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Das kleines Setup ist eine Form von Psychotherapie die entwickelt wurde von Bert Hellinger, mit dem Ziel, die Beziehung zu einer Person oder zu einem bestimmten Thema zu untersuchen.
Bei der Wahl der Person oder des Themas orientiert man sich vor allem an der Frage, wohin die Aufmerksamkeit systematisch gelenkt wird. Ein Thema ist beispielsweise eine (schwere) Krankheit wie Asthma oder Krebs. Eine Person muss weder ein Verwandter sein, noch spielt es eine Rolle, ob diese Person noch lebt. Schließlich geht es um den eigenen Blick auf die Beziehung, damit die eigene Aufmerksamkeit überprüft wird.
Performance
P1 ist der Vertreter der eigenen Person.
P2 ist der Repräsentant der Person oder des Themas, zu dem eine Beziehung besteht.
Die Person selbst ist P3.
Die kleine Anordnung erfolgt vorzugsweise in einem geschlossenen Raum, beispielsweise einem Wohnzimmer. Zuerst wird jemand ausgewählt, der die Person selbst vorstellt (P1) und jemand für die andere Person oder das Thema, das im Mittelpunkt steht (P2). Beide sind vorzugsweise vom gleichen Geschlecht wie die Person, die sie vertreten. Sie können auch spüren, ob ein Thema männlich oder weiblich ist. Dies ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich.
Das kleine Setup geht so:
- P1 und P2 liegen nebeneinander. P3 liegt hinter P1 und P2. Alle sind wohl bei sich, mit offenen Augen, die Hände locker neben dem Körper. Man versucht, sich ausschließlich auf das zu konzentrieren, was man fühlt, spontane Gedanken und Emotionen und körperliche Empfindungen, wie klein sie auch sein mögen. Es werden keine Worte verwendet.
- Ausarbeitung P1. P3 steht hinter P1 und legt seine Hände auf die Schultern von P1, leert sich hinein und geht mit P1 zu einem Ort irgendwo in diesem Raum.
- Auf die gleiche Weise richtet P3 P2 ein. P3 setzt sich dann hin und schaut zu, nimmt aber nicht teil.
- P1 und P2 bleiben stehen, bis das Bewegungsbedürfnis unwiderstehlich wird. Dann bewegt man sich langsam, bleibt aber möglichst stehen.
- P3 zeigt an, wann er oder sie genug gesehen/gefühlt hat und entlässt P1 und P2 aus ihren Rollen. P1 und P2 werden gedankt und sie bei ihrem richtigen Namen genannt.
- P1 erzählt von den Empfindungen während des Setups. Dabei verzichtet die Person auf Interpretationen. Dann ist P2 an der Reihe und schließlich P3.
- P3 prüft sorgfältig, ob P1 und P2 nicht in ihren Rollen sind.
- P3 entscheidet nun selbst, ob sie P1 und P2 sagt, wer oder was sie repräsentiert haben.
Es gilt: Man muss weitersuchen, auch wenn viele Emotionen erlebt werden. Wenn es weint, geschieht dies mit offenen Augen und offenem Mund. Ab und zu holt man tief Luft. Die Leute suchen weiter, echte Trauer geht tief und löst sich nach kurzer Zeit auf.
Für P1 und P2 gilt: was auch immer erlebt wird, es gehört nicht ihnen, vorausgesetzt man ist gut mit sich selbst (wie man mit offenen Augen sieht). In den kommenden Wochen oder Monaten wird P3 untersuchen, wie sich die Beziehung zu dieser Person oder diesem Thema verändert.