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Henk Sijthoff
Gebäude des Sijthoff Pers im Plaspoelpolder in Rijswijk (bis ca. 2008)

Hendrik Albert Henri ("Henk") Sijthoff (Den Haag, 9. Januar1915Rotterdam, 10. Dezember2000) war ein NiederländischHerausgeber.

Jugend und Studium

Sijthoff stammte aus einer Verlagsfamilie. Sein Urgroßvater A. W. Sijthoff (1829-1913) gründete 1851 einen Verlag und gründete mehrere Zeitungen. Sein ältester Sohn Albert Sijthoff (1853-1927) war Gründer und Direktor der Haagsche Courant und später Vorstandsvorsitzender von A.W. Sijthoffs Uitgeversmaatschappij und die beiden anderen Söhne wurden auch Direktoren einer neu gegründeten Lokalzeitung; Cornelis Sijthoff (1858-1929) an der Rotterdamsch Nieuwsblad und George Henri Sijthoff (1861? - 1917) an der Leidsch Dagblad. Um 1925 übergab Albert die Leitung des Haagschen Courant an seine Söhne A.W. Sijthoff Jr. (1883-1965) und Henri Sijthoff (1887-1927; Vater von Henk Sijthoff).

Als Henk Sijthoff zwölf Jahre alt war, starb sein Vater und die Firmenanteile gingen in die Hände seines Onkels über. Nach dem Abitur setzte er sein Studium im Ausland fort. Er besuchte den Verlagslehrgang an der Meisterschule für Verleger in Leipzig. Danach arbeitete er in einer Gießmaschinenfabrik in BernSie hat Praktika bei der Nachrichtenagentur gemacht Reuters im Berlin und arbeitete für Zeitungen als Praktikantin und angehende Reporterin in Paris und Lausanne. Zurück in Die Niederlande an der 1878 von seinem Urgroßvater gegründeten Rotterdamsch Nieuwsblad lernte er das Zeitungswesen weiter und landete schließlich bei der Zeitung seines Onkels, dem Haagsche Courant. Danach arbeitete er außerhalb des Familienunternehmens.

Herausgeber

Im Mai 1941 M. H. Binger, Direktor der Täglicher Börsenkurs, und später im selben Jahr kaufte Sijthoff diese Zeitung von den (jüdischen) Erben von Binger für die damals hohe Summe von sechzigtausend Gulden. Im September 1943 musste er auf Zwang der deutschen Besatzer diese Börsenzeitung mit der Amsterdamsch Effectenblad davon S.G. Appeldoorn (1880-1968) war der Chefredakteur. Aus der Fusionszeitung Die Financial Times Mit dem Untertitel "dazu gehörte der Daily Beurscourant und der Amsterdamsch Effectenblad" wurde Sijthoff der Regisseur und Appeldoorn der Chefredakteur. Nach dem Krieg entwickelte sich die Zeitung 2008 mit einer Auflage von 65.000 Exemplaren zu einem führenden Magazin für die Finanzbranche.

Weiterer Lebenslauf

Die später entstehende Wegener-Verlagsgruppe kaufte die Zeitungen des Sijthoff-Konzerns in Den Haag, der im Besitz seiner beiden Cousins, den Söhnen des Bruders seines verstorbenen Vaters, war, so dass Henk Sijthoff am Ende als einziger das Geschäft weiterführte Familientradition des Verlagswesens. Ende der 1970er Jahre verließ er das Unternehmen. Sein Sohn ist der Unternehmer Bob Sijthoff.