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Jan Geldrius (oder aus Geldere), (Ruiselede, erstes Viertel des 16. Jahrhunderts - Brügge um 1583), war auch Philologe zu Brügge ein bekannter Latinist und Hellinist. Jan Frans Foppens erwähnte ihn 1739 in seinem Bibliotheca Belgica.
Leben und Arbeiten
Geldrius führte te Brügge ein Lateinschule wo er selbst klassische Sprachen unterrichtete (fachkundiger Schulmeister der Latein spraecke). Unter anderen Victor Ghiselin und Jacob Reyvaert waren seine Schüler. Nach der protestantischen Machtergreifung vom 26. März 1578 wurde er Stadtrat und Ratsherr. Er war an der Inventarisierung des geistigen Eigentums beteiligt und kann somit als Initiator der öffentlichen Büchersammlung angesehen werden, mit der der Bau der neuen städtischen öffentliche Bibliothek wurde im gestartet Heilig-Blut-Kapelle.
Geldrius stand in Kontakt mit dem Brüggeer Drucker und Graveur Hubertus Goltzius (1536 - 1583) und schrieb unter anderem in Julius Caesar sive Historiae Imperatorum Caesarumque Romanorum, herausgegeben von Goltzius 1563, das Epigramm 'ad Romam' unter der Referenz joan. Gelrii Russellani Flandric. In diesem Epigramm finden sich nicht nur Hinweise auf Goltzius, sondern auch auf Marcus Laurijns, Herr der Wasservliet.
Verweise
- M. BRAET, Jan Geldrius aus Ruiselede, bekannter Philologe und Schulmeister in Brügge um 1563 15, in: Oud Ruysselede, 23 (2006), S. 159.
- A. DEWITTE, Victor Ghiselin von Zandvoorde, in: Biekorf, 78 (1978), S. 214.
- N. GEIRNAERT, Eine Initiative des calvinistischen Stadtrates in Brügge: die öffentliche Bibliothek 1578 - 1584, in: D. Van der Bauwhede und Marc Goethinck, Brügge im Geuzentijd. Beiträge zur Geschichte der Reformation in Brügge und in der Brügge Frei im 16. Jahrhundert, Brügge, 1982, S. 48-49.
- A. VAN DER MEERSCH, Gelder (Jean van), in: Biography Nationale, Teil 7, Brüssel, 1880 - 1883, Spalte. 559.