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Jan Herman Insinger

Jan Herman Insinger (Amsterdam, 12. Mai1854 - Kairo, 27. Oktober1918) war ein Niederländisch Kaufmann zu Ägypten, archäologischer Sammler und Fotograf.

Biografie

Insinger war Mitglied der Patrizierfamilieinsänger[1] und ein Sohn von Mitglied des ParlamentsHermann Albrecht Insinger (1827-1911) und Johanna Jacoba Wilhelmina Insinger (1830-1868). Er heiratete am 5. Juli 1892 in Kairo die Libanesin Mariam Mansour Hanna (1865-1941), mit der er vier Kinder hatte. Eine seiner Töchter heiratete Prof. Dr. Paul Richard Hartmann (1881), Professor für klassische Sprachen an der Göttingen, sein Sohn war Stadtrat von Bärn.

Wegen Tuberkulose reiste Insinger 1879 nach Ägypten ab; er war dort Kaufmann und Mitglied der Firma Herman Insinger & Co. Anfangs lebte er auf seinem Boot Meerjungfrau, mit dem er auch den Nil entwässert. Im Winter war er wegen des Klimas oft in Oberägypten. In Luxor ließ er ein Haus mit dem Namen Palmenburg bauen, eine Variation von Pijnenburg, das Haus und das Anwesen, in dem er aufgewachsen ist.[2] Er lebte hier ab 1888.

Insinger interessierte sich seit seiner Ankunft in Ägypten für Antiquitäten. Er verbrachte viel Zeit auf seinem Boot auf dem Nil und kannte daher die archäologischen Stätten in Ägypten und in Nubien besser als viele andere Europäer in Ägypten. Seine Fotos sind wichtige Dokumentationen für Denkmäler und Funde. So durfte er beispielsweise in Kairo fotografieren, während er eine große Anzahl königlicher Mumien aus der Gütesiegel von Deir el-Bahari auspackte; seine Fotos sind das einzige Set neben den offiziellen Fotos. Insinger pflegte gute Kontakte zum ägyptischen Antikendienst. Er sammelte und kaufte viele ägyptische Antiquitäten, die er weiterverkaufte oder schenkte Königliches Museum für Antiquitäten zu Führen; wichtige Ergänzungen zur ägyptischen Sammlung des Museums. Einer seiner wichtigsten Erwerbe für das Museum stammte von einem französischen Antiquitätenhändler demotisch Papyrus; dieser Papyrus ist jetzt als der . bekannt Papyrus Insinger.[3] Zu den Spenden gehörten auch viele Fotos von Landschaften, Mumien und Denkmälern. Vor allem mit Regisseur Willem Pleytea er pflegte guten Kontakt. Er scheint keine Antiquitäten für andere Museen als das RMO erworben zu haben; er kann als Wohltäter des Museums gezählt werden.

Insinger lernte viele Europäer kennen, die wie er aus gesundheitlichen Gründen oder aus Interesse an Antiquitäten längere oder kürzere Aufenthalte in Ägypten verbrachten. Darunter waren: Gaston Maspero, Emile Brugsch (Ägyptischer Archäologischer Dienst), Charles Wilbour und Archibald Sayce. In Nubien erhielt er den Spitznamen Abu Shanabi, "Vater des Schnurrbarts".

Insinger starb 1918 und wurde in Baarn beigesetzt, wo die Grabdenkmal Insinger wurde gegründet.