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Joost Balbian
Joost Balbian
Epitaph für Joost Balbian im St.-Johannes-Kirche aus Gouda
Allgemeine Information
GeborenAalst, 10. August1543
VerstorbenGouda, 2. Mai, 1616
BerufStadtarzt/Alchemist
Unterschrift
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Portal  Portalsymbol  Medizin

Joos(t) Balbian, ebenfalls nur wir oder Jodocus, (Aalst, 10. August1543 - Gouda, 2. Mai, 1616) war ein niederländischer Arzt und Liebhaber der Alchimie.

Leben und Arbeiten

Balbian wurde 1543 in Aalst als Sohn des Piemont . geboren Tischhalter (=Geldhändler) Jean Balbian und Anna van Gavere. Balbian wuchs in Aalst und Gent auf. Er studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Orleans und vermutlich Medizin in Italien.[1] Nach seinem Studium kehrte er nach Gent zurück, wo er am 8. November 1569 Josina Fouasse heiratete. Aus dieser Ehe gingen in Gent acht Kinder hervor.[2] Er distanzierte sich vom katholischen Glauben und schloss sich den Calvinisten in Gent an. Innerhalb der neu gegründeten Gent Republik er war von 1577 bis 1584 Kapitän einer Infanteriekompanie. Nach dem Einnahme von Gent of Er wurde von den Spaniern über ein Jahr lang inhaftiert. Dann ging Balbian zum Nördliche Niederlande und ließ sich in Delft nieder.[3]

Seine Frau starb 1588 in Delft und er heiratete am 2. Juli 1596 in Dordrecht Janneke Claes Vinkendr. Nach seiner Heirat ließ er sich in Gouda nieder. Acht Kinder wurden in Gouda aus seiner zweiten Ehe geboren.[4] 1608 wurde er in Gouda zum Arzt ernannt. Er erhielt vom Stadtrat Freiheit von Waecken und von Stadtsteuern.[5] 1611 wurde er als Nachfolger des in diesem Jahr verstorbenen Stadtarztes offiziell zum Stadtarzt ernannt.[6] 1612 erhielt er das Bürgerrecht von Gouda.

Balbian war ein Liebhaber der Alchemie. Er sammelte eine umfangreiche Sammlung alchemistischer Schriften. Er beschrieb ausführlich die von ihm gesammelten Werke. Sein umfangreiches Manuskript zur Alchemie ist in der Sammlung der Britische Bibliothek. Er hat auch zwei Bücher mit alchemistischen Texten herausgegeben. Beide Bücher wurden von Christoffel van Rafelingen in Leiden herausgegeben. Das erste Werk Tractatus septem enthält sieben Traktate über die der Stein der Weisen, entnommen aus einem alten Manuskript. Im zweiten Buch werden unter anderem das Geheimnis des Jodocus Greverus und Aussagen des Philosophen diskutiert Alanus über dem Stein der Weisen.[7] Balbian glaubte, dass die Alchemie eine Wissenschaft sei, die ein Geschenk Gottes war, aber nur einer begrenzten Gruppe zugänglich war, die in der Lage war, die unzugängliche Materie zu verstehen.[8]

Balbian starb am 2. Mai 1616 im Alter von 72 Jahren in seiner Heimatstadt Gouda. Er wurde sechs Tage später eingesperrt St.-Johannes-Kirche begraben. Laut Muylwijk wurde er nicht in der Kirche, sondern auf dem Friedhof beigesetzt, weil er zu den Gegenremonstranten. Nach dem Remonstranten soll Balbian nach Muylwijk mehr als fünf Jahre später in die St.-Johannes-Kirche umgebettet werden.[9] Der ehemalige Archivar der reformierten Gemeinde Gouda, Henny van Dolder-de Wit, zeigte anhand des Grabbuches der Kirche und des Kammerbuches von Gouda, dass diese Lesart falsch ist. Laut Van Dolder de Wit kaufte Balbian das Grab Anfang 1616 und wurde dort am 8. Mai 1616 beigesetzt.[10] Über seinem Grab, an der Chorwand vermutlich ein Gregorius Cool gemeißelt Mauerdenkmal angewendet. Der Text des Epitaphs enthält einen Hinweis auf seine Liebe zur Alchemie. Balbian wurde als Stadtarzt nachgefolgt von Martinus Herculanus Bloncq. In der Sint-Janskerk befindet sich auch ein Epitaph dieses Stadtarztes.

Literaturverzeichnis

  • Tractatus septem de lapid philosophico, Leiden, 1599
  • Jodoci Greveri Secretum und Alani Philisophi Dicta De Lapide Philosophico, Leiden, 1599