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Joseph Billiau

J Jules Joseph Billiau (Roeselare, 10. Januar1886 - Dort, der 20. Dezember1960) war ein belgischer Politiker, Stadtrat und Bürgermeister im Dienst in Roeselare und in der Arbeiterbewegung aktiv ACW.

Biografie

Billiau war der Sohn eines Holzarbeiters. Sein Vater Amaat war der erste Arbeiter, der im Gemeinderat von Roeselare saß. Joseph wurde auch Zimmermann. Schon bald engagierte er sich in der noch jungen christlichen Gewerkschaftsbewegung und trat 1906 der Gilde bei. Er wird zum Beispiel freier Bote und kommt mit den Bauarbeitern in Kontakt. Nach dem Erster Weltkrieg er baut die Gewerkschaftsabteilung „Holz und Bau“ wieder auf. 1922 gründete er die Krankenvereinigung „Broederliefde“, deren Vorsitzender er selbst wurde. Er wird auch Vorstandsmitglied der Genossenschaftsvereinigung 'Het Gildebrood'. 1934 wurde er Vorsitzender des örtlichen ACW-Zweigs, eine Position, die er bis 1954 innehatte, als er Ehrenvorsitzender wurde.

Seit 1921 ist er im Auftrag der katholischen Partei Mitglied des Stadtrates von Roeselare. Dort bleibt er bis 1958. 1934 wird er Stadtrat. Seine Ernennung stärkt den Einfluss der ACW im Gemeinderat der Schöffen, der bis dahin von Bürgerschaft und Bauern dominiert wurde. Er ist zur Ausbildung berechtigt. Nach dem Zweiter Weltkrieg ihm wurde der Zivilstand zuerkannt. Er blieb im Amt, bis er 1958 in den Ruhestand ging. Während dieses Krieges wurde er 1942 von den Deutschen seines Amtes enthoben. Nach dem Krieg wurde er wegen Krankheit und Abwesenheit des Bürgermeisters für eine Weile amtierender Bürgermeister Jan Mahieu. Von 1929 bis 1946 war er auch Provinzrat.

In den 1950er Jahren war Joseph Billiau Vorsitzender des Kristelijke Bond van Gepensionelingen und war in der örtlichen Musikakademie und den sozialen Bauunternehmen „De Mandel“ und „Het Roeselaars Werkmanshuis“ tätig.

Quelle

  • Ferdy CALLEWAERT, Von der Gilde zum Allgemeinen Christlichen Angestelltenverband im XX. Jahrhundert in Roeselare, Roeselare, 2012.