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Karl Denke

Karl Denke, ebenfalls Papa Denke erwähnt (Oberkünzendorf (heutzutage Kalinowice Gornec, Polen), 12. August1870 - Münsterberg (heutzutage Zizbice, Polen), 22. Dezember1924) war ein DeutscheKannibale und Serienmörder, der in den Jahren vor seiner Festnahme und seinem Selbstmord mindestens 30 Reisende und Obdachlose getötet und teilweise gegessen haben soll. Genau wie sein Zeitgenosse und Kannibale-Kollege Fritz Haarmann Denke hat wahrscheinlich auch das meiste Fleisch auf dem Markt verkauft. Die Leute dachten, es sei Schweinefleisch und in den Hungerjahren nach dem Erster WeltkriegSie fragte auch lieber nicht, weil sie froh waren, überhaupt etwas zu essen zu haben.

Karl Denke, nach seinem Tod von der deutschen Polizei fotografiert

frommer Mann

Denke war ein angesehener Mann in Münsterberg (Ziębice) in Niederschlesien, wo er als gütiger, bescheidener und vor allem frommer Mann bekannt war. Er war Orgelspieler der örtlichen Kirche und wurde wegen seiner Freundlichkeit als "Vater Denke" (Vader Denke) bezeichnet. Er bot Reisenden, Obdachlosen und Pennern oft eine kostenlose Unterkunft an. Niemand bemerkte, dass von vielen Untermietern nie wieder etwas gehört wurde.

Auflösung

Am 21. Dezember 1924 bekamen die Einwohner der Stadt den Schrecken ihres Lebens. Ein Nachbar hatte laute Schreie aus Denkes Haus gehört. Als er nachsah, fand er in der Nähe des Hauses einen blutenden jungen Mann, der behauptete, Vater Denke habe versucht, ihn mit einer Axt zu töten. Der Nachbar und die Polizei glaubten dem Penner nicht. Plausibler fanden sie Denkes Geschichte: Der Penner hatte versucht, Denke auszurauben und sich auf der Flucht offenbar am Kopf verletzt. Der Penner blieb jedoch bestehen, woraufhin die Polizei beschloss, Denkes Haus zu durchsuchen.

Bei ihrer Durchsuchung fand die Polizei viele Blutspuren, Ausweise, Kleidung der Opfer und eine Tasche mit mehr als 300 menschlichen Zähnen. In Denkes Schreibtisch fanden sich Daten zu mehreren Opfern, wie zum Beispiel Körpergewichte aus dem Jahr 1917. In der Küche fanden sie außerdem zwei Fässer gefüllt mit eingelegtem Menschenfleisch und ein Fass mit menschlichen Knochen. Denke wurde festgenommen und ins Gefängnis gebracht.

In der Nacht nach seiner Verhaftung erhängte sich Denke in seiner Zelle an einer Schlinge aus seinem Taschentuch (andere sagen: an seinen Hosenträgern). Die Motive für seine Gräueltaten sind noch immer ein Rätsel. Er hat wahrscheinlich mindestens 10 Jahre vor seiner Festnahme mit dem Morden begonnen. Im Stadtmuseum Ziębice ist ihm eine kleine Ausstellung gewidmet.