WikiDer > Lectio divina
Lectio divina ist ein spirituell üben bei Mönche, bei welchem Gottesschwert sorgfältig und eindringlich lesen. Diese Praxis gehört zu den Gebet der Mönche Die Lectio divina hatte auch einen wichtigen Einfluss auf die Spiritualität der Laien. Viele Geistliche lesen als geistliche Führer zusammen mit den Laien die Heilige Schrift nach der Methode der lectio divina. Dieser Tradition sind auch heute noch Autoren verpflichtet (u.a Enzo Bianchi, der Gründer und Prior einer Gemeinschaft in Bose) und steht immer noch an der Wiege zeitgenössischer Gebetsschulen (einschließlich der Samuel-Projekt).
Zusätzlich zu Bibel Zweitens kommen auch Schriften in Frage, die das Verständnis der Heiligen Schrift fördern und vertiefen. Vorzugsweise Schriften von Kirchenväter, wie Heiliger Augustinus, oder die Schriften antiker klösterlicher Autoren wie John Cassian oder von mittelalterlichen spirituellen Autoren, wie Bernhard von Clairvaux. Klosterregeln enthalten Bestimmungen über die Form der spirituellen Literatur.
Die lectio divina ist ein Schlüsselelement der nachdenklich (besinnlich) klösterliches Leben. Ein Merkmal dieser Form der spirituellen Lektüre ist die meditativ Charakter: Es geht nicht nur darum, den Text intellektuell zu verstehen, sondern um eine sorgfältige Betrachtung des Textes, der Bedeutungen, die er hervorruft, und seiner Verbindung mit dem wahren christlichen Leben. Wiederkäuen, einen Text aufwärmen, lange auf Passagen zurückkommen, ist ein damit verbundenes Phänomen. Das Kartäuser Guigo zeichnete sich im zwölften Jahrhundert in seiner Scala claustralium ein vierfacher Weg:
- lectio – den Text lesen
- Meditation – Betrachtung des Textes
- oratio – Gebet
- contemplatio - genauer hinsehen