WikiDer > John Stol

John Stol
John Stoll im Jahr 1909.

John Stol (Amsterdam, 19. April1885 - Dort, 26. Juli1973) war ein NiederländischRadfahrer.

Biografie

John Stoll war ein Bahnradfahrer und ging als erster Niederländer in die Geschichte ein, der ein sechstägiges Event gewann. Das war in 1907 in dem Sechs Tage New York, sein Partner war der damals berühmte deutsche Sechstagekönig Walter Rutt. Drei Jahre zuvor war er zusammen mit dem Belgier bereits Zweiter bei diesem Sechstagerennen Arthur Vanderstuyft.

Stol erhielt den Spitznamen Der fliegende Amsterdammer.

Stol fuhr insgesamt 19 Sechstagerennen, von denen er sechs gewann. Fünf davon gewann er zusammen mit dem Deutschen Walter Rütt. Zu Beginn seiner Karriere fuhr er nur Sechstagerennen in den USA, da dieses Phänomen erst 1909 in Europa mit dem Sechs Tage Berlin, in dem er mit dem Franzosen als Partner auf Anhieb den zweiten Platz belegte Marcel Berthet.

Andere Erfolge

John Stol und Walter Rütt 1908 19

Stol war auch ein geschickter Bahnsprinter und gewann 1913 und 1918 den niederländischen Titel unter den Profis, zu einer Zeit, als der legendäre Piet Möskops diese Disziplin meist für sich beansprucht. 1904 gründete John Stol zusammen mit seinem Teamkollegen die Deutsche Thaddäus Robl einen Weltrekord im 20-km-Tandem mit Motorrädern und 1906 gewann er mit seinem Partner Arthur Vanderstuyft ein 24-Stunden-Langstreckenrennen in der Treptower Park[1] in Berlin mit einer Strecke von 789.310 km.

In den folgenden Jahren machte sich John Stol einen Ruf als Radsportler, der Tempo-Ausdauerrekorde aufstellte. Er reiste durch ganz Europa, um für diesen Radsport zu werben. 1909 musste er diese Aktivitäten nach einem schweren Sturz in Berlin einstellen.

Sechs Tage Siege

John stahl (1964)
Nein.JahrSechs TageZusammen mit
11907New YorkWalter Rutt
21911FrankfurtWalter Rutt
31911BerlinWalter Rutt
41912-1BerlinWalter Rutt
51912-2BerlinWalter Rutt
61914BrüsselCyrille Van Hauwaert

Spätere Karriere als Regisseur

Nach seiner Radsportkarriere war John Stol viele Jahre als Fahrer in der KNWU. In dieser Funktion war er jedoch bei den damaligen Fahrern nicht sehr beliebt, da er sich eher regenerativ verhielt.