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Karel Peeters
Karel Peeters
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Hintergrundinformation
NameKarel C. Peeters
GeborenWuustwezel, 29. Dezember1903
VerstorbenAntwerpen, 16. Dezember1975
RegionFlagge Flämische RegionFlandern
LandFlagge von Belgien Belgien
BerufJournalist
Editor
folkloristisch
Stadtsekretär
Portal  Portalsymbol  Medien

Karel Constant Peeters (Wuustwezel, 29. Dezember1903 - Antwerpen, 16. Dezember1975), bekannt als K. C. Peeters, war ein BelgierJournalist, Editor, Volkskundler und Pionier der wissenschaftlichen Praxis der Volkskunde im niederländischsprachigen Belgien. Er war auch ein höherer Beamter der Stadt Antwerpen.

Lebenszyklus

Peeters studierte Lehramt an der Katholischen Normalschule in Antwerpen und engagierte sich in der Schülerbewegung der Noorderkempen. Von 1923 bis 1933 war er Lehrer und interessierte sich auch für die Ortsgeschichte. 1925 erwarb er sein Diplom für öffentliche Verwaltung.

Er begann eine zweite Karriere im Journalismus. Zuerst arbeitete er mit dem Tageszeitung von Nordbrabant und Zeeland (1930-1933). Anschließend wurde er Chefredakteur von Die Morgenpost (1933-1939). 1939-1940 wurde er stellvertretender Chefredakteur der Der Standard, ersetzen Jan Boon.

Inzwischen hatte er wieder ein Studium an der Universität Gent, wo Professor Paul De Keyser das Thema Folklore unterrichtet. Peeters studierte Sozialpsychologie, Pädagogik und Kunstgeschichte und promovierte 1938 in Erziehungswissenschaften mit der Dissertation Die psychologischen Aspekte und die pädagogische Bedeutung der Folklore.

1940 wurde er Beamter der Stadt Antwerpen. Er wurde Stabschef des amtierenden Bürgermeisters Leo Delwaide (1940-1943), Kurator des Antiquitätenmuseums Metzgerhaus (1943-1947), stellvertretender Stadtsekretär (1947-1950), Stadtsekretär (1950-1968) und Generalberater (1968-1973). In diesen Positionen spielte er eine aktive Rolle bei der Dutchisierung der Antwerpener Geschäftswelt.

folkloristisch

  • Peeters unterrichtet ab 1946 Folklore zum Katholische Universität Löwen, zunächst als Assistent, ab 1949 als Dozent und ab 1959 als außerordentlicher Professor.
  • Das Studium der Volkssagen in Flandern war eines der Projekte, die er gemeinsam mit Prof. De Keyzer realisierte.
  • Seine Studien zur Folklore fanden ihren Niederschlag in zahlreichen Publikationen, Büchern, Beiträgen in Zeitschriften und Tribute-Büchern.
  • Er war auch der Autor des Niederländische Folklore-Bibliographie, ein systematisches Verzeichnis von Zeitschriften, Reihen und Sonderausgaben (1964-1998). Dieses tolle Werk fand auch seinen Weg ins Internet, unter http://www.archive.org.
  • 1940 wurde er Redakteur und 1968 Chefredakteur der Zeitschrift Folklore.

Ehrenamtliche Funktionen

Auf dem Gebiet der Volkskunde hat sich Peeters national und international einen Namen gemacht. Er wurde:

  • Erster Präsident der Société nationale d'ethnologie et de folklore (1964-1971).
  • Wichtiger Direktor bei der Internationale Gesellschaft für Volkserzählungsforschung.
  • 1947 wurde er Mitglied der flämischen Sektion der Königlich Belgische Gesellschaft für Folklore.
  • 1968 war er Gründungsvorsitzender der Gesellschaft für Folklore.
  • Er gründete 1968 die Institut für Folklore, die 1980 umbenannt wurde K.C.Peeters Institut für Folklore.
  • 1970 wurde er Mitglied der Königlichen Kommission für Denkmäler und Stätten.

Homonymie

Karel Constant Peeters sollte nicht mit seinem Zeitgenossen und Namensvetter Karel C. Peeters (Berchem, 1903 - Deurne, 1984) verwechselt werden. Dieser Namensvetter war ein aktiver Kollaborateur und wurde 1946 im Prozess getötet Volk und Staat zum Tode verurteilt. Nach seiner Freilassung im Jahr 1951 spielte er eine aktive Rolle im Allgemeine Niederländische Gesangsvereinigung (ANZ).

Veröffentlichungen

  • Das Volkssche Weihnachtslied in Flandern, 1942.
  • Flämisches Volksleben, 1943.
  • Eigene Natur. Griffe aus der flämischen Folklore, 1946.
  • Soldaten Napoleons, 1955.
  • Über Volkskunst, 1956.
  • Folklore-Notizen, 1962.
  • Flämisches Buch der Legenden, 1979 (posthum).

Literatur

  • W. VAN NESPEN, Professor K. C. Peeters sechzig Jahre, in: Niederländisches Volksleben, 1963.
  • J. THEUWISSEN, Professor Doktor. Dr. K. C. Peeters 65, in: Wissenschaftliche Nachrichten, 1968.
  • W. PERMANEN, In Gedenken an Prof. Dr. K. C. Peeters, in: Unsere Alma Mater, 1976.
  • Joos FLORQUIN, Professor Doktor. Dr. K. C. Peters, in: Im Haus des …, Bd. 11, 1975.
  • W. VAN NESPEN (Hrsg.), Sonstiges Prof. em. Dr. K. C. Peters, Tributbuch, 1975.
  • Stefan TOP, Karel Peeters, Volkskundler, Professor, Stadtsekretär (1903-1975), in: National Biographical Dictionary, vol. 11, Brüssel, 1990.
  • Erik VANDEWALLE & Stefaan TOP, Karel C. Peeters, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1998.
  • Tributnummer K.C. Peters, in: Folklore, Quarterly Journal for the Study of Folk Life, 2003.
  • Paul PETER, Lebensgeschichte von K. C. Peters, in: Wuustwezel Informationsblatt, 2003 & 2005.
Vorgänger:
Jan Boon
Chefredakteur von Der Standard
1939 - 1940
Nachfolger:
Albert De Smaele