WikiDer > Lagerhaus G
Lagerhaus G ist einer aus dem Jahr 1903 Warenhaus in dem freier Hafenbereich von Hamburg dass während der Zweiter Weltkrieg unter dem Decknamen Dessauer Ufer wurde als Anhang des KonzentrationslagerNeuengamme.[1] Von Juli bis September 1944 wurden hier 1500 jüdische Frauen festgehalten, die zur Zwangsarbeit in der umliegenden (Erdöl-)Industrie und im kriegsgeschädigten Hafen eingesetzt wurden. Diese wurden später entfernt und durch etwa 500 männliche Häftlinge ersetzt, die zum Bau von Befestigungsanlagen im Hafen verwendet wurden. Die Sterberegister weisen Namen aus vier Ländern auf: der Sowjetunion, Polen, Frankreich und Belgien, und man kann davon ausgehen, dass dies repräsentativ für die Lagerbevölkerung war. Die Lagerleitung bestand aus den SS'ers Karl Wiedemann (nach dem Krieg zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt) und sein Adjutant Hans Fiekers, der als besonders gewalttätig bekannt ist (zweimal vorgeladen, nie verurteilt).[2] Nach einem schweren Bombardement der Alliierten am 25. Oktober 1944 (bei dem auch mehrere Häftlinge getötet wurden) wurde diese Gruppe in ein nahegelegenes Lager in der Spaldingstraße verlegt. Das Lagerhaus G wurde inzwischen restauriert und am 15. Februar 1945 als Lager für etwa 1000 Häftlinge wieder in Betrieb genommen. Das Lager wurde am 14. April 1945 endgültig aufgelöst, die restlichen Häftlinge übergebleven übertragen ins Konzentrationslager Camp Sandbostel wo sie am 29. April 1945 von den Briten befreit wurden.
Externer Link
Nüsse
- ↑ Die Plakette am Gebäude besagt auch, dass es sich um ein Outdoor-Camp von Auschwitz früher gewesen.
- ↑(das) Wolfgang Benz, Barbara Distel, Angelika Königseder: Der Ort des Terrors: Hinzert, Auschwitz, Neuengamme.
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