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Hugo van Lobbes

Hugo van Lobbes (geboren ca. 975 - Lobbes, 5. Dezember 1053) war Abt von Lobbes (1033-1053) Über ihn ist kaum mehr bekannt, als dass er der Autor einer Reihe sein soll Hagiographien von Heiligen, die mit einem wichtigen Hausheiligen der Abtei Lobbes verbündet sind, Amalberga von Maubeuge.

Hugo wurde bereits von seinen Zeitgenossen für sein literarisches Talent gelobt und gilt als Hüter der von Abt . begründeten hagiographischen Tradition Heriger von Lobbes eingeführt worden war.[1] Hugo hatte auch einen Briefwechsel mit seinem Lehrer über theologische Themen. Es ist ein Brief von etwa 990-999 erhalten geblieben, in dem sie die Interpretationsunterschiede zwischen der Zeitberechnungsmethode von Dionysius Exiguus und Beda Venerabilis.[2]

Arbeiten

Hugo van Lobbes ist Co-Autor eines hagiographischen Zyklus, in dem die Abstammung mehrerer Heiliger aus der Merowingerzeit dem Heiligen zugeschrieben wird Amalberga von Maubeuge und der legendäre Kriegsherr Herzog Witger von Lothringen. Die Figur Witger entpuppt sich jedoch als fiktiv und dient nur als literarische Ankerfigur im Zyklus. Dieser Charakter wurde von der Lebensgeschichte einer historischen Figur aus dem 10. Wigerik von Lothringen.[3] Auf diese Weise fünf Brabanter Heilige, die mit der Familie der Amalberga von Maubeuge verbunden sind, die aber in Wirklichkeit überhaupt nicht verwandt sind: Reinildis von Saintes, Pharaldis von Gent, Emebert von Cambrai, Gudula aus Brüssel und Ermelindis. Auch der Heilige Berlindis van Meerbeke ist mit Witger verbunden, indem sie ihren Vater Odelard als untergeordneten Heerführer des Herzogs vorstellt. Einige Verwandtschaften bestehen in den neuesten Lebensläufen des Zyklus nicht fort: Die Heiligen Pharaildis und Ermelindis (deren eigene Lebensläufe sich tatsächlich als unvereinbar mit der Abstammung von Amalberga van Maubeuge herausstellen) werden beispielsweise bereits von Hugo van Lobbes selbst aus der Familie weggelassen in dem Vita S. Reinildis und der Vita S. Berlindis.

Aufgrund eigenwilliger Besonderheiten und stilometrischer Analysen lassen sich Hugo van Lobbes drei Vitae aus dem Zyklus zuordnen: Vita S. Amalbergae viduae, Vita S. Reinildis und Vita S. Berlendis.[4] An der Konstruktion des Zyklus scheint jedoch ein zweiter Autor beteiligt zu sein, nämlich Onulfus von Hautmont, dass die Vita S. Gudilae aktiv gewesen wäre. Der Direktor des Zyklus kann ein Bischof sein Gerhard I. von Cambrai (†1051).

Die vermutlich älteste Vita aus dem Zyklus, die Vita S. Amalbergae viduae, wurde bereits vor 1054 bei einer Interpolation des Gesta episcoporum Cameracensium, die Gesta der Bischöfe von Cambrai, aufgezeichnet um 1024/1025.[5] Weiter in der Vita wurde Bischof Abebertus (ca. 630) dann mit dem Heiligen identifiziert Emertus, der legendäre Sohn von Amalberga von Maubeuge. Der Gestaschreiber aus dem 11.

Textausgaben

Literatur

  • Van der Essen, L., 'Etude critique et littéraire sur les vitae des saints Mérovingiens', Recueil de travaux publiées par les membres des conferences d'histoire et de philologie 17 (Leuven 1907) 296-311.
  • Van Droogenbroeck, F. J., 'Pfalzgraf Wigerik van Lorraine, Inspirationsquelle für den legendären Grafen Witger in der Vita Gudilae', Eigene Reinigung und De Brabander 93 (2010) 113-136.
  • Van Droogenbroeck, F. J., 'Hugo van Lobbes (1033-1053), Autor der Vita Amalbergae viduae, Vita S. Reinildis und Vita S. Berlendis', Eigene Reinigung und De Brabander 94 (2011) 649-684.
  • Van Droogenbroeck, F. J., 'Kritische Untersuchung der Interaktionen zwischen der Vita S. Gudilae und dem Gesta Episcoporum Cameracensium.', Eigene Reinigung und De Brabander 95 (2012) 311-346.