
Wilson gab 1990 sein Dirigierdebüt an der Niederländischen Oper mit Monteverdis Il Ritorno di Ulisse in Patria. Er trat damit zahlreiche Male in Amsterdam, New York, Los Angeles und Sydney auf
Er dirigierte (uraufgeführt 2003 in Würzburg) die Incoronazione di Poppea. 2008-2009 dirigierte er dieselbe Oper für die Nederlandse Opera Akademie.
Diskographie
Wilson hat eine große Anzahl von Aufnahmen vorzuweisen, wie zum Beispiel:
- von J. S. Bachs Wohltemperiertes Klavier und die Goldberg-Variationen
- Zusammen mit niederländischen Kollegen die komplette Tastaturarbeit von Jan Pieterszoon Sweelinck,
- die 'Préludes non mesurés' von Louis Couperin,
- 24 Teile von Louis Couperin,
- Werke für Cembalo von Dietrich Buxtehude,
- die kompletten Werke von Gaspard le Roux für Cembalo (mit Naoko Akutagawa),
- die vollen Fantasien von Giles Farnaby,
- Cembalowerk von Jan Pieterszoon Sweelinck und Andrea Gabrielic,
- Elias Nikolaus Ammerbach: Cembalowerke aus dem Tabulaturbuch
- die deutschen Lieder von Joseph Martin Kraus (am Pianoforte),
- das Opus 5 von Arcangelo Corelli,(zusammen mit Francois Fernandez),
- die vollen Fantasien von William Byrd,
- 3 CDs zusammen mit Mieneke van der Velden).
Er tritt auch als Continuospieler auf vielen Orchesteraufnahmen auf.
Veröffentlichungen
- Die Kunst der Fuge: eine revisionistische Sichtweise
- ...l'autre Couperin defpunt...
- Merulas "Sonata Cromatica": ein Fall von Fehlzuschreibungen?