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Henricus Lambertus Franciscus (Henk) Saeijs (Sanga-Sanga Dalam, 25. August1935 - Roosendaal, 17. November2016) war ein Biologe, der Chefingenieur-Direktor von Rijkswaterstaat Seeland (HID).
Lebenszyklus
Saeijs überlebte vier Jahre in japanischen Gefangenenlagern in Niederländisch-Ostindieneinschließlich der "Hölle von Halmaheira". Nach dem Krieg kam er mit der Neu-Amsterdam zurück in die Niederlande. Er studierte tropische Landwirtschaft in Deventer und ging im Alter von einundzwanzig für Sumatra eine Kautschukplantage zu betreiben. Nach der Verstaatlichung des Unternehmens 1958 kehrte er in die Niederlande zurück, wo er sein Biologiestudium an der Universität Utrecht.
Nach mehrjähriger Tätigkeit als Lehrer wurde er einer der ersten Biologen an der Delta-Service von Rijkswaterstaat, wo er der Umweltforschung Gestalt und Substanz verleiht. Sein Hauptbeitrag ist es, es salzig zu halten Grevelingenmeer nach der Schließung der Nordsee. Beim Delta Service stieg er zum Leiter der Abteilung Umweltforschung auf. Als Biologe unter Wasserbauingenieuren legte er den Grundstein für eine Umstellung auf integriertes Wassermanagement. Am 1. April 1982 wechselte er in die Abteilung Wasserverwaltung des Verwaltungsrates von Rijkswaterstaat. Im selben Jahr promovierte er mit einer Arbeit zum Thema "Ästuare im Wandel".[1].
Saeijs war Teil des nationalen Krisenstabs als Reaktion auf die Tschernobyl Katastrophe und spielte eine wichtige Rolle im Aktionsplan Rhein zur Bekämpfung der Verschmutzung des Rheins.[2]
Nach einer kurzen Übergangsphase bei der Nordseedirektion wurde Saeijs zu HID in Zeeland. Dort war er unter anderem dafür verantwortlich, die Entpolderdiskussion anzuheizen.[3] 1995 wurde er an die Erasmus-Universität Rotterdam berufen Professor nach besonderer Ernennung mit dem Lehrstuhl „Wasserqualitätspolitik und Nachhaltigkeit“. Im Jahr 2000 wurde er benannt Offizier im Orden von Oranien-Nassau. Nach seiner Pensionierung bündelte er seine Erkenntnisse in der Aufsatzsammlung 'Weg van water' (Turning the Tide, 2006)[4]. Seine von Leo Santbergen verfasste Biografie wurde 2015 unter dem Titel „Henk Saeijs, Stormloper in a delta“ veröffentlicht.[5].
Verweise
- ↑Henk L. F. Saeijs, Changing Estuaries, A Review and New Strategy for Management and Design in Coastal Engineering, 1981, Rijkswaterstaat Communications, Middelburg, 1982/Nr. 32
- ↑Stan de Jong, Voskuil, Neelie Kroes: Wie ein Mädchen aus Rotterdam zur mächtigsten Frau Europas wurde, Nieuw Amsterdam, 2011
- ↑Der Direktor von Rijkswaterstaat Zeeland versucht, die Angst vor dem Plan zur Wiederherstellung der Westerschelde zu dämpfen "Deiche werden beim Entpoldern verlegt, nicht durchbohrt", de Volkskrant, 20. März 1996
- ↑H.L.F. Saeijs, Weg van Water, Essays on water and water management, Delft, VSSD Verlag, 2006
- ↑L. Santbergen, Henk Saeijs, Stormloper in a delta, Delft, Eburon Publishers, 2015