WikiDer > Kreis Wied
Grafschaft Wied | |||||
| Teil von dem Heiliges Römisches Reich | |||||
| |||||
| Karte | |||||
| Allgemeine Daten | |||||
| Hauptstadt | Neuwied | ||||
Gras war einer der Niederrhein-Westfalen Kreits gehörenden Landkreis innerhalb der Heiliges Römisches Reich.
Die Grafschaft Wied unter den Häusern Wied und Isenburg
Vor 1129 gründete Graf Meffried die Burg (Alt-)Wied nördlich von Koblenz. 1244 starb die Dynastie mit dem Grafen Lotharius aus. Seine Schwestern sind mit Graf Bruno van Isenburg bzw. Graf Gotfried van Eppstein verheiratet. Bis 1331 regieren die Familien Isenburg und Eppstein gemeinsam die Grafschaft.
1331 erbt die Gemahlin des Grafen Willem I. van Isenburg-Wied, geboren aus Virneburg, eine halbe Grafschaft Wied. Dadurch wird die Grafschaft Wied unter Wilhelm I. wiedervereinigt. Seitdem nennt er sich Graf von Wied. Diese Grafen von Wied aus dem Hause Isenburg starben 1462 mit Graf Willem II. Durch die Heirat von Anastasia van Wied (Tochter Jans II.) mit Dirk IV Runkel die Grafschaft kommt in diese Familie.
Die Grafschaft Wied unter dem Hause Runkel bis 1698
Durch seine Heirat mit Margartha van Meurs von 1493 bis 1500 und von 1510 bis 1519 war Willem van Wied auch Graf von MeursNach dem Tod des Grafen Jan IV. kommt es unter seinen Nachkommen zu einem Erbstreit. Daraus ergibt sich eine Teilung 1581/95:
- Die Obergrafschaft Wied und die Herrschaft Runkel mit der Residenz Dierdorf für Willem IV. (einschließlich Puderbach und Urbach)
- Die Untergrafschaft Wied mit Wied und als Residenz Altwied für Hermann I. (einschließlich der Herrschaft Grenzhausen, der Pfarre Rückeroth mit Dreifelden, Braunsberg und der Pfarre Alsbach).
1596 geht die Herrschaft über Vilmar an das Kurfürstentum Trier und 1599 Gmünden an Leiningen-Westerburg verloren Da Willem IV. keine Nachkommen hat, kommt Wied-Runkel 1612 an Hermann II., der bei seinem Bruder Jan Willem lebte seit 1591. Wied-Wied regierte. Herman II. überlässt daraufhin seinem Bruder Wied-Wied und beschränkt sich auf Wied-Runkel.Die Situation wiederholt sich 1638 nach dem Tod von Philips Lodewijk van Wied-Wied mehr oder weniger.
Nun kommt Wied-Wied zu Maurits Christiaan und dann 1653 zu Johan Ernst, den beiden Brüdern von Frederik van Wied-Runkel Inzwischen wurde Schloss Neuwied 1648 erbaut und die Filiale nach diesem Schloss benannt. 1649 verkauft Wied-Runkel Obertiefenbach an Nassau-Hadamar. 1664 wird ein Viertel der Grafschaft Isenburg von Isenburg-Grenzau mit Rechten in Meudt unter der Majestät des Kurfürstentums Trier erworben.
Die Situation wurde deutlich, als Lodewijk Frederik van Wied-Neuwied 1693 sein Erbe an seinen Onkel Frederik van Wied-Runkel abtrat, so dass von 1693 bis 1698 alle Besitztümer Wieds wieder vereint waren.
Unkraut nach 1698
1698, nach dem Tod des Grafen Frederik, wird die Teilung erneut durchgeführt. Da sein ältester Sohn Georg Herman Reinhard bereits 1690 starb, ist der neue Graf von Wied-Runkel ein Enkel von ihm und der neue Graf von Wied-Neuwied ein Sohn.
- Wied-Runkel erhält den Oberkreis Wied, den Ortsteil Isenburg, Mayscheid und die Trierer Herrschaft Meudt.
- Wied-Neuwied bekommt den Unterkreis sowie Grenzhausen und Rückeroth.
Durch die Heirat von Graf Johan Lodewijk Adolf van Wied-Runkel mit Christiane Louise van Oostfriesland erbt deren Sohn Christiaan Lodewijk die Kreis Kriechingen mit Saarwellingen und Püttlingen in Lothringen. Daraus entstand 1765 ein Sitz am Ufer der Wetteraugrafen im Reichstag. 1766 muss Püttlingen als Lehen von Nassau-Saarbrücken anerkannt werden, danach wird es 1778 an Nassau-Saarbrücken verkauft.
1775 erwarb Wied-Runkel Obertiefenbach von Nassau-Hadamar. Am 30. März 1790 wurde zwischen Wied-Neuwied ein Erbvertrag in Sayn-Hachenburg geschlossen. Die Schwester des letzten Grafen war mit dem Fürsten von Wied-Neuwied verheiratet. Nach dem Aussterben der Grafen von Sayn-Hachenburg 1799 wurde die Bann Maxsayn mit den Dörfern Zurbach, Freijlingen und Wölferlingen auf Wied-Neuwied übertragen.
Am 30.6.1784 wurden die Grafen von Wied-Neuwied und 1791 die von Wied-Runkel in den Fürstenstand erhoben.
Die Grafschaft Kriechingen geht 1797 verloren, als Frankreich die linksrheinischen Gebiete annektiert.
In dem Reichsdeputationshauptschluss von 25. Februar1803 in Absatz 21 heißt es, dass der Fürst zu Wied-Runkel wegen des Verlustes der Grafschaft Kriechingen die Ämter Neuerburg und Altwied des Kurfürstentum Köln und der Keller Villmar des Kurfürstlichen Dendom Trier.
In dem Rheinanleihengesetz von 12. Juli1806 wird in Artikel 24 der rechtsrheinische Teil der Herrschaft Runkel Lahn unter der Souveränität der Großherzogtum Berg stellen. Im gleichen Artikel werden dem Herzog von Nassau-Usingen und dem Fürsten von Nassau-Weilburg unterstellt: die Ämter Dierdorf, Altwied und Neuerburg, der dem Fürsten von Wied gehörende Teil der Grafschaft Nieder-Isenburg -Runkel, der Landkreis Wied-Neuwied und es am linken Ufer des Main befindet sich Teil der Runkel-Herrschaft.
1813 wurde der im Großherzogtum Berg liegende Teil von Wied-Runkel provisorisch Oranje-Nassau zugeteilt. Wilhelm I. tritt dieses Gebiet in einem Vertrag mit Preußen vom 31.5.1815 ab, woraufhin Preußen es wieder an das Herzogtum Nassau abtritt.
Es Wiener Kongress im 1815 den größten Teil der Unteren Grafschaft Wied (mit Ausnahme des Amtes Grenzhausen) in die Königreich Preußen. Innerhalb Preußens hatte die Familie Wied-Neuwied dann das Stadtamt Wied und das Amt Heddesdorf, die Familie Wied-Runkel die Ämter Dierdorf, Altenwied und Neuerburg. Herzogtum Nassau.
Regenten von Wied bis zur Teilung von 1581
| Regierung | Name | geboren | verstorben | Familie |
|---|---|---|---|---|
| 1340-1383 | Wilhelm II | für 1324 | 17-7-1383 | aus Isenburg |
| 1376-1411 | Gerlach | vor 1369 | 5-11-1411 | Sohn |
| 1411-1462 | Wilhelm II | vor 1411 | 22-10-1462 | Sohn |
| 1415-1454 | Jan I | vor 1415 | 5-11-1454 | Bruder |
| 1454/62-1487 | Friedrich IV | 31-8-1487 | van Runkel, Enkel | |
| 1487-1505/26 | Wilhelm III | ungefähr 1475 | 1519/26 | Sohn |
| 1487-1533 | Jan III | vor 1485 | 18-5-1533 | Bruder |
| 1533-1535 | Philipp | nach 1505 | 1-6-1535 | Sohn |
| 1535/42-1581 | Jan IV | nach 1505 | 15-6-1581 | Bruder |
Regenten von Wied-Runkel (1581–1806)
| Regierung | Name | geboren | verstorben | Familie |
|---|---|---|---|---|
| 1581/95-1612 | Wilhelm IV | 1560 | 13-9-1612 | Sohn von Johannes IV |
| 1613-1631 | Hermann II | ca. 1580 | 13-10-1631 | siehe Wied-Neuwied |
| 1633-1638 | Friedrich | 16-11-1618 | 3-5-1698 | Sohn |
| 1638-1653 | Maurits Christian | 10-1-1620 | 25-1-1653 | Bruder |
| 1653-1664 | Johan Ernst | 1643 | 2-8-1664 | Bruder |
| 1664-1693 | Louis Friedrich | 1-4-1656 | 1-11-1709 | Sohn |
| 1693-1698 | Friedrich | 16-11-1618 | 3-5-1698 | siehe 1633-1638 |
| 1698-1699 | Johan Frederick William | 30-3-1680 | 30-3-1699 | Enkel |
| 1699-1706 | Maximilian Hendrik | 1-5-1681 | 19-12-1706 | Bruder |
| 1706-1762 | Johan Lodewijk Adolf | 30-5-1705 | 18-5-1762 | Sohn |
| 1762-1791 | Christian Louis | 2-5-1732 | 31-10-1791 | Sohn |
| 1791-1806 | Charles Louis | 29-9-1763 | 9-3-1824 | Sohn |
Regenten von Wied-Neuwied (1581–1806)
| Regierung | Name | geboren | verstorben | Familie |
|---|---|---|---|---|
| 1581-1591 | Hermann I | ca. 1550 | 10-12-1591 | Sohn von Johannes IV |
| 1591-1613 | Hermann II | ca. 1580 | 13-10-1631 | Sohn |
| 1591-1633 | Jan Willem | ca. 1580 | 2-6-1633 | Bruder |
| 1633-1638 | Philipp Ludwig II | ca. 1606 | 6-10-1638 | Sohn |
| 1638-1698 | Friedrich | 16-11-1618 | 3-5-1698 | Sohn von Hermann II |
| 1698-1737 | Friedrich Wilhelm | 15-11-1684 | 17-9-1737 | Sohn |
| 1737-1791 | Johan Frederik | 18-11-1706 | 7-8-1791 | Sohn |
| 1791-1802 | Friedrich Karel | 25-12-1741 | 1-3-1809 | Sohn |
| 1802-1806 | Johan August Karel | 26-5-1779 | 21-4-1836 | Sohn |