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Koorboek
Holzschnitt von 1500, mit einem Chor von Mönchen und Novizen, die gemeinsam aus einem Chorbuch singen.

EIN Chorbuch ist ein Musikbuch im Großformat, das handgeschrieben oder (später) auch gedruckt wurde. Das Chorbuch war so arrangiert Rednerpult vor dem Chor aufgestellt, dass der gesamte Chor beim Singen auf das Buch blicken konnte Liturgie. Der Vorteil war, dass der gesamte Chor mit nur einer Auflage auskommen konnte und dass nicht jeder Chormitglied brauchte eine Punktzahl.

Chorbücher mit sehr großen Notation waren oft teuer und reich verziert und wurden zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert für monophonen Chorgesang verwendet. Chorbücher mit polyphoner Kirchenmusik existierten vom 15. bis 17. Jahrhundert, wurden aber teilweise bis ins 19. Jahrhundert verwendet (z Sixtinische Kapelle).

Chorbücher wurden im 15. und 16. Jahrhundert auch in der weltlichen Vokalmusik verwendet.

Ein Chorbuch wurde oft wie folgt klassifiziert:

S (Rückseite)
die Sopran- oder Diskantstimme
T (Tenor)
die Tenorstimme
A (rekto)
die Alt- oder Countertenorstimme
B (Bass)
der Bass-Part
  • Es ist ein berühmtes handgeschriebenes Chorbuch Chorbuch von Eton.
  • Nur sechs (von acht) Chorbüchern der Universität Leiden wurden aus den nördlichen Niederlanden herausgegeben Peterskirche erhalten, hergestellt zwischen 1549 und 1564. Eines davon ist ständig in der Städtisches Museum De Lakenhal; die anderen fünf befinden sich im Heritage Leiden e.o. Diese sind vollständig im Internet verfügbar.[1]
  • Ein Beispiel für ein gedrucktes Chorbuch ist der "Beckersche Psalter" von Heinrich Schütz (drei Versionen von 1628, 1640 und 1661).