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Leo Poppe (Brügge, 27. November1881 - Ostende, 24. Mai1968) war ein Belgier Maler und Zeichner der sogenannten Brügge Schule.
Lebenszyklus
Poppe war ein Sohn des Steinmetzmeisters Julien Poppe (1858-1928) und Leonie Caestecker (1860-1931). Er war der Bruder des Bildhauers Michel Poppe (1883-1976).
Von 1894 bis 1901 war er Student an der Akademie der Schönen Künste Brügge, wo er unter anderem Pierre Raoux, Edmond Van Hove, Gustav Pickery und Oscar De Breuck als Lehrer. In diesen Jahren arbeitete er auch bei der Goldstickerin A.E. groß und am Drucker Desclee de Brouwer. Während seines Militärdienstes von 1901 bis 1904 nahm er Zeichenunterricht an der Königliche Akademie der Schönen Künste Brüssel.
1904 wurde er Zeichner an der Geographisches Institut La Cambre in Brüssel. 1908 heiratete er Alice Petyt (Brügge 1875-1958). Sie lebten auf dem Hufeisenallee in Brügge und hatte einen einzigen Sohn.
Während der Erster Weltkrieg er wurde im Lager von interniert Zeist, mit den belgischen Truppen, die in die Niederlande geflohen waren. Er wurde Zeichenlehrer und blieb es bis Kriegsende. Ab 1916 konnte er selbstständig leben in Soesterberg und seine Frau und sein Sohn schlossen sich ihm an. Anschließend konnte er ihren Lebensunterhalt bestreiten, indem er Werbezeichnungen für Amsterdamer Geschäfte anfertigte. Er gab auch belgischen Einwanderern Mal- und Zeichenunterricht.
1919 kehrte er nach Belgien zurück und arbeitete ein weiteres Jahr am Geographischen Institut. 1921 eröffnete er einen Antiquitätenladen in der St. George Street. Er begann auch, Möbel und alte Gemälde zu restaurieren. Diese Tätigkeit setzte er bis 1960 fort. Danach zog er nach Ostendewo er sich mit seinem Sohn niederließ.
Nachdem er während des Krieges vor allem zahlreiche Zeichnungen angefertigt hatte, konzentrierte er sich ab 1930 mehr auf die Malerei. Geographisch und bildungsmäßig gehört er zu den Brügge Schule, obwohl er nur am Rande zu den Malern von Stadtansichten gehörte.
Er machte Porträts (seine Mutter, seine Großmutter, viele Clowns, zwei Selbstporträts) und viele Stillleben und Blumenarrangements.
Nach der Befreiung Belgiens gehörte er als Angestellter der Pol Le Roy bis zum sog Flämische Regierung, die kollaborative flämische Exilregierung in Deutschland (1944-45).
Literatur
- B. POPPE, Michel Poppe, Brügge, 1988.
- Robert DE LAERE, Leo Poppe, in: Historische Beiträge von Brügge und Ommeland, 1990.
- Robert DE LAERE, Leo Poppe, in: Brügge bildende Künstler um die Jahrhundertwende, Brügge, 1992.
- Fernand Bonneur, Leon Poppe', in: Lexikon der westflämischen bildenden Künstler, Teil II, Kortrijk, 1993.