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Eiskeile in Sprengisandur (Island)

EIN Eiskeil oder Frostkeil ist ein Riss im Boden, der sich bilden kann, wenn der Untergrund längere Zeit gefriert, z Dauerfrost.

Boden funktioniert immer; das heißt: Böden sind ständig in Bewegung, unter anderem durch Wassersättigung, Austrocknung, Plattentektonik und Grundwasserströmungen. Wenn das Substrat längere Zeit gefriert, wird es sehr trocken. Das sieht ein bisschen aus wie eine ausgetrocknete Pfütze. Das kleinste Sedimente werden ins Wasser getragen und wenn das gesamte Wasser getrocknet ist, bildet sich eine dünne Sedimentplatte, die bei ausreichender Trockenheit schließlich reißt. Die gleiche Art von Rissen tritt im Untergrund auf, der gefriert.

Ein Eiskeil in einer Ausgrabung von zeitgenössischem Permafrost

Wenn die Frostperiode länger dauert, wird der Riss größer und tiefer. Ein so großer Riss in der Bodenoberfläche wird als Eiskeil bezeichnet. Denn Eiskeile füllen sich mit der Zeit mit Treibsand Sie sind bei einer Ausgrabung leicht zu finden und zu erkennen, weil der Sand in ihnen eine andere Farbe hat und sie ein schönes Bild von der Geologie des Untergrunds geben.

Eiskeile sind auch die Grundlage für die Erstellung von pingos.

Wenn der Eiskeil ausreichend tief in den Boden hineinwächst, erreicht er eine Tiefe, in der das Grundwasser flüssig ist. Der Grundwasserdruck bewirkt, dass das Grundwasser durchbricht und den Boden des Eiskeils füllt. Dort friert es ein. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Prozess: Das Wasser gefriert und dehnt sich aus. Der Eiskeil wird größer. Der Widerstand gegen den Grundwasserdruck ist wieder geringer und das Grundwasser bricht durch. Der Eiskeil füllt sich wieder. Das Wasser gefriert und so weiter. Es entsteht eine Eislinse, die (wie ein Eiskeil) so lange nachwächst, wie die Frostperiode dauert.