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Jules Boedt

Jules Charles Stanislas Boedt (Brügge, 3. Juli1884 - Beernem, 2. Oktober1966) war ein belgischer liberaler Parlamentsabgeordneter und Rechtsanwalt.

Lebenszyklus

Jules Boedt wuchs in a . auf flammend liberal-bürgerlichen Familie und besuchte die Sekundarschule am Königlichen Athenäum in Brügge (Retorica 1903), wo er unter anderem Julius Sabbe hatte als Lehrer und war Mitglied der Studentenvereinigung Van Maerlants Söhne. Anschließend promovierte Boedt in Rechtswissenschaften an der Universität Gent. Er schrieb sich selbst als Anwalt an der Theke von Gent, kam aber 1913 zur Rechtsanwaltskammer Brügge. Er heiratete Marie Thororis, Tochter eines Anwalts und Präsidenten Albert Thoris.

Als Anwalt hatte er jahrelang Probleme mit Mandanten, die sich über ihn beschwerten. Er brauchte ständig Geld. Sein Schwiegervater musste viele Schulden für ihn begleichen, bis er selbst in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Nach vielen Schwierigkeiten verließ Boedt 1938 die Rechtsanwaltskammer. Er wurde psychisch krank und wurde unter Vormundschaft gestellt.

Politik

1911 wurde Boedt zum liberalen Gemeinderat von Brügge gewählt und blieb es bis 1933.

Während der Erster Weltkrieg er nahm eine passive Haltung ein. 1916 war er bei der Eröffnung des Von Bissing Universität in Gent, was ihm später oft angelastet wurde und sogar zu einer Debatte im Parlament führte.

Bei den Wahlen von 1919 haben die Liberalen Bezirk Brügge an den Wähler verteilt. Die Französischsprachigen haben sich von der Liberale Volksliga, die von Boedt angeführt wurde, aber keine der beiden liberalen Listen gewann einen Sitz. Zwei Jahre später, bei den Wahlen von 1921, herrschte wieder Einigkeit unter den Liberalen und der schwerkranke Boedt konnte unter anderem dank der Unterstützung von Julius Hoste jr. seinen ersten Platz behalten. Er wurde gewählt als Vertreter des Volkes und bekleidete die Position bis 1929. Zusammen mit Frans Van Cauwelaert und Philip Van Isacker Dezember 1926 unterzeichnete er ein Amnestiegesetz. 1929 verlor er seinen Sitz zugunsten des unabhängigen Kandidaten Victor de Lille. 1932 wurde er wiedergewählt und bekleidete das Amt bis 1936.

Ab Mai 1935 gab es Gerüchte, dass Jules Boedt war Kleptomanie leiden würde. Damit endete seine politische Karriere.

Verbände

Jules Boedt gehörte zu den flämisch gesinnt, aber loyaler belgischer Flügel der liberalen Partei.[1] Er war aktiv in

  • es Willemsfonds: stellvertretender Vorsitzender der „Jungen Garde“ (1903), Vorstandsmitglied (1906) und Vorsitzender (1912-1935) der Filiale Brügge
  • es Liberale Flämische Föderation, dessen Vorsitzender er war (1928-1934).
  • die Brügge Liberale Volksliga, dessen Vorsitzender er war (1919-1935).

Er war auch Mitglied der Brügge Freimaurerloge La Flandre.

Literatur

  • Geert DEMAREST, Die flämische Bewegung in Brügge, 1918-1930, Lizentiatsarbeit (unveröffentlicht), Universität Gent, 1975.
  • Bernard VAN CAUSENBROECK, Jules Bödt, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1997.
  • Koen ROTSAERT, Lexikon der Abgeordneten des Kreises Brügge, 1830-1995, Brügge, 2006.
  • Andries VAN DEN ABEELE, Die Brügge Bar, Brügge, 2009.
Vorgänger:
Jean Sach
Vorsitzende von dem LVV
1928 - 1934
Nachfolger:
Jules Somers