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Hofstede Helwijk
Helwijk
Fassade des Hauses (1999)
Anerkennung
DenkmalstatusNationaldenkmal
Denkmalnummer15887
Portal  Portalsymbol  Bauingenieurwesen und Bauwesen

Helwijk (oder Hellewijk) war ursprünglich der Name eines Gehöfts, entwickelte sich später zu klein Landhaus, aus dem 17. Jahrhundert im Polder Oude Heijningse. Der Weiler Helwijk das sich im Laufe der Zeit auf dem nahe gelegenen Helsedijk entwickelte, hat seinen Namen von diesem Komplex. In einem Dokument wird zum Beispiel auf ein „Gehöft“ Bezug genommen, das traditionell als Hellewijk bezeichnet wird.[1]

Das Haus war im Besitz verschiedener Regentenfamilien aus Brabant und Holland, die es in den Sommermonaten nutzten. Die Bürgermeisterfamilie von Dordrecht Van den Santheuvel die Tatsache, dass es einen Großteil des 18. Jahrhunderts als Landsitz einnahm, spielte eine große Rolle in der Ortsgeschichte, unter anderem durch die Initiative zur großflächigen Landgewinnung. Daran erinnert die Benennung des Sabina Henrika Polders (nach Sabina Henrika van den Santheuvel 1731-1805) und unseres Wissens auch die Benennung des Anthoniegorzen (nach Sabina Henrika van den Santheuvel 1731-1805). Anthony van den Santheuvel (1733-1793), Bürgermeister von Dordrecht, siehe auch Das Patrizierhaus Dordts). Auch der Name von Sabina Henrika van den Santheuvel lebt in der Fort Sabina Henrica und die Sabina-Kreuzung.

Basierend auf architekturhistorischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass das heutige Haus um 1650 datiert wurde.[2] Die älteste bekannte Darstellung der Anlage von 1723 (hier abgebildet) zeigt ebenfalls ein Gebäude mit deutlichen Merkmalen des 17. Jahrhunderts (Kreuzfenster, Fensterbögen).

Vermessungskarte des Polders von West Heijningen, Hersteller Adr. van den Enden, 1723 (RAW015000001)

Die Grundform und Anordnung der Fenster (und die Lage des Obergeschosses) sind noch im heutigen Gebäude zu finden. Das Hauptgebäude ist im Grunde noch gleich, die Baumasse lässt sich um 1650 datieren. Ein Unterschied zur heutigen Situation besteht jedoch darin, dass das Dachgeschoss im Laufe der Jahrhunderte abgeschnitten wurde. Neben dem Haupthaus zeigt das Bild auch eine große Scheune (hinter dem Gebäude) und ein kleineres Haus an der Seite. Diese kleinere Wohnung war möglicherweise für den Bauer gedacht. Ein weiteres markantes Element ist ein mehrseitiges Gebäude, das sich in der Zeichnung an der Vorderseite des Haupthauses befindet. In der jüngsten architektonischen Untersuchung wurde angenommen, dass dies ein Taubenschlag es ist jedoch wahrscheinlicher, dass dies ein 'Spielhaus' Bedenken (auch genannt Tee-Kuppel). Eine notarielle Urkunde vom 11. Dezember 1716 erwähnt bereits ein Schauspielhaus.

Karte von 1772 des ehemaligen Parks auf dem Landgut

Eine Karte von 1772 im Auftrag des Besitzers Anthonij van den Santheuvel gibt einen guten Überblick über das weitläufige Alleen- und Wäldchensystem des ehemaligen Landsitzes. Es ist sogar von einem kleinen Sternenwald die Rede. Auch die noch bestehende Allee zum Helsedijk ist gut zu erkennen. Der Parkwald verschwand im Laufe des 19. Jahrhunderts.

Karten aus dem 18. Jahrhundert zeigen, dass die große Scheune hinter dem Haupthaus 1783 noch existiert, aber 1789 vollständig verschwand. Stattdessen a Kutschenhaus die noch weitgehend unverändert vorhanden ist. Es scheint, dass der ehemalige Landsitz ab diesem Zeitpunkt (vorübergehend) seine landwirtschaftliche Funktion verloren hat.

1817 verkaufte die Familie Van den Santheuvel (dh Maarte Heereman aus Schiedam, verheiratet mit Antonia Helena Morella van den Santheuvel) das Landgut Helwijk an die wohlhabende lokale Bauernfamilie Maris. Die Urkunde spricht vom Verkauf eines 'schönen Landhauses namens Hellewijk, das sehr gelegen für Jagd und Fischerei ist'. Dazu gehören 'sein Gärtnerhaus, Remise, Stallung für fünf Pferde und weitere Tischlereien'. Es ist die Rede von 'Gärten, Wäldern, Wegen, Plantagen, Aussaat und Weide in der Größe von 36 gemessenen'. Vor dem Verkauf findet eine Versteigerung des Hausrats statt. Dank der notariellen Aufnahme entsteht so ein detailliertes Bild des Inventars.

Ansichtsseite Helsedijk mit ehemaliger Remise (links) und Haupthaus (rechts)

Unter der Bauernfamilie Maris erhielt Helwijk seine landwirtschaftliche Funktion zurück, Ende des 19. Jahrhunderts wurde an der Seite des Haupthauses eine große Scheune errichtet. Auch die vielen von Bäumen gesäumten Alleen ("drifts") und der Wald werden abgeholzt. Mit der Scheune und dem Abholzen der Kanäle verliert Helwijk das Aussehen eines Landsitzes. Die Bäume verschwinden auch entlang der langen Auffahrt zum Helsedijk. Durch den Bau der Nationalstraße 1970 wird die alte Zufahrt auf der anderen Seite, zum Kraaiendijk, unterbrochen. Ende des 20. Jahrhunderts setzte der Niedergang immer mehr ein. Nach 2015 wird eine groß angelegte Restaurierung stattfinden, bei der der Hof und das Haus wieder in altem Glanz erstrahlen.

Siehe die Kategorie Helsedijk 65, Heijningen von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.