WikiDer > Hans Krenning

Hans Krenning

Johannes Cornelis (Hans) Krenning (Amsterdam, 1. Oktober1895 - Dort, 20. Mai1975) war ein NiederländischPolizist.

Am 1. August 1916 fungierte er als überzählig bei der Amsterdamer Polizei angestellt und acht Monate später zum Inspektor zweiter Klasse ernannt, woraufhin er im November 1919 zum Inspektor erster Klasse befördert wurde.

Um 1921 trat Krenning in die „Zentrale Kontrolle“ und sechs Jahre später in die Kriminalpolizei ein. Er hat auch viele Jahre damit verbracht, Offiziere und Unteroffiziere auszubilden und in seiner Freizeit auch zu unterrichten. 1930 erschien ein von ihm verfasstes Lehrbuch über die Strafprozessordnung. 1936 wurde er zum Chief Inspector und Chief of the Administrative Investigation Department befördert. Im Sommer 1938 wie Chief Inspector M.O.F. van der Heul wurde zum Polizeikommissar befördert und kurz darauf übernahm Kommissar Krenning die Leitung des Obduktionsbüros Stadhouderskade.

Im Juli 1940, also wenige Monate nach Beginn der Besetzung der Niederlande durch Nazi Deutschland, war er eng an den Vorbereitungen zur Gründung der Nationalsozialistische Bewegung (NSB) angeschlossene Organisation rechts vorne. Diese Organisation erhielt drei Abteilungen: Justiz (A), Polizei (B) und eine Abteilung für freie Berufe wie Rechtsanwälte und Notare (C). Krenning wurde in der B-Abteilung tätig und wurde später auch Chefredakteur (Chefredakteur) des zweiwöchentlich erscheinenden Magazins Die rechte Front. Die Gründer verließen den NSB-Führer A. A. Mussert die Wahl des Vorstands, für den Mussert entschieden hat, Mr. H. M. Frucht, Richter am Amtsgericht in Alkmaarzum Leiter ernannt werden. Mitte 1940 wurde es Beamtenverbot (Verbot der Mitgliedschaft von Regierungsangestellten unter anderem im NSB) wurde aufgehoben, woraufhin Krenning im November desselben Jahres Mitglied des NSB wurde. Obwohl er nicht wirklich in das Parteileben involviert war, gelang es Tulp später, ihn zu überreden, Mitglied der Niederländische SS und außerdem wurde er Führer des SS-Polizei-Standards.

Ende Januar 1941 wurde Kommissar E.C.J. Stahl von Chief Commissioner H. J. Versteeg zum Chef der um diese Zeit in Amsterdam aufgestellten Ordnungspolizei ernannt, in Erwartung der kommenden Staatspolizei. Einen Monat später ist die Februar-Streik Platz und kurz darauf wurde Versteeg durch den ehemaligenKNILOffizier und NSB-Mitglied S. Tulpe. Höherer SS- und PolizeiführerHA. rauter Staal machte der schlechten Polizei in Amsterdam Vorwürfe und versuchte, Chief Commissioner Tulp davon zu überzeugen, Staal zu entlassen und Krenning dort zu ernennen. Tulp ließ sich nicht überreden, ernannte Krenning aber zum zweiten Mann des Ordens: Polizeichef im Rang eines Majors. Krenning, der sich mit Tulp gut verstand und bald alle möglichen Angelegenheiten mit ihm regeln konnte, schaffte es, einige deutschfreundliche Inspektoren vorzustellen. Staal hatte es immer schwerer mit der Verantwortung, die sich aus seiner Position ergab, etwa durch die Verhaftung von dreihundert jungen Menschen jüdisch Zivilisten am 11. Juni 1941 während des zweiten Majors Überfall in Amsterdam. Staal wurde Ende Oktober entlassen, woraufhin Krenning ihm als Kommandeur der Ordnungspolizei im Rang eines Vorgesetzten mit Chief Inspector L.C.J. Kruyne folgte ihm als Chef des Polizeistabs. Darüber hinaus wurde Krenning in das von Tulp Ende des Jahres gegründete „Kabinett des Oberkommissars“ aufgenommen. Dazu gehörte auch Kommissar C. Bakker die, nach K. H. Broekhoff war im Juli 1941 von Rauter entlassen worden, war neuer kommissarischer Hauptkommissar.

Anfang Oktober 1942 erkrankte Chief Commissioner Tulp schwer, woraufhin Bakker seine Position übernahm. Das blieb so, nachdem Tulp einige Wochen später verstarb. Nach der Einäscherung, Bürgermeister E. J. Stimme forderte Rauter auf, Krenning zum neuen Chief Commissioner zu ernennen. Rauter wollte nach einiger Zeit nicht über Krenning hinausgehen, anstatt Bakker mit der Vertretung des Postens des Chief Constable zu betrauen; eine Ernennung, die am 18. Januar 1943 wirksam wurde. Anfang Februar gab es in Amsterdam gleichzeitig eine Aktion zur Inhaftierung jüdischer Bürger und zur Inhaftierung junger Männer men Arbeitseinsatz. Diese kombinierte Aktion wurde vorzeitig abgebrochen, als sich herausstellte, dass Krenning völlig zusammengebrochen war. Eine ärztliche Untersuchung ergab, dass er überfordert war und in den nächsten Monaten krankgeschrieben werden musste. Einige Zeit später wurde er aus gesundheitlichen Gründen entlassen.

Am 1. März 1943 wurde die Verordnung über Polizeiorganisationen in dem die Organisation der Polizei in den Niederlanden drastisch überarbeitet wurde. Viele Polizeiorganisationen wurden in die eher militärisch geprägte Staatspolizei eingegliedert. In acht Großstädten unterstand diese Staatspolizei einem Polizeipräsidenten und der Rest der Niederlande unterstand fünf Polizeiregionen mit jeweils einem regionalen Polizeipräsidenten. Bei dieser Gelegenheit, Generalstaatsanwalt J. Feitsma amtierender Polizeipräsident in Amsterdam.

Im Juli 1943 erzählte der entlassene Krenning einem ehemaligen Kollegen von dem Vorfall im Februar, er sei durch die Überarbeitung und die großen Enttäuschungen, insbesondere was das Vorgehen der "Kameraden" (NSB-Mitglieder) anging, völlig desillusioniert. Zu dieser Zeit kündigte er auch seine Mitgliedschaft im NSB.

Nach dem Krieg wurde Krenning zu drei Jahren Internierung verurteilt. Er starb 1975 im Alter von 79 Jahren.

Siehe auch

Vorgänger:
C. Bakker (wnd)
Chefkommissar Amsterdam
1943 (w.d.)
Nachfolger:
J. Feitsma (wnd)