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Jürgen Croy
Jürgen Croy
Jürgen Croy
Persönliche Informationen
Geburtsdatum19. Oktober1946
GeburtsortZwickau, Deutschland
Länge186 cm
PositionTorwart
Länderspiele
1967–1981Flagge der Deutschen Demokratischen Republik Deutsche Demokratische Republik94(0)
Portal  Portalsymbol  Fußball

Jürgen Croy (Zwickau, 19. Oktober1946) ist ein Deutsche ehemaliger Fußballspieler. Der Torhüter bestritt 94 Länderspiele für die Fußballmannschaft der Deutschen Demokratischen Republik und ist damit Rekordtorhüter der Nationalmannschaft. Zusammen mit seinem Team holte er die Goldmedaille in der Olympische Spiele 1976. Er wurde dreimal gewählt DDR-Fußballer des Jahres.

Werdegang

Motor/Sachsenring Zwickau

Croy spielte ab seinem achten Lebensjahr für Aktivist Zwickau und war zunächst offensiver Mittelfeldspieler. 1963 wechselte er zum Oberligaclub Motor Zwickau und wurde dort Torwart. Nach zwei Jahren bei der Jugend und den Reserven wurde er 1965 der erste Torhüter Peter Meyer gestoppt. Sein erstes Spiel war in Rostock und wurde sofort von Zwickau gewonnen. Er wurde schnell zur unangefochtenen Nummer eins und blieb es bis 1981. Von den 416 Oberligaspielen, die in seiner Karriere stattfanden, bestritt er 372, das sind 83,4%. Lediglich in den Spielzeiten 1972/73 und 1978/79 musste er verletzungsbedingt zeitweise pausieren. 1967 gewann er mit seinem Verein den FDGB-Pokal. In dem Europapokal II hat er im ersten Spiel die 0 auf dem Brett gestoppt? Torpedo Moskau, doch im Rückspiel verlor der Klub in Moskau 1:0. 1968 fusionierte Motor Zwickau mit Aktivist zum Sachsenring Zwickau.

1975 gewann er erneut den Pokal in einem spannenden Finale gegen Dynamo Dresden. Croy wurde zum Helden des Spiels, als er zwei Elfmeter parierte. Damit qualifizierte sich der Verein erneut für die Europapokal II und war diesmal viel besser. Im Achtelfinale kam es zum Elfmeterschießen AC Florenz und auch hier hatte Croy einen großen Anteil, den Zwickau gewann. Nach auch Keltisches Glasgow fehlte Zwickau im Halbfinale der RSC Anderlecht. Seine letzte Oberligasaison war 1980/81. Mit 35 Jahren bestritt er noch alle 26 Spiele und spielte insgesamt 372 für Zwickau in der Oberliga und ist damit der zweite Spieler dahinter Alois Glaubitz aus Zwickau. Ab 1975 war er Kapitän der Mannschaft. 1972, 1976 und 1976 wurde er zum Fußballer des Jahres gewählt.

Nationalmannschaft

Croy im Mannschaftsbus bei der WM 1974 (rechts)

1963 wurde Croy in die Jugendnationalmannschaft aufgenommen. Sein erstes Länderspiel bestritt er am 13. Oktober gegen Rumänien (4:1). Bis 1965 bestritt er insgesamt 16 Spiele. 1965 gewann er die Europameisterschaft gegen England.

Am 15. Mai 1967 spielte er in Helsingborg sein erstes Spiel mit der A-Mannschaft gegen Schweden (0:1). Andere Debütanten im Namen der DDR in diesem Spiel waren Stürmer Wolfram Lowe (Lokomotive Leipzig) und Verteidiger Bernd Bransch (HFC-Chemie Halle). Zuerst blieb er zurück Wolfgang Blochwitz Reservetorhüter. 1968 wurde er der erste Torhüter und blieb es bis 1979, als er von Hans-Ulrich Grapenthin von CZ Jena. Am 19. Mai 1981 bestritt er sein letztes Länderspiel gegen Kuba (5:0). Dies wurde sein 94. Länderspiel und liegt damit auf Platz drei der meisten Länderspiele und ist der Torhüter mit den meisten Länderspielen. Eines seiner denkwürdigsten Spiele war auf der Weltmeisterschaft 1974 als er und sein Team 1:0 gegen . gewannen West Deutschland.

Seinen größten Erfolg erzielte er mit der olympischen Auswahl, mit der er zwischen 1968 und 1973 23 Spiele bestritt. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille 1972 gewannen sie 1976 in 1976 Kanada nach einem Sieg gegen Polen die Goldmedaille. Seine Leistungen in der Nationalmannschaft und in der Oberliga wurden 1989 mit seiner Wahl zum bester Fußballer seit 40 Jahren DDR.

Spätere Karriere

Croy erhielt 1975 sein Diplom als Sportlehrer. Nach seiner Karriere begann er als Trainer bei Zwickau der Jugend und wurde 1984/85 Trainer der ersten Mannschaft. 1983 war der Verein aus der höchsten Spielklasse ausgestiegen. In seinem ersten Jahr führte er den Verein zurück in die Oberliga, dort landete der Verein aber wieder auf einem Abstiegsplatz. 1988 promovierte er erneut, wurde dann aber als Trainer von Udo Schmuck.

1989 wurde er Vizepräsident der DDR-Fußballverband. Nach dem Deutsche Wiedervereinigung dieser Verein wurde aufgelöst und Sachsenring Zwickau änderte den Namen in FSV Zwickau und er nahm dort einen Sitz im Vorstand ein. 1994 wurde er Ehrenbürger der Stadt Zwickau. Er arbeitete auch als Vertriebsmitarbeiter für Sportproduzenten Puma und für einige Werbezeitschriften.

Siehe auch

Logo der Olympischen SpieleGoldSilberBronze-Logo der Olympischen Spiele
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