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Ignazio Silone
Ignazio Silone

Ignazio Silone (Pescina dei Marsic, Abruzzen, 1. Mai 1900 - Genf, 22. August 1978) war ein Italienisch Schriftsteller und Politiker. Silone war ein Pseudonym von Secondo Tranquilli.

Leben und Arbeiten

Silone war schon früh politisch aktiv und organisierte Landarbeiterstreiks in seiner Heimatregion. Er wurde Mitglied der sozialistische Partei und schloss sich 1921 dem Flügel an, der sich im Kommunistische Partei Italiens. Dort spielte er bald eine herausragende Rolle und wurde unter anderem als dessen Vertreter in der Komintern. Zwischen 1927 und 1929 hielt er sich wiederholt als solcher in der Sovietunion und nahm an Sitzungen teil, in denen unter anderem Trotzki und Bucharin wurden hart verurteilt. Die Zunahme von Dogmatismus und Bürokratie veranlasste ihn 1927, von seinen Ämtern zurückzutreten. Dies führte zu seiner Ablehnung des Ansatzes von Stalin und schließlich 1930 zum Bruch mit der kommunistischen Partei. Er ist in ein Depression, ließ sich in Genf nieder und begann eine Karriere als Schriftsteller. Fontamara (1933) war sein erster Roman, ein Buch über die Kaffee - ausgebeutete Bauern - im Abruzzen.

Museo di Silone, in Pescina

Silones erste Werke, darunter sein gefeiertes Debüt Fontamara (1930), durften in der faschistisch Italien von Mussolini unveröffentlicht und zuerst erschienen im Deutsch, Biene schweizerisch Verlage. Erst 1952 erschien in Italien sein erstes Buch mit "Una maciata di more" (niederländisch: "Eine Handvoll Brombeeren").

Zentrale Themen in Silones Werk sind einerseits die uralte Unterdrückung des süditalienischen Bauern, andererseits der Kampf des Einzelnen gegen politische Maschinen, gleich welcher Partei oder Organisation. Sein bekanntester Roman ist "Vino e pane" (1937, niederländisch: "Brot und Wein"). Der Protagonist dieses Romans, ein von der Polizei gesuchter Revolutionär, kehrt in sein Dorf zurück, wo er als Priester lebt. So kommt er in engen Kontakt mit den Menschen, schwört Marxismus wandelt sich gelegentlich in einen Revolutionär um Christentum. Silone nannte sich auch "ein Christ ohne Kirche".

Silone kehrte 1944 nach Italien zurück und leitete unter anderem die sozialistischen Zeitungen "Avanti!" und "Pace Presente". In dieser Funktion verfasste er viele Essays über Politik und Kultur. Ab den 1950er Jahren nahm er eine zunehmend pro-amerikanische Haltung ein. Als 1967 bekannt wurde, dass "Avanti!" wurde kofinanziert von der C.I.A, zog er sich aus der Zeitung zurück. Nach schwerer Krankheit starb er 1978 in einem Genfer Krankenhaus.

Literaturverzeichnis

  • Fontamara (1930)
  • Un viaggio a Parigic (1934)
  • Scheibe und Wein (1936)
  • Il seme sotto la neve (1941)
  • Una manciata di more (1952)
  • Il Segreto di Luca (1956)
  • La volpe e le camelie (1960)
  • L'avventura di un povero cristiano (1968)
  • Severina (1971)

Literatur und Quellen

  • A. Bachrach et al.: Enzyklopädie der Weltliteratur, Bussum, 1980
  • Leck, Elizabeth: Die Neuerfindung von Ignazio Silone. Toronto 2003.
  • Biocca, Dario: Ignazio Silone. La doppia vita di un italiano. Mailland 2005.

Externe Links

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