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Las Meninas
Las Meninas
(Die wartenden Damen)
Las Meninas
KünstlerDiego Velazquez
Jahr1656
TechnikÖlgemälde auf Leinwand
Maße318 × 276 cm²
MuseumPrado-Museum
OrtMadrid
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Las Meninas (Niederländisch: Die Damen in Wartestellung) ist der Titel eines Ölgemäldes des Spanisch Maler Diego Velazquez von 1656. Die Szene wurde am spanischen Hof gemalt, mit dem InfantMargaretha, Tochter von Philipp IV. Die Arbeit befindet sich in der Sammlung der Prado-Museum zu Madrid.

Kontext

Velázquez wurde in einem adeligen geboren Portugiesisch Familie. Diese herausragende Abstammung war wichtig für seine spätere Karriere am spanischen Hof von Philipp IV in Madrid. 1622-1623 wurde er dort von seinem Schwiegervater eingeführt. Er wurde "Maler des Königs" genannt und sein Stern stieg schnell auf. 1627 wurde er Kammerherr und 1652 Hofmarschall, in denen er die Kunstankäufe des Königs abwickelte. Er lernte Flämisch kennen[1] und niederländischer Meister und reiste mehrmals nach Italien, Wo ist er José de Ribera getroffen. Insbesondere Riberas Einfluss setzte sich in seinem späteren Oeuvre fort und lässt sich beispielsweise auch in seinem Las Meninas, die er am Ende seiner Karriere malte.

Bild

Las Meninas ist eine komplexe Aufgabe. Thema und Komposition haben schon immer viel Diskussionsstoff gegeben. Aufgrund der Größe und der dargestellten "königlichen Blut"-Figuren erscheint es auf den ersten Blick wie ein Porträt in der Tradition der Zeit, doch bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, dass eine Vielzahl von Themen in das Werk eingewebt ist.

In der Mitte des Vordergrunds steht der Fünfjährige Margaretha (Margarita von Österreich) stolz unter ihren Hofdamen. Rechts sind zwei Zwerge. Eine der Hofdamen kniet neben ihr und die andere beugt sich zu ihr hinüber und scheint die Infantin mit ihrer Krinoline als Drehpunkt in Bewegung zu halten. Hinten rechts ist Margarets Anstandsdame mit einer Nonnenhaube, die mit einem männlichen Höfling spricht. Auf der hinteren Treppe hält der Aufseher des Palastes kurz inne, um durch die offene Tür zu schauen. Es hebt sich hell gegen die hell erleuchtete Wand hinter der Tür ab, was der Arbeit zusätzliche Tiefe verleiht.

Philipp IV. und seine Frau Maria Anne von Österreich im zentralen Spiegel

Auf der linken Seite des Gemäldes, hinter seiner Staffelei in seinem Madrider Atelier, steht Velázquez selbst, der anscheinend an einem riesigen Porträt arbeitet. Über dem Kopf des Infanten, in der Bildmitte, spiegeln sich Philipp IV. und seine Frau in einem Spiegel an der Rückwand. Offenbar stehen sie im Vordergrund, gleichsam vor dem Gemälde, an der Stelle des Betrachters. Velázquez, der sie porträtiert, betrachtet sie aufmerksam. Denkbar ist aber auch, dass er Margaretha porträtiert, die überrascht ist, dass ihre Eltern hereinkommen.[2]

Komposition und Ausarbeitung

Die scheinbar banale Szene ist realistisch gerendert und sorgfältig konstruiert, mit großem Wissen über Perspektive und Geometrie. Mit Licht und Schatten wird ein markantes Spiel gespielt. Das Licht scheint aus mehreren Quellen zu kommen und scheint auf die Haare der Mädchen, die Reifröcke und das Fell des Hundes. Fenster und Rollläden sind gegen das Tageslicht geschlossen, das die Figuren nur vorne voll trifft. Der Hintergrund ist im Schatten, vertieft durch die Grau- und Ockertöne der Decke und der Wände. Die subtilen Farben der Arbeit sind begrenzt und verwandt und verschmelzen im silbernen Licht.

Die räumliche Struktur ist so angeordnet, dass die Gruppe der Las Meninas gegenüber Philip und seiner Frau. Während die visuelle Aufmerksamkeit hauptsächlich auf Margaret gerichtet ist, scheinen Philip und seine Frau das eigentliche Zentrum des Gemäldes zu sein. Der Spiegel, in dem sie zu sehen sind, steht auch buchstäblich im Zentrum der Arbeit, auf Augenhöhe des Betrachters. Dem Zuschauer wird sofort klar, dass er nicht zur Szene gehört, denn das Königspaar ist an ihrer Stelle. Indem er den Betrachter so zum Teil des Gemäldes macht und doch nicht, erzeugt er eine besondere visuelle Illusion.[3] Was auf den ersten Blick wie ein sehr offenes Gemälde wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als sehr verschlossen. Dies wird dadurch verstärkt, dass der Betrachter das Gemälde, an dem Velázquez arbeitet, nicht sehen kann.

In der Ausarbeitung wechselt Velázquez lockere Pinselführung mit einer raffinierten Technik ab. Aus der Nähe sind große Farbkleckse zu sehen, die aus der Ferne zu einer lebendigen Szenerie verschmelzen. Andererseits werden beispielsweise die Hände und Gesichtszüge in dünn aufgetragenen feinen Pinselstrichen sehr detailliert ausgearbeitet. Die Haut der jungen Mädchen hat einen seidigen Glanz. Auffallend ist auch die psychologisch perfekte Art und Weise, wie es dem Maler gelingt, die Beziehungen innerhalb der Gruppe zu treffen.

Einfluss und Wertschätzung

Las Meninas wird allgemein als Höhepunkt der realistischen Malerei zu dieser Zeit angesehen. Viele Künstler waren auch später noch von der Malerei fasziniert. so war Edouard Manet beeindruckt von der abwechslungsreichen Pinselführung, die er selbst zum Ausgangspunkt seiner eigenen Technik machte. Auch im Stil so verschiedene Maler mögen Francisco Goya, Pablo Picasso, Salvador Dalic und John Singer Sargent malte Gemälde, die sich auf die hier besprochene Arbeit bezogen.

Einzelheiten

Literatur und Quellen

  • Anna Kay: Las Meninas, in: Stephen Farthing (Hrsg.): 1001 Gemälde, die Sie sehen müssen! Librero, 2012, S. 261. ISBN 978-90-8998-209-4
  • Marina Vaizey: Ein Blick auf 100 berühmte Gemälde. Deltas, 1994, S. 52-43. ISBN 90-243-5574-5
  • Hermann Bauer, Andreas Prater: Barock-. Taschen, Köln, 2009, S. 70-71. ISBN 978-3-8365-1901-4

Externe Links

Nüsse

  1. 1628 traf er Pieter Paul Rubens am spanischen Hof.
  2. Es wurde auch vorgeschlagen, dass die spiegelnde Reflexion vom Porträt herrührt und das Königspaar überhaupt nicht im Raum sein muss, aber das erscheint aus perspektivischer Sicht falsch und daher unwahrscheinlich. Auf der anderen Seite hat Velázquez auch einen ähnlichen Trick verwendet, bei dem der Reflexionswinkel nach den Gesetzen der Optik falsch ist, in seinem Venus vor dem Spiegel.
  3. Velázquez hat diesen Effekt möglicherweise von der Porträt von Giovanni Arnolfini und seiner Frau von Jan van Eyck, das damals in spanischem Besitz war.
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