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Jan Mommaert

Jan Mommaert war der Name zweier Drucker aus dem 17. Brüssel, Vater (fl. 1585-1627) und Sohn (fl. 1646–1669). Zwischen diesen Zeiten wurde die Druckerei von Martine van Straeten unter dem Namen Widow van Jan Mommaert geführt.

Jan (I) Mommaert

Mommaert der Ältere begann seine Druckerei 1585. Die erste bekannte Veröffentlichung von ihm waren die Bedingungen der Übergabe der Stadt an Alexander Farnese: Artikel und Bedingungen des Vertrags, der zwischen dem Prinzen von Parma und der Stadt Brüssel vereinbart und geschlossen wurde. Sie machen Schluss mit dem Brüssel republik.

1594 druckte er einen kurzen, aber reich illustrierten Bericht über die glücklicher eintritt in Brüssel vom neuen Generalgouverneur, Erzherzog Ernst von Österreich: Descriptio et explicatio pegmatum, arcuum et spectaculorum, quae Bruxellae Brabantiae pridie calendas Febi anno MDXCIIII Exhibitiona fuere, sub ingressum serenissimi principis Ernesti (siehe Google Bücher).

Sein Zeichen war einfach Die Druckerei und war in der Stoofstraat hinter dem Rathaus von Brüssel. Ein Großteil seiner Arbeit bestand darin, Stadtvorschriften zu drucken.

Sein Druckerzeichen war ein vermummter Falke mit dem Motto Post tenebras spero lucem (Nach der Dunkelheit hoffe ich auf Licht).

Witwe von Jan Mommaert

Nach dem Tod von Jan Mommaert, vermutlich 1627, übernahm Martine van Straeten den Familienbetrieb unter dem Namen Witwe van Jan Mommaert. 1631 kollidierte sie mit den Behörden, weil sie ohne Erlaubnis päpstliche Bullen veröffentlichte. Am 16. September 1631 wurde ihr die Gnade zuteil.[1]

1635 druckte sie die Nachrichtenbroschüre Nieuwe Tydinghen aus verschiedenen Teilen Europas, in Brüssel angekommen vom 18. bis 23. Juli 1635, die eine Episode einer ansonsten unbekannten Zeitung sein kann.

Jan (II) Mommaert

Jan Mommaert der Jüngere (1611–1669) war nicht nur Drucker, sondern auch Dichter. Er produzierte unter dem Titel Die Brabanter Nachtigallen (Erstausgabe 1650). Seine anderen Gedichte sind Stichtelyck und der Amusementlyck-Prozess (1658) und Den Christelycken dagh (1658).

Er wohnte in der Magistrat von Brüssel 1654, 1660 und 1666.

Veröffentlichungen

Jan (I) Mommaert

  • 1585: Artikel und Bedingungen des Vertrags, der zwischen dem Prinzen von Parma und der Stadt Brüssel vereinbart und geschlossen wurde
  • 1594: Descriptio et explicatio pegmatum, arcuum et spectaculorum, quae Bruxellae Brabantiae pridie calendas Febi anno MDXCIIII Exhibitiona Fure, sub ingressum serenissimi principis Ernesti, Dei gratia archiducis Austriae (siehe Google Bücher)
  • 1594: Maximilien de Vignacourt, Serenissimi Ernesti adventum gratulatur Belgicae Maxaemyliani V
  • 1596: Relation de ce que s'est exhibé en la ville de Bruxelles à l'entree du serenissime Prinz Albert, Archiduc d'Austrice
  • 1597: Jean Scohier, L'estat et comportement des armes
  • 1599: Philipp Numan, Panegyricus in adventum Alberti et Isabellae in civitate Bruxellensem
  • 1600: Mateo Alemann, Primera parte de la vida del picaro Guzman de Alfarache
  • 1600: Staaten von Brabant, Anweisung ghemaeckt von Mylords Staeten van Brabandt, die Jagd auf die Welckermänner wird alle Herren aller Kamine zählen count
  • 1614: Andrés de Soto, Das Leben des Heyligen Joseph, des Bräutigams unserer Lieben Frauen, übersetzt von Franciscus Vanden Broecke

Witwe von Jan Mommaert

  • 1629: Jean-Sohier, L'estat et comportement des armes (mit einem Lobsonett von Jan Mommaert II)
  • 1630: Juste Damant, Manniere universelle de Fortifier
  • 1635: Nieuwe Tydinghen aus verschiedenen Teilen Europas, in Brüssel angekommen vom 18. bis 23. Juli 1635 (siehe Google Bücher)
  • 1636: Eberhard Wassenberg, Scharfsinnige Neep-Poets (mit einem Loblied von Jan Mommaert dem Jüngeren)

Jan (II) Mommaert

Quellen und Hinweise

  1. Alphonse Wauters, "Mommaert (Jean)", Biografie Nationale de Belgique, voll. fünfzehn (Brüssel, 1899), 88–91