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Klozum (ebenfalls klozem, wörtlich übersetzt "klaasoom") ist eine Party, die jeder 5. Dezember auf Schiermonnikoog wird am Vorabend gefeiert Nikolaustag. Die Tradition ist getrennt von der niederländischen Sinterklaas-Feier. Es ist vergleichbar mit ähnlichen Feiern auf anderen Wattenmeer, wie Klaasohm auf Borkum, Alte Sunderklaas auf Texel, Ankleiden auf Vlieland, Sonnenbrand auf Terschelling und Sunderklazen auf Ameland.[1][2] Seine Verwendung war auch zuvor bekannt auf Wangerooge, Helgoland und vermutlich in Harlingen (Klaasom).
Während der Party machen sich Anwohner von Schiermonnikoog unkenntlich, indem sie sich verkleiden und an den Häusern vorbeikommen. Sie verkleiden sich oft als lokale oder (inter)nationale Berühmtheiten oder als Fantasie- oder Märchenfiguren wie Araber oder Cowboys. Um ihre wahre Identität weiter zu verschleiern, verdrehen sie auch ihre Stimmen. Sowohl Männer als auch Frauen nehmen teil.[1][2][3]
Die Klozums gehen abends gegen halb neun aus, allein oder in Gruppen. An den Häusern wird die Haustür angelehnt und eine Laterne angezündet oder ein Vorhang aufgehalten, als Zeichen, dass die Kozums willkommen sind. Im Inneren spielen die Kozums alle möglichen Menschen und Situationen aus, oft um bestimmte Ereignisse oder Entscheidungen, die im vergangenen Jahr auf der Insel stattgefunden haben, lächerlich zu machen. Nachdem die Klozums gegangen sind, müssen die Bewohner des Hauses erraten, wer sich hinter der Verkleidung versteckt hat.[1][2]
Um Mitternacht findet die Demaskierung (die Entlarvung) im Rathaus statt, bei der die Verkleidungen losgehen und alle enthüllen, wer dahinter steckt. Danach geht die Party noch einige Stunden weiter.[2]
Wenn der 5. Dezember auf ein Wochenende fällt, verschiebt sich die Party auf den folgenden Montag.[2]
Am 3. und 4. Dezember feiern die Kinder ihr eigenes Klozum-Fest. Das lytje kozums ("Kleine Klozums") gehen nachmittags an den Häusern vorbei, rufen "Klozum, Klozum" und spielen ein Stück oder Lied. Danach bekommen sie Bonbons oder Kekse.[4]
Über die Geschichte des Festivals ist wenig bekannt. Es wurde im 19. Jahrhundert wiederholt erwähnt.[5]
Im Salzlager ist ein ähnliches Fest, das sogenannte Sinterklaas zu Fuß.
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