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Jan van Montagu

Johannes von Montagu (Königreich Frankreich Mitte 14. Jahrhundert – Azincourt, 25. Oktober1415) war mal Bischof von Chartres (1389-1406), Erzbischof von Sens (1406-1415) und Kanzler von Frankreich (1405-1409).

Lebenszyklus

Jan van Montagu war der zweite Sohn von Gerard van Montagu (gestorben 1380), einer Dienerin und Ratgeberin des Königs. Karel V und Karel VI von Frankreich und von Biette Cassinel (gestorben 1394). Lange glaubte man, Biette Cassinel sei die Geliebte Karls V., aber neuere historische Arbeiten halten dies für unmöglich.[1]

Jan machte Karriere beim französischen Staat sowie in der römischen Kirche. So war Jan Berater im Parlament von Paris, Vorsitzender des Rechnungshof (1398), Kanzler der Grafschaft Alencon und Kanzler von Frankreich (1405). Im Dienste der römischen Kirche war er erster Schatzmeister der Diözese Beauvais, dann Dienstmädchen bei Gegenpapst Clemens VII im Avignon, Kanon in Chartres und Bischof von Chartres (1391). Schließlich wurde er zum Erzbischof von befördert Sens (1406). 1409 nahm Jan an der Konzil von Pisa zu Westliches Schisma stoppen.

Jans Brüder waren beide wichtige Persönlichkeiten in Paris. Gerhard von Montagu war Bischof von Paris und Namensgeber Johannes von Montagu (Jan II) war Sekretär von König Karl V. und Ratgeber und Schatzmeister von König Karl VI. Die Macht von Bruder Jan II war so groß, dass Johannes ohne AngstHerzog von Burgund, ließ ihn in Paris foltern und enthaupten (1409). Es war der Kampf zwischen den Bourguignons und der Armagnacs in dem Hundertjähriger Krieg.

Es wurde auch für Jan van Montagu, Erzbischof von Sens, unsicher. Er floh aus Sens, verfolgt von Soldaten der Bourguignons. Jan suchte Schutz beim mächtigen Anführer der Armagnacs und Großgrundbesitzer, Karl von Orleans. Über Erzbischof Jan wurde geschrieben, dass er eher einen Helm trug als einen Gehrung und eher eine Rüstung als eine Messgewand.[2] Schließlich wurde Jan Offizier in der Armee von Karl von Orléans. Er zog gegen die Engländer in den Krieg, die während des Hundertjährigen Krieges große Teile Frankreichs besetzten. Jan kämpfte erbittert in der Schlacht von Azincourt (1415); er war der einzige Prälat auf dem Schlachtfeld. Die Engländer gewannen, und der Erzbischof überlebte die Schlacht ebenso wenig wie sein Vetter Karl von Montagu, Sohn des hingerichteten Johann II. von Montagu; auch der Kapitän Karl von Orléans wurde getötet.

Der Leichnam des toten Erzbischofs mit den zahlreichen Wunden wurde in der Kathedrale von Sens. Außerdem wurde sein Motto geschrieben: Überwinde oder stirb.